US-Steuern für H-1B-Visuminhaber: Leitfaden für Einsteiger

Einsteigerleitfaden zu US-Steuern für H-1B-Visuminhaber

Dieser Artikel benötigt etwa 31 Minuten Lesezeit. Gerade keine Zeit? Kein Problem. Schicken Sie sich die werbefreie Version per E-Mail und lesen Sie sie später.

loading image

Wusstest Du, dass Du als steuerlich Ansässiger in den USA dieselben Steuerpflichten hast wie US-Bürger?

Genau. Jedes Jahr fallen Bundeseinkommensteuern an, und je nach Wohnort kommen Steuern des Bundesstaats und der Kommune dazu. Besteuert wird außerdem nicht nur Dein Einkommen in den USA, sondern Dein gesamtes weltweites Einkommen.

Dieser Leitfaden bringt Licht in das verzwickte US-Steuersystem: Er zeigt, wann und wie Du Deine Steuererklärung abgibst, wie Du Steuern sparst und vor allem, wo Du Hilfe bekommst.

Denn mal ehrlich: Selbst die meisten eingebürgerten US-Amerikaner beauftragen einen Steuerberater oder nutzen einen Dienst wie TurboTax, um weniger Steuern zu zahlen oder eine höhere Rückerstattung zu bekommen.

Contents

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein H-1B-Visum?
  3. Welche Steuerpflichten haben H-1B-Inhaber?
    1. Bundeseinkommensteuer
    2. Sozialversicherungsbeiträge
    3. Einkommensteuer der Bundesstaaten
    4. Kommunale Steuern
  4. Wie viel Steuern zahlt ein H-1B-Beschäftigter bei 100.000 US$?
  5. Steuererklärung mit H-1B-Visum
    1. Welches Formular brauchst Du?
    2. Welche Unterlagen brauchst Du für die Steuererklärung?
    3. Steuerformulare ausfüllen
  6. Steuererklärung einreichen
    1. Per Post
    2. Elektronisch
      1. Free-File-Service
      2. Kostenpflichtige Steuersoftware
      3. Steuerdienstleister
  7. Abzüge
    1. Pauschalabzug (Standard Deduction)
    2. Einzelabzüge (Itemized Deductions)
      1. Medizinische und zahnärztliche Kosten
      2. Beiträge zur Pflegeversicherung
      3. Zinsaufwendungen
      4. Steuern
      5. Spenden an gemeinnützige Organisationen
      6. Unfall- und Diebstahlverluste
      7. Weitere Einzelabzüge
  8. Steuergutschriften
    1. Child Tax Credit (Kinderfreibetrag)
    2. Education Tax Credit (Bildungsgutschrift)
  9. Im Ausland verdientes Einkommen
  10. Was gilt im Jahr der Einreise oder Ausreise?
  11. Ausländische Bankkonten und Finanzkonten
  12. Wie werden Dividenden und Kapitalerträge besteuert?
  13. Was gilt, wenn Du in mehreren Bundesstaaten lebst?
  14. Steuern bei mehreren Jobs
  15. Fristverlängerung und Strafen bei verspäteter Abgabe
  16. So erreichst Du den IRS
  17. So kommst Du an die nötigen Steuerformulare
  18. Häufig gestellte Fragen
    1. Bekommen H-1B-Beschäftigte eine Steuerrückerstattung?
    2. Wie verhindere ich, dass mein Arbeitgeber zu viel einbehält?
    3. Brauche ich für die Steuererklärung mit H-1B eine ITIN?
    4. Kann ich im Einreisejahr gemeinsam veranlagt werden?
  19. Und jetzt Du
  20. Verwendete Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Als H-1B-Beschäftigter hast Du dieselben Steuerpflichten wie ein US-Bürger, sobald Du steuerlich als Ansässiger giltst.
  • Ansässige Ausländer (Resident Aliens) werden mit ihrem weltweiten Einkommen besteuert, nicht ansässige Ausländer (Non-Resident Aliens) nur mit ihrem Einkommen aus den USA.
  • Die meisten H-1B-Inhaber zahlen zwischen 20 und 37 Prozent ihres Einkommens an Bundes-, Staats- und Kommunalsteuern.
  • FICA (Social Security und Medicare) zahlst Du ab dem ersten Gehaltsscheck, eine Ausnahme wie für Studierende gibt es nicht.
  • Der Substantial-Presence-Test entscheidet, ob Du das Formular 1040 (ansässig) oder 1040NR (nicht ansässig) abgibst.
  • Abgabefrist ist der 15. April; als Ansässiger bietet sich Software wie TurboTax an, als Nicht-Ansässiger Sprintax.
  • Pauschalabzug, Child Tax Credit und Bildungsfreibeträge können Deine Steuerlast senken, sofern Du als Ansässiger giltst.
  • Hast Du Auslandskonten mit zusammen mehr als 10.000 US$, musst Du zusätzlich einen FBAR einreichen.

