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Japanisch ist anspruchsvoll, aber gut lernbar: Dieser Leitfaden erklärt Schriftsysteme, Grammatik-Grundlagen, JLPT-Stufen sowie die besten Kurse und Ressourcen für den Einstieg.
Viele glauben, dass Japanisch extrem schwer zu lernen ist. Einfach ist die Sprache tatsächlich nicht, aber man kann sie durchaus meistern.
Das Gute am Japanischlernen: Es gibt jede Menge Ressourcen. Du kannst Onlinekurse belegen, mit Privatlehrern arbeiten oder eine Sprachschule besuchen, entweder in Deinem Heimatland oder in Japan. Dazu kommen unzählige Filme, Serien, Anime, Manga, Bücher und Podcasts.
Schauen wir uns an, wie der Einstieg klappt und welche Möglichkeiten Du zum Japanischlernen hast.
Contents
Das Wichtigste in Kürze
- Japanisch hat drei Schriftsysteme: Hiragana, Katakana und Kanji. Anfänger lernen am besten zuerst Hiragana.
- Der JLPT hat fünf Stufen von N5 (Anfänger) bis N1 (fortgeschritten), und N2 ist für die meisten Jobs mit Japanisch-Bezug das Minimum.
- Grammatik und Kanji sind die beiden größten Hürden, aber für den Alltag brauchst Du von beidem deutlich weniger als für die perfekte Beherrschung.
- Onlinekurse, Privatlehrer und Sprachschulen in Japan sind je nach Budget und Ziel alle wirksame Optionen.
- Kostenlose Angebote wie Podcasts, Anime, Manga und Apps ergänzen das strukturierte Lernen auf jedem Niveau.
- Japanisch jeden Tag zu hören, und sei es nur kurz, gehört zu den besten Wegen zu flüssigem Sprechen.
- Tägliches Üben, schon 30 Minuten, bringt mehr als gelegentliche Lernmarathons.
Warum solltest Du Japanisch lernen?
Jeder hat andere Gründe, Japanisch zu lernen.
- Manche wollen die einzigartige, charmante japanische Kultur besser verstehen.
- Manche brauchen Japanisch für ihren Job.
- Manche wollen japanische Anime ohne Untertitel verstehen.
- Manche leben in Japan. Zwar kann man im Land auch ohne Japanischkenntnisse zurechtkommen, aber es schränkt erheblich ein. Dank der Ticketautomaten mit englischen Menüs in vielen Bahnhöfen und Restaurants findest Du Dich zwar zurecht und bekommst etwas zu essen, doch bei kleineren Alltagsproblemen wirst Du ohne Japanisch schnell an Grenzen stoßen. Viele Japaner sprechen nur wenig Englisch und versuchen es aus Verlegenheit gar nicht erst.

Und Du? Was ist Dein Grund, Japanisch zu lernen?
Ist Japanisch schwer zu lernen?
Viele wollen Japanisch lernen, geben aber auf, nachdem sie gehört haben, dass die Sprache schwierig sei.
Stimmt das wirklich?
Das Foreign Service Institute der US-Regierung ordnet Japanisch für Englischsprachige in die schwerste Sprachgruppe ein. Bis zum beruflichen Arbeitsniveau veranschlagt es 88 Wochen, also rund 2.200 Unterrichtsstunden.
Das stimmt, aber treffender ist diese Formulierung: Japanisch ist nicht schwer zu lernen, aber schwer zu meistern.
Die größten Hürden beim Japanischlernen liegen in zwei Bereichen:
- Grammatik: Für Englischsprachige ist die japanische Grammatik schwierig, weil sie viele Regeln und Strukturen kennt, die es im Englischen nicht gibt.
- Kanji: Kanji ist eine vom Chinesischen abgeleitete Schrift. Jedes Zeichen hat sein eigenes Aussehen, seine eigene Aussprache und Bedeutung. Wer Japanisch flüssig lesen will, muss mindestens 2.000 Kanji auswendig lernen.
Für das Alltagsjapanisch spielen diese beiden Hürden aber kaum eine Rolle.
Partikeln, einer der verwirrendsten Teile der japanischen Grammatik, werden im lockeren Gespräch zum Beispiel oft weggelassen. Kanji musst Du nicht lesen können, wenn Du Dich auf Sprechen und Zuhören konzentrierst.
Davon abgesehen ist Japanisch eine unkomplizierte Sprache. Die Zeichen haben eine eindeutige Aussprache, viele Wörter tauchen in zahlreichen Situationen immer wieder auf, und auch einige englische Wörter stecken im Japanischen.
Ein weiterer Pluspunkt: Anders als beim Thailändischlernen ist Japanisch viel systematischer aufgebaut. Kurse und Lernmaterialien orientieren sich am JLPT, dem Japanese Language Proficiency Test, den wir im nächsten Abschnitt erklären.
Dazu gibt es Lernressourcen, die Du in anderen Sprachen kaum findest, zum Beispiel Manga und Anime.
Japanisch ist gar nicht so schwer, wie Du denkst. Du musst nur wissen, wo Du anfängst und wie Du richtig lernst.
JLPT
Der JLPT (Japanese Language Proficiency Test) ist der offizielle Japanisch-Sprachtest in Japan. Man kann sagen, dass jeder, der Japanisch lernt, ihn einmal ablegen sollte.

Es gibt fünf JLPT-Stufen: von N5, der Anfängerstufe, bis N1, der höchsten Stufe.
- Wer N4 und N5 besteht, versteht einfaches Japanisch. Im Alltag reicht das aber noch nicht wirklich aus.
- Mit N3 kannst Du Japanisch im Alltag schon in vielen Situationen einsetzen.
- Mit N2 sprichst Du ziemlich fließend. Es ist außerdem die Mindestvoraussetzung für Stellen mit Japanisch-Bezug.
- N1 ist nicht immer nötig. Wer diese Stufe schafft, spricht sehr fließend und versteht auch anspruchsvolle Texte und Gespräche.
Die vollständige Beschreibung jeder Stufe findest Du auf der offiziellen JLPT-Website.
Es gibt vor allem drei Gründe, den Japanese Language Proficiency Test abzulegen:
- Um das eigene Japanisch zu testen
- Um in Japan zu studieren
- Um in Japan Arbeit zu finden. Ohne JLPT-Zertifikat sind Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr begrenzt.
Der JLPT findet zweimal im Jahr statt, im Juli und im Dezember. 2026 sind die Termine der 5. Juli und der 6. Dezember. Prüfungsorte gibt es in vielen Städten. Hier findest Du eine Liste der Prüfungsorte weltweit.
Herausforderungen
Die größten Herausforderungen beim Japanischlernen sind Kanji, Satzbau, Verbkonjugation und Partikeln. Wer die Sprache meistern will, muss sie alle bewältigen.
Wenn Du Japanisch dagegen nur im Alltag nutzen willst, musst Du Dich mit vielen dieser Hürden gar nicht herumschlagen.
Schrift
Die erste Hürde für alle Japanischlernenden ist die Schrift.
Das Japanische kennt drei Schriftsysteme:
- Hiragana: Hiragana hat 46 Zeichen. Jedes Zeichen steht für einen Laut, hat aber keine eigene Bedeutung. Eine Bedeutung entsteht erst, wenn man mehrere Hiragana-Zeichen kombiniert. Mit Hiragana schreibt man Wörter, die ursprünglich japanisch sind.
- Katakana: Auch Katakana hat 46 Zeichen. Die Laute sind dieselben wie bei Hiragana, nur die Zeichen sehen anders aus.
- Katakana dient hauptsächlich für Wörter aus anderen Sprachen.
- Viele Japaner schreiben ihren Namen im Alltag in Katakana, weil das leichter zu lesen ist als Kanji.
- Heiratet eine Japanerin einen Ausländer und nimmt dessen Nachnamen an, wird dieser ebenfalls in Katakana geschrieben.
- Auch Spitznamen schreibt man häufig in Katakana.
- Kanji: Kanji sind im Grunde chinesische Schriftzeichen, die nur im geschriebenen Japanisch vorkommen.
- Jedes Kanji hat seine eigene Bedeutung und lässt sich mit anderen Kanji zu einer neuen Bedeutung kombinieren.
- Außerdem haben viele Kanji mehrere Lesungen. 日 zum Beispiel bedeutet „Tag“ und kann als „hi“, „nichi“, „jitsu“ oder „ka“ gelesen werden.
- Es gibt zwar über 47.000 Kanji, im Alltag werden aber nur rund 2.000 verwendet.
- Kanji sind für das geschriebene Japanisch entscheidend. Viele japanische Wörter klingen ähnlich, und die genaue Bedeutung erkennst Du erst an den Kanji, mit denen das Wort geschrieben ist.
Alle drei Systeme sind für Japanischlernende unverzichtbar.