Was ist ein H-1B-Visum?

Das H-1B-Visum ist ein befristetes, an eine Beschäftigung geknüpftes Nichteinwanderungsvisum der U.S. Citizenship and Immigration Services (USCIS). Damit dürfen US-Arbeitgeber ausländische Fachkräfte vorübergehend für Tätigkeiten in Spezialberufen einstellen.

H-1B-Visa werden an qualifizierte Arbeitskräfte mit Spezialwissen vergeben, zum Beispiel in diesen Bereichen:

  • Medizin
  • Architektur
  • Buchhaltung
  • IT
  • Naturwissenschaften
  • Mathematik
  • Finanzwesen

Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass der Arbeitgeber die Stelle zuvor in den USA angeboten hat. Der Arbeitgeber beantragt das H-1B-Visum bei der USCIS, trägt sämtliche Visumgebühren und reicht im Namen des Bewerbers alle nötigen Unterlagen ein.

Ist der Antrag genehmigt, schickt der Arbeitgeber die Papiere an die ausländische Fachkraft, damit diese das H-1B-Visum in den Reisepass eintragen lassen kann.

Mit diesem Visum kannst Du drei Jahre lang in den USA leben und arbeiten, gesponsert von einem Arbeitgeber. Die ersten drei Jahre lassen sich um weitere drei Jahre verlängern.

Welche Steuerpflichten haben H-1B-Inhaber?

Einkommensteuer gehört zu den unvermeidlichen Dingen im Leben. Irgendwann müssen wir sie fast alle zahlen, und mit einem H-1B-Visum bist Du in den USA da nicht anders als alle anderen.

Du zahlst also Einkommensteuer auf Deinen Verdienst.

Wie viel Steuern auf Dich zukommen, hängt von mehreren Faktoren ab.

Je nach Einkommenshöhe gehen bei einem H-1B-Inhaber zwischen 20 und 37 Prozent des Arbeitseinkommens für Bundes-, Staats- und Kommunalsteuern drauf. Diese setzen sich zusammen aus der Bundeseinkommensteuer, den Sozialversicherungs- und Medicare-Beiträgen des Bundes (FICA) und, je nach Bundesstaat, womöglich einer Einkommensteuer des Staats und der Kommune.

Die Steuern zieht Dein Arbeitgeber direkt von Deinem Lohn ab.

Bundeseinkommensteuer

Wie viel Bundeseinkommensteuer am Ende fällig wird, hängt von Deinem zu versteuernden Jahreseinkommen ab.

Für das Steuerjahr 2025 reichen die Steuersätze je nach Gesamteinkommen von 10 bis 37 Prozent. Jeder Satz gilt für eine bestimmte Einkommensspanne, was auf den ersten Blick etwas unübersichtlich ist.

Für die Steuererklärung gibt es vier Veranlagungsarten:

  • Ledig (single)
  • Verheiratet, gemeinsame Veranlagung (married filing jointly)
  • Verheiratet, getrennte Veranlagung (married filing separately)
  • Haushaltsvorstand (head of household)

Am Beispiel der Einzelveranlagung als Lediger sehen die Steuersätze nach zu versteuerndem Einkommen so aus:

  • 0 bis 11.925 US$ – 10 Prozent
  • 11.926 bis 48.475 US$ – 12 Prozent
  • 48.476 bis 103.350 US$ – 22 Prozent
  • 103.351 bis 197.300 US$ – 24 Prozent
  • 197.301 bis 250.525 US$ – 32 Prozent
  • 250.526 bis 626.350 US$ – 35 Prozent
  • ab 626.351 US$ – 37 Prozent

Die meisten H-1B-Inhaber zahlen zwischen 20 und 35 Prozent ihres bereinigten zu versteuernden Bruttoeinkommens an Bundessteuern. Das bereinigte Einkommen ist das Gesamteinkommen abzüglich aller zulässigen Abzüge.

Advertisement

Für das Steuerjahr 2025 gelten für alle Steuerpflichtigen diese Pauschalabzüge (Standard Deduction):

  • Ledig oder verheiratet bei getrennter Veranlagung: 15.750 US$.
  • Verheiratet bei gemeinsamer Veranlagung oder Qualifying Widow(er): 31.500 US$.
  • Haushaltsvorstand: 23.625 US$.

Nehmen wir an, Du bist ledig und hast weltweit ein Bruttojahreseinkommen von 50.000 US$. Dann liegt Dein bereinigtes zu versteuerndes Einkommen bei 50.000 US$ – 15.750 US$ = 34.250 US$.