Als Anfänger beginnst Du am besten mit Hiragana. Sie sind sehr einfach zu lernen, und mit etwas Übung sitzen alle innerhalb einer Woche. Danach folgt Katakana. Viele lernen Hiragana schnell, vernachlässigen dann aber Katakana, was die Lesefähigkeit dauerhaft bremst. Gib deshalb von Anfang an beiden Systemen gleich viel Aufmerksamkeit.
Jedes Hiragana- und Katakana-Zeichen hat eine feste Aussprache. Sobald Du sie beherrschst, sprichst Du japanische Wörter automatisch richtig aus.
Hinzu kommt, dass es im Japanischen nur fünf Vokale gibt: a, i, u, e und o. Du lernst sie ganz nebenbei mit Hiragana und Katakana, und die Aussprache fällt dadurch recht leicht.
Danach kommt Kanji an die Reihe, der schwierigste Teil des japanischen Schriftsystems.
Wie viele Kanji brauchst Du wirklich?
Die offizielle Liste der Kanji für den Alltagsgebrauch, die Jōyō-Kanji, umfasst 2.136 Zeichen. Sie ist der staatliche Standard für Zeitungen, amtliche Dokumente und den Schulunterricht und damit das realistische Ziel für flüssiges Lesen. (Stand: Oktober 2026.)
Du brauchst nicht alle gleich am ersten Tag. Eine sinnvolle Reihenfolge sieht so aus:
- Die ersten rund 100: Zahlen, Wochentage und die Zeichen auf Bahnhofs- und Ladenschildern.
- Die nächsten paar Hundert: die Kanji aus Deinem Lehrbuch und dem Wortschatz von JLPT N5 und N4.
- Der Rest der Jōyō-Liste: den arbeitest Du auf dem Weg zu N2 und N1 durch.
Lerne jedes Kanji in echten Wörtern, nicht einzeln. So bleiben Bedeutung und Lesung zusammen im Kopf.
Satzbau
Der japanische Satzbau unterscheidet sich vom Englischen.
- Im Englischen lautet die Satzstellung „Subjekt + Verb + Objekt“.
- Im Japanischen heißt es „Subjekt + Objekt + Verb“.
Wer „Ich liebe dich“ sagen will, sagt auf Japanisch also sinngemäß „Ich dich liebe“.
Auch bei der Beschreibung von Nomen ist die Wortstellung umgekehrt: Das Nomen, das Du näher beschreiben willst, steht ganz am Ende.
Für „ein Mann, der Nudeln isst“ sagst Du auf Japanisch also „Nudeln essender Mann“.
Verbkonjugation
Die Verbkonjugation ist ein weiterer zentraler Teil der japanischen Grammatik. So wie man im Englischen „-ed“ an ein Verb hängt, um die Vergangenheit auszudrücken, wandelt man auch im Japanischen die Verbform ab.
Es gibt im Japanischen sehr viele Konjugationsformen, und jede folgt eigenen Regeln.
„Essen“ heißt auf Japanisch zum Beispiel 食べる und lässt sich so abwandeln:
- 食べます, wenn Du es höflich sagen willst
- 食べた für die Vergangenheit
- 食べろ, wenn Du jemandem befiehlst, es zu essen
- 食べない für die Verneinung
- 食べれば für die Bedingungsform
- 食べられる, wenn Du sagen willst, dass Du es essen kannst
Du solltest unbedingt lernen, wie man alle Konjugationsformen verwendet, denn sie sind ein Schlüssel zum Verständnis des Japanischen.
Am besten verschaffst Du Dir mit Lehrbüchern oder einem Japanischkurs zunächst ein Grundverständnis der einzelnen Formen.
Danach kannst Du Podcasts oder Filme anhören. Wenn Du hörst, wie Japaner die Formen im Gespräch einsetzen, verstehst Du sie noch besser.
Partikeln
Partikeln gehören zu den verwirrendsten Teilen des Japanischen. Dabei handelt es sich um ein Hiragana-Zeichen oder eine kurze Wortgruppe, die zwischen die Wörter gesetzt wird, um sie miteinander zu verbinden.
Viele Partikeln haben keine eigene Bedeutung, zeigen aber die Funktion und die Richtung der japanischen Wörter an.
Zum Beispiel:
- は (wa) steht immer hinter dem Subjekt des Satzes
- に (ni) kennzeichnet Orte und Zeitpunkte
- を (wo) steht vor Verben
Manche Partikeln haben ähnliche Funktionen wie andere. Für Orte kannst Du zum Beispiel sowohl „に“ als auch „で“ verwenden. Der Unterschied: „で“ zeigt eine Handlung an, die an diesem Ort stattfindet.
Wikipedia hat eine Liste japanischer Partikeln und erklärt auch kurz, wie man sie verwendet.
Praktisch ist, dass man viele Partikeln im lockeren Japanisch weglässt. Beim Schreiben ist die richtige Partikel dagegen sehr wichtig.
Kurse
Ein Japanischkurs ist ein guter Einstieg. Er legt nicht nur ein solides Fundament, sondern ist auch ein effektiver Weg, fortgeschrittenes Japanisch zu lernen.
Es gibt zwar viel Lernmaterial, aber das meiste richtet sich an Anfänger. Material für Fortgeschrittene ist noch recht begrenzt.
Japanesepod101
JapanesePod101.com ist ein umfassender Onlinekurs für Japanisch. Die Kurse eignen sich für alle, die im Alltag Japanisch sprechen und verstehen wollen.

Als Onlinekurs lässt er Dich in Deinem eigenen Tempo lernen und trainiert alle Fertigkeiten gleichzeitig: Lesen, Hören, Schreiben und sogar Sprechen.
Auf JapanesePod101 gibt es Tausende Lektionen für vier Niveaus: absolute Anfänger, Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene.
Jede Lektion enthält Dialoge, Vokabeln und Grammatikerklärungen als Video, Audio und Lernnotizen, jeweils auf Japanisch und in Romaji (japanische Wörter in lateinischer Schrift).
Die Lernnotizen lassen sich als PDF herunterladen.
Als absoluter Anfänger kannst Du mit den Lektionen zum Schreiben von Hiragana und Katakana starten.
Wer schon etwas weiter ist, schaut sich die Lektionen der Mittelstufe an und lernt Japanisch anhand verschiedener Gespräche.
Wer den JLPT ablegen will, findet auf Japanesepod101.com außerdem Übungslektionen für N5 bis N2.

Japanesepod101.com bietet drei Tarife: 3,40 €/Monat (Basic), 8,50 €/Monat (Premium) und 19,55 €/Monat (Premium PLUS), jeweils bei einem 24-Monats-Abo.
Der Premium-Tarif für 8,50 € ist eine gute Wahl, weil er alles bietet, was Du zum Japanischlernen brauchst.
Der Premium-PLUS-Tarif für 19,55 € richtet sich an ambitionierte Lernende, die mit Lehrern von JapanesePod101 sprechen möchten.
Der Nachteil von JapanesePod101: Für Fortgeschrittene, die komplexe Gespräche verstehen oder den JLPT ab N2 ablegen wollen, ist es nicht geeignet.
Die Lektionen sind für diese Lernenden oft zu leicht.
Insgesamt ist JapanesePod101 ein guter Kurs für alle, die mit Japanisch anfangen und im Alltag sprechen wollen.
Außerdem ist er günstiger als andere Methoden: Du zahlst nur 8,50 € im Monat für unbegrenzte Stunden, während andere Methoden im Schnitt etwa 8,50 bis 17 € pro Stunde kosten.
Hier findest Du unseren Testbericht zu JapanesePod101.
Privatlehrer
Ein Privatlehrer ist ein weiterer guter Weg, Japanisch zu lernen. Das kann teuer sein, lohnt sich aber. Privatlehrer nehmen sich Zeit, Dein Japanisch gezielt zu verbessern.
Ein großer Vorteil, den andere Methoden nicht bieten: Ein Privatlehrer korrigiert Fehler und Aussprache sofort und erklärt Dir alles, was Du nicht verstehst, ausführlich.
Außerdem kannst Du Dein Japanisch im Gespräch mit Deinem Lehrer richtig anwenden, was Dich schnell und spürbar voranbringt.
Italki.com ist eine gute Adresse, um einen Online-Privatlehrer zu finden. Dort gibt es Hunderte Muttersprachler. Du kannst die Profile in Ruhe vergleichen und mit dem Lehrer, der Dir am sympathischsten ist, eine Probestunde machen.

Viele von ihnen sprechen gutes Englisch. Die Stundensätze liegen meist zwischen 8,50 und 25,50 €.
Die Wahl des richtigen Privatlehrers ist entscheidend. Vereinbare vor einem ganzen Kurs eine Probestunde. Viele Lehrer können zwar keine kostenlose Stunde anbieten, geben aber einen deutlichen Rabatt.
Wenn Du diesen Weg gehst, solltest Du mindestens eine Stunde pro Woche mit einem Privatlehrer lernen.
Beachte aber: Ein oder zwei Stunden pro Woche mit einem Privatlehrer bringen Dich nicht wesentlich weiter, wenn Du nicht auch selbst lernst.
Wenn Du dagegen ernsthaft auf eigene Faust lernst, macht schon eine Stunde pro Woche mit einem Lehrer einen großen Unterschied. Du kannst Japanisch sprechen, und Dein Lehrer zeigt Dir Deine Schwächen auf und verbessert Dein Japanisch insgesamt.
Sprachschulen
Wenn Du Budget und Zeit hast und es mit dem Japanischlernen ernst meinst, gehört ein Studium an einer Sprachschule in Japan zu den effektivsten Wegen.
Viele Menschen sprechen auf diese Weise innerhalb von ein bis zwei Jahren fließend Japanisch.
An einer Sprachschule in Japan lernst Du im Schnitt 4 Stunden pro Tag, also 20 Stunden pro Woche, ausschließlich Japanisch.

Es gibt Kurse für kurze und lange Zeiträume, von wenigen Wochen bis zu mehr als zwei Jahren.
Bei der Anmeldung musst Du einen Japanisch-Einstufungstest machen, damit Du in die passende Klasse kommst. Die Schüler stammen vor allem aus Südkorea, China und Hongkong und sind zwischen 20 und Ende 30 Jahre alt.
An diesen Schulen lernst Du nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur kennen, und Du kannst internationale Freundschaften schließen.
Das Leben in Japan bietet außerdem mehr Gelegenheiten, Dein Japanisch zu verbessern. Du kannst es im Alltag anwenden und hast Zugang zu weiteren Lernquellen wie japanischen Fernsehsendungen und Nachrichten. Wenn Du während des Studiums in Japan eine Wohnung mieten möchtest, wird das mit selbst einfachen Japanischkenntnissen deutlich leichter.
Sprachschulen gibt es in vielen Regionen Japans, darunter Tokio, Osaka und Sapporo. Manche bieten sogar Stipendien an.
Einige davon findest Du in diesem Verzeichnis japanischer Sprachschulen.
Sprachschulen sind allerdings ziemlich teuer.
Rechne mit etwa 150.000 Yen (1.190 €) bis 250.000 Yen (1.955 €) pro Monat. Davon gehen 50.000 Yen (391 €) bis 80.000 Yen (629 €) an die Sprachschule, der Rest ist für die Unterkunft.
Da Du nur etwa 20 Stunden pro Woche lernst, kannst Du dort auch jobben. Supermärkte und Convenience Stores sind beliebte Arbeitgeber. Der Mindestlohn liegt in jeder Präfektur inzwischen über 1.000 Yen pro Stunde, nämlich zwischen 1.023 und 1.226 Yen, mit mindestens so viel kannst Du also rechnen. (Stand: Oktober 2026.)
Falls Du nicht nach Japan fliegen kannst, schau Dir Japanischschulen in Deiner Stadt an. Die Japan Foundation ist ein guter Startpunkt: Sie bietet in vielen Ländern der Welt Sprachkurse an.
Nebenjob mit Studentenvisum
Wenn Du mit einem Studentenvisum nach Japan kommst, brauchst Du eine gesonderte Erlaubnis für einen Nebenjob. Sie heißt „Permission to Engage in Activity Other Than That Permitted“ und wird bei der Einwanderungsbehörde beantragt. (Stand: Oktober 2026.)
Mit der Erlaubnis gelten strenge Grenzen:
- Bis zu 28 Stunden pro Woche, solange Unterricht stattfindet.
- Bis zu 8 Stunden pro Tag (40 Stunden pro Woche) in den langen Frühjahrs-, Sommer- und Winterferien der Schule.
- Keinerlei Arbeit im Rotlicht- und Vergnügungsgewerbe, auch nicht innerhalb dieser Stunden.
Wer die Grenze überschreitet, riskiert sein Visum. Führe deshalb eine einfache Liste Deiner Schichten, falls Du mehrere Jobs hast.
Ressourcen
Das Schöne am Japanischlernen: Es gibt Ressourcen im Überfluss, und viele davon sind kostenlos. Du musst nur wissen, wo Du suchen musst.
Schauen wir uns an, was Du zum Japanischlernen nutzen kannst.
*Zu Online-Ressourcen lies unseren kompletten Leitfaden zum Japanischlernen im Internet.
Bücher
Bücher zum Japanischlernen sind meist nach JLPT-Stufen aufgebaut.
Minna no Nihongo ist eine der beliebtesten Buchreihen zum Japanischlernen. Sie besteht aus insgesamt vier Büchern: zwei für Anfänger (Shokyu 1-2 für JLPT N4-5) und zwei für die Mittelstufe (Chukyu 1-2 für JLPT N3).

Die Bücher sind in viele Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch.
Beachte, dass es in manchen Sprachen, etwa Thai, vier statt zwei Bände von Minna no Nihongo Shokyu geben kann.
Genki ist eine weitere empfehlenswerte Buchreihe. Für Anfänger (JLPT N4) gibt es hier aber nur zwei Bände.
Filme und Anime
Wenn Du gerne Filme schaust, ist Netflix eine gute Quelle.
Auf Netflix gibt es eine ganze Reihe japanischer Filme und Anime. Du kannst sie auf Japanisch mit englischen Untertiteln schauen, manche haben auch japanische Untertitel für Lernende ab der Mittelstufe.
Der große Vorteil japanischer Filme und Anime mit japanischen Untertiteln: Sie helfen überraschend gut dabei, sich häufig verwendete Kanji einzuprägen. Du siehst dasselbe Wort in vielen Situationen immer wieder, und das prägt es unbewusst ein.
Vielleicht verstehst Du die Bedeutung sogar, ohne zu wissen, wie man das Wort richtig ausspricht.
Der Schlüssel zum Japanischlernen mit Netflix ist die Wahl der richtigen Filme. Mit einem Krimi lernst Du zum Beispiel kaum Wörter für den Alltag.
Außerdem solltest Du Filme wählen, die Du Dir mehrmals ansehen kannst.
Terrace House ist eine gute Serie für den Einstieg. In dieser Reality-Show ohne Drehbuch leben sechs Japaner in einem gemeinsamen Haus. So erfährst Du, wie Japanisch wirklich gesprochen wird.

Die eigentliche Schwierigkeit beim Lernen mit Filmen: Es kostet viel Zeit, und man konzentriert sich leicht mehr auf die Handlung als aufs Japanisch.
Anime machen zwar Spaß, aber die Wörter in Anime unterscheiden sich oft von dem, was Japaner im Alltag tatsächlich sagen.
Wenn Du genauso sprichst wie im Anime, finden Japaner das womöglich komisch oder ziemlich unhöflich.
Manga
Japan ist das Land der Manga (Comics), mit Tausenden Titeln in allen Genres.
Beim Japanischlernen mit Manga helfen die Furigana, kleine Hiragana, die das Lesen der Kanji erleichtern. Außer in Lehrbüchern stehen Furigana normalerweise nur über schwierigen Kanji.
In Manga stehen sie dagegen über fast jedem Kanji, was sie zu einem weiteren guten Mittel macht, neue Kanji zu behalten.
Gebrauchtläden wie Book Off sind ideal, um günstig gebrauchte Manga zu kaufen. Sie sind deutlich billiger, die Auswahl ist groß, und die meisten sind noch in gutem Zustand.
Podcasts
Podcasts sind eine gute Möglichkeit, Japanisch zu lernen. Sie sind kostenlos, und Du kannst sie nebenbei hören, wenn Du etwas tust, das wenig Konzentration erfordert, etwa Sport, Spazierengehen, Pendeln oder Putzen.
Je mehr Du hörst, desto besser verstehst und sprichst Du Japanisch.
Podcasts empfehlen sich allerdings nur für Lernende, die schon eine Weile dabei sind und einige Grundwörter kennen. Als absoluter Anfänger greifst Du besser zu anderen Methoden.
Es gibt viele gute Podcasts für Japanischlernende, darunter:
Nihongo con Teppei
Nihongo con Teppei wird von einem gebürtigen Japaner namens Teppei aus Oita gemacht. Teppei Sensei (Sensei ist das japanische Wort für „Lehrer“) hat selbst mit Podcasts Spanisch und Englisch gelernt und beschlossen, einen für Japanischlernende zu machen.

Nihongo con Teppei eignet sich für Lernende auf mittlerem Niveau.
Teppei Sensei erzählt in seinen Podcasts, ganz auf Japanisch, von seinem Privatleben, seinen Erfahrungen und Geschichten. Alles ist ungeskriptet, sodass Du hörst, wie ein Muttersprachler ganz natürlich spricht.
Bei schwierigen Vokabeln erklärt er die Bedeutung entweder auf Japanisch oder auf Englisch.
Jede Folge dauert etwa 10 bis 12 Minuten. Inzwischen gibt es über 400 Folgen, und alle 2 bis 3 Tage kommt eine neue dazu.
Für Anfänger hat er außerdem einen zweiten Podcast-Kanal mit dem Titel „Nihongo con Teppei for beginners„.
Learn Japanese Pod
Learn Japanese Pod wird von Alex Brooke moderiert, einem Briten, der in Tokio lebt. Meist ist ein Japaner dabei, der fließend Englisch spricht.

Learn Japanese Pod beginnt in der Regel mit japanischen Gesprächen, bevor es im weiteren Verlauf der Folge Wort für Wort erklärt.
Neben Gesprächen und Vokabeln lernst Du in diesem Podcast viel über japanische Kultur und Traditionen. Für Anfänger ist er besser geeignet als Nihongo con Teppei, weil die Hauptsprache Englisch ist.
Für Lernende ab der Mittelstufe ist er dagegen eher weniger geeignet.
Eine Folge von Learn Japanese Pod ist mit durchschnittlich 50 Minuten ziemlich lang.
Spiele
Gute Nachrichten für Videospielfans: Du kannst mit Videospielen Japanisch lernen. Es gibt Lernspiele, die speziell fürs Japanischlernen gemacht sind, und ganz normale Spiele, von denen Du lernen kannst.
Learn Japanese to Survive Kanji Combat ist ein gutes Beispiel für ein Lernspiel. Die Idee ist simpel: Du lernst eine Reihe von Kanji und setzt sie ein, um Dein Abenteuer zu bestehen und Monster zu bekämpfen.
Unter den normalen Videospielen lohnt sich ein Blick auf die Tales-Reihe und die Dragon-Quest-Reihe. Beide Serien sind unterhaltsam und leicht verständlich.
Apps
Es gibt eine Reihe kostenloser und kostenpflichtiger Apps, die beim Japanischlernen helfen. Hier ein paar davon.
Duolingo
Duolingo ist eine der weltweit beliebtesten Apps zum Sprachenlernen. Japanisch gehört zum Angebot.
Die App ist interaktiv und enthält verschiedene Arten von Quizzen.

Sie führt Dich vom japanischen Schriftsystem über die Grundgrammatik bis zu Vokabeln für verschiedene Alltagssituationen.
Duolingo ist zwar kostenlos, aber pro Tag kannst Du nur eine begrenzte Menge lernen. Wer weitermachen möchte, muss einen der Tarife abonnieren.
Der Lernstil von Duolingo ist repetitiv: Du wiederholst dieselben Vokabeln und Grammatikregeln in immer neuen Situationen. Das ist eine gute Methode, passt aber nicht zu jedem, der schnelle Fortschritte erwartet.
Auf r/LearnJapanese lautet das gängige Urteil: Duolingo eignet sich gut, um Hiragana, Katakana und einen Grundwortschatz zu üben, aber die meisten Lernenden kommen damit nicht annähernd bis zur Sprachbeherrschung. Üblicherweise kombiniert man es mit einem eigenen Kanji-Tool wie WaniKani oder Anki, ergänzt Graded Readers oder Originalinhalte zum Eintauchen in die Sprache und bucht auf italki einen Tutor, sobald man wirklich sprechen möchte.
JLPT N4 & N5 Vocabulary – Play & Learn – Minano
JLPT N4 & N5 Vocabulary – Play & Learn – Minano ist eine gute App für alle, die mit Minna no Nihongo arbeiten. Sie enthält den Wortschatz aller 50 Kapitel.

Alle Vokabeln sind mit Audio und Bildern hinterlegt. Eine Autoscroll-Funktion lässt Dich neue Wörter lernen, ohne das Handy anzufassen.
Es gibt mehrere Quizformate, darunter Karteikarten, Audioquizze und Bilderquizze.
Die App enthält Werbung und ist komplett kostenlos.
Learn Japanese N5~N1 (JPro)
Learn Japanese N5~N1 (JPro) gehört zu den umfassendsten Apps zum Japanischlernen. Mit dieser einen App kannst Du Japanisch von N5 bis N1 lernen.

Sie bietet Vokabellisten, Kanji, Quizze, Beispielsätze, Lesetexte und Grammatik aus mehreren beliebten Japanisch-Lehrbüchern.
Du kannst außerdem eigene Quizze erstellen, und ein integriertes Wörterbuch ist ebenfalls dabei.
Die App ist zwar kostenlos, aber so voller Werbung, dass sie fast unbrauchbar ist. Um die Werbung zu entfernen, musst Du die Vollversion für 5,95 € kaufen.
KanjiSenpai
KanjiSenpai wird oft von Leuten empfohlen, die mehr Kanji lernen wollen.

Die App ist ein interaktives Quiz mit Audio. Die Kanji sind nach JLPT-Stufen von N5 bis N1 geordnet.
Um die App voll nutzen zu können, musst Du zusätzliche Audiopakete kaufen, im Schnitt für 2,55 € pro 600 Audiodateien.
Ein einfacher 3-Monats-Plan für absolute Anfänger
Wenn Du bei null anfängst, bringt Dich dieser Plan mit täglichem Lernen in etwa drei Monaten dahin, einfaches Japanisch zu lesen und simple Gespräche zu führen:
- Woche 1 bis 2: Lerne alle 46 Hiragana. Schreibe jedes Zeichen und sprich es laut aus.
- Woche 3 bis 4: Lerne alle 46 Katakana und übe dann, Lehnwörter wie コーヒー (Kaffee) auf Speisekarten und Schildern zu lesen.
- Monat 2: Starte mit einem Lehrbuch oder Kurs für Anfänger. Lerne das grundlegende Satzmuster, die wichtigsten Partikeln (は, を, に, で) und die höfliche ます-Form der Verben.
- Monat 3: Nimm die ersten 100 Kanji dazu, höre jeden Tag einen Podcast für Anfänger und buche eine wöchentliche Konversationsstunde bei einem Tutor.
Plane lieber täglich 30 Minuten ein als einmal pro Woche eine lange Sitzung. Wenn Du in Japan leben willst, zeigt unser Ratgeber Braucht man Japanisch, um in Japan zu leben?, in welchen Situationen es ohne Japanisch am schwierigsten wird.
Wie lernst Du schnell Japanisch sprechen?
Mit diesen Schritten lernst Du Japanisch schneller sprechen.
Belege Japanischkurse
Wenn Du es ernst meinst mit dem Japanischlernen, ist ein Japanischkurs ein guter Start. Er gibt Dir ein solides Sprachfundament, auf dem Du Deine Fähigkeiten weiter ausbauen kannst.
Mindestens sollte ein Japanischkurs Dir helfen, die Schriftzeichen zu merken und richtig auszusprechen und die grundlegenden Satzstrukturen zu verstehen. Außerdem vermittelt er Dir einen Grundwortschatz für den Alltag.
Es gibt viele verschiedene Kurse. Du kannst Dir zum Beispiel Onlinekurse wie JapanesePod101 ansehen: günstig und trotzdem umfassend, und Du lernst in Deinem eigenen Tempo.
Viele Onlinekurse bieten auch PDFs an. Mit ihnen kannst Du neue Wörter und Grammatikregeln nachlesen und lernen. Sobald Dein Fundament stabil genug ist, kannst Du Dich nach weiteren Ressourcen umsehen.
Schreibe regelmäßig Kanji
Schreiben ist ein toller Weg, sich Kanji zu merken. Beim Schreiben und Aussprechen prägst Du Dir ihr Aussehen ein.
Klang und Bild der Kanji setzen sich so nach und nach im Gedächtnis fest. Wichtig dabei: Schreibe ganze Wörter auf, nicht nur einzelne Zeichen.
Schreibe zum Beispiel „学校“ (Gakkō, Schule) auf und nicht „学“ und „校“ getrennt.
Jedes Kanji kann unterschiedlich gelesen werden, aber darauf musst Du am Anfang nicht viel Wert legen. Die Lesungen kommen von selbst, je mehr Wörter Du aufschreibst. Viele Lernende finden es wirksamer, Kanji über die Wörter zu lernen, in denen sie vorkommen, statt als isolierte Zeichen, denn so bleiben Bedeutung und Klang von Anfang an verbunden.
Wer es ernst meint, schreibt täglich meist 5 bis 10 neue Kanji-Wörter auf.
Lerne Grammatik
Grammatik hilft Dir enorm beim Verständnis des Japanischen, besonders bei Verbkonjugation und Partikeln.
Oft kennst Du jedes Wort eines japanischen Satzes und verstehst ihn trotzdem nicht. Dann fehlt Dir die Grammatik.
Manchmal findest Du ein Wort auch nicht im Wörterbuch. Das liegt daran, dass das Verb konjugiert ist und Du die Grundform nicht kennst.
Bücher sind ein guter Weg, japanische Grammatik zu lernen. Welche Bücher dafür infrage kommen, steht oben im Abschnitt über Bücher.
Höre mehr zu
Wenn Du flüssig Japanisch sprechen willst, solltest Du jeden Tag Zeit zum Zuhören einplanen. Das ist einfach und trotzdem wirksam.
Das kann japanische Musik auf dem Weg zur Arbeit sein, ein japanischer Podcast beim Sport oder ein Anime in der Pause.
Je mehr Japanisch Du hörst, desto leichter verstehst Du die Grammatik ganz von selbst. Oft versteht man sie aus dem Lehrbuch nämlich kaum.

Wenn Du aber genau die Grammatik hörst, die Du gerade gelernt hast, verstehst Du viel besser, wie Japaner sie wirklich verwenden.
Beim Wortschatz ist es genauso. Nur mit Karteikarten oder Lehrbüchern zu lernen, reicht meist nicht, und nach wenigen Tagen hast Du vieles wieder vergessen.
Wenn Du diese Wörter dagegen beim Zuhören immer wieder hörst, stuft Dein Gehirn sie als wichtig ein und merkt sie sich. Kurze tägliche Einheiten, selbst von 30 bis 35 Minuten, schlagen intensives Lernen an wenigen Tagen zuverlässig. Zuhören fest in den Alltag einzubauen ist deshalb wichtiger als die Gesamtstundenzahl pro Woche.
Wende es an
Japanisch nur zu lernen reicht nicht. Wenn Du flüssig sprechen willst, musst Du Gelegenheiten finden, es zu benutzen.
Das ist einer der Hauptgründe, warum man an einer Sprachschule in Japan so schnell flüssig wird.
Dort lebt man in Japan und kann ständig Japanisch anwenden, denn ohne Japanisch kommt man im Alltag nicht zurecht. Wenn Du kein Japanisch sprichst, wird zum Beispiel ein Krankenhausbesuch in Japan zur Herausforderung.
Wenn Du nicht in Japan lebst, kannst Du Dir einen Privatlehrer suchen und mit ihm Japanisch sprechen. Auf einer Website wie italki.com findest Du einen.
Bleib dran
Eine neue Sprache zu lernen ist wie ein Marathon: Wer langsam und stetig läuft, kommt ans Ziel. Nach ein paar Monaten beherrschst Du die Sprache noch nicht, das dauert Jahre.
Bleib dran. Selbst ein paar Minuten am Tag sind besser, als gar nicht zu lernen.
Jetzt bist Du dran
Auch wenn Japanisch vielen schwer erscheint, ist es machbar. Alles hängt von Deiner Einstellung ab.
Es gibt Millionen Menschen, die Japanisch als Zweit- oder Drittsprache sprechen. Du kannst dazugehören. Wenn Du einen Umzug nach Japan planst, ist Japanisch ein Muss.
Bleib also positiv, tauche in Japanisch ein, sei fleißig und gib nicht auf.
FAQ
Wie lange dauert es, Japanisch zu lernen?
Das US Foreign Service Institute schätzt, dass Englischsprachige etwa 88 Wochen bzw. 2.200 Unterrichtsstunden bis zum beruflichen Arbeitsniveau brauchen. Für ein Grundgespräch reichen oft schon einige Monate täglichen Lernens.
Was sollte ich auf Japanisch zuerst lernen?
Beginne mit Hiragana, dann Katakana. Beide haben 46 Grundzeichen und lassen sich in wenigen Wochen lernen. Damit kannst Du jedes in Kana geschriebene japanische Wort lesen und aussprechen.
Wie viele Kanji muss ich kennen?
Die offizielle Jōyō-Liste für den Alltagsgebrauch umfasst 2.136 Kanji. Den Alltag meisterst Du mit deutlich weniger, und die meisten Lernenden bauen sich auf dem Weg zu JLPT N2 und N1 bis zur vollständigen Liste auf.
Wann findet der JLPT statt?
Zweimal im Jahr, im Juli und im Dezember. 2026 sind die Termine der 5. Juli und der 6. Dezember.
Darf ich neben dem Japanischstudium in Japan arbeiten?
Ja, mit Genehmigung der Einwanderungsbehörde. Studierende dürfen während des Semesters bis zu 28 Stunden pro Woche und in den langen Schulferien bis zu 8 Stunden pro Tag arbeiten.
Reicht Duolingo, um Japanisch zu lernen?
Für Kana und Grundwortschatz ist es ein guter Anfang, aber die meisten brauchen zusätzlich einen Kurs, ein Kanji-Tool und echte Gesprächspraxis, um über die Anfängerstufe hinauszukommen.
Quellen
- US Department of State: Foreign Language Training: Japanisch in Kategorie IV, 88 Wochen bzw. 2.200 Unterrichtsstunden.
- Offizielle JLPT-Website: Prüfungstermine 2026 (5. Juli und 6. Dezember).
- National Diet Library: kanji lists: die Jōyō-Kanji-Liste von 2010 mit 2.136 Zeichen.
- Ministry of Health, Labour and Welfare: Mindestlöhne im Haushaltsjahr 2025, 1.023 bis 1.226 Yen pro Stunde.
- JASSO: Nebenjob-Grenzen für Studierende von 28 Stunden pro Woche und 8 Stunden pro Tag in den Ferien.
- Immigration Services Agency: Erlaubnis zur Ausübung nicht erlaubter Tätigkeiten.