Damit landest Du im Steuersatz von 12 Prozent und zahlst rund 3.870 US$ Bundeseinkommensteuer. Weil Arbeitgeber die Einkommensteuer direkt vom Lohn einbehalten, wird meist zu viel abgezogen, und die Mehrheit der Steuerzahler bekommt vom IRS Geld zurück.

Beachte: Diese Beispiele gelten für H-1B-Inhaber, die als Resident Alien (steuerlich Ansässiger) besteuert werden.

Wirst Du als Non-Resident Alien eingestuft, wird nur das in den USA erzielte Einkommen besteuert, Abzüge kannst Du dann aber nicht geltend machen.

Sozialversicherungsbeiträge

Wer mit einem H-1B-Visum in den USA arbeitet, zahlt Sozialversicherungsbeiträge. Offiziell heißen sie Sozialversicherungs- und Medicare-Beiträge des Bundes (FICA) und bestehen aus zwei Teilen:

  • Social Security (Rentenversicherung)
  • Medicare

Der Social-Security-Satz beträgt 2026 insgesamt 12,4 Prozent und wird zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber geteilt. Du zahlst also 6,2 Prozent Deines Einkommens an die US-Sozialversicherung, und zwar bis zu einer Obergrenze von 184.500 US$.

Damit liegt der Höchstbetrag, den Du pro Jahr an Social Security zahlen kannst, bei 11.439,00 US$ (6,2 Prozent von 184.500 US$).

Die Einkommensobergrenze steigt jedes Jahr um etwa 3 bis 5 Prozent.

Zusätzlich zahlst Du weitere 1,45 Prozent Deines Einkommens für Medicare.

Viele neue H-1B-Beschäftigte trifft das unvorbereitet: FICA fällt schon ab dem allerersten Gehaltsscheck an. Studierende mit F-1- oder J-1-Visum sind in der Regel befreit, H-1B-Inhaber nicht. Rechne also nicht damit, dass diese Ausnahme beim Wechsel auf das H-1B-Visum weitergilt.

Einkommensteuer der Bundesstaaten

Von den 50 Bundesstaaten erheben 41 eine eigene Einkommensteuer, die ebenfalls vom Lohn abgezogen wird.

Die meisten Staaten arbeiten mit progressiven Steuersätzen. Wie hoch diese zusätzliche Einkommensteuer ausfällt, hängt vom Bundesstaat ab, in dem Du arbeitest; üblich sind bis zu 10 Prozent des Einkommens.

Eine vollständige Liste der Steuersätze der Bundesstaaten (auf Englisch) findest Du hier.

Auch diese Steuer behält Dein Arbeitgeber ein.

Kommunale Steuern

In manchen Städten und Gemeinden gibt es eine lokale Einkommensteuer, die zwischen 1 und 4 Prozent des Einkommens liegen kann.

Hat Deine Stadt eine solche Steuer, muss die Adresse auf allen Steuerformularen stimmen. Sonst zahlst Du womöglich die falsche Kommunalsteuer.

Im Bundesstaat Michigan zum Beispiel erheben 24 Städte eine Einkommensteuer von 1 Prozent auf Einwohner und 0,5 Prozent auf Nicht-Einwohner.

Vier Städte in Michigan weichen davon jedoch ab:

  • Grand Rapids – Einwohner 1,5 Prozent, Nicht-Einwohner 0,75 Prozent
  • Detroit – Einwohner 2,4 Prozent, Nicht-Einwohner 1,2 Prozent
  • Highland Park – Einwohner 2,0 Prozent, Nicht-Einwohner 1,0 Prozent
  • Saginaw – Einwohner 1,5 Prozent, Nicht-Einwohner 0,75 Prozent

Wie viel Steuern zahlt ein H-1B-Beschäftigter bei 100.000 US$?

Ein lediger H-1B-Beschäftigter, der als Resident Alien gilt, zahlt auf 100.000 US$ Lohn rund 21.100 US$ Bundeseinkommensteuer und FICA. Das sind etwa 21 % des Gehalts, noch vor Steuern des Bundesstaats oder der Stadt. (Stand: Oktober 2026.)

PostenSo funktioniert esBetrag
LohnDein Bruttogehalt laut W-2100.000 US$
PauschalabzugSteuerjahr 2025, Alleinstehende15.750 US$
Zu versteuerndes EinkommenLohn minus Abzug84.250 US$
Bundeseinkommensteuer10 % auf die ersten 11.925 US$, 12 % auf die nächsten 36.550 US$, 22 % auf die letzten 35.775 US$13.449 US$
Social Security6,2 % des Lohns6.200 US$
Medicare1,45 % des Lohns1.450 US$
GesamtBundeseinkommensteuer plus FICA21.099 US$
Bundessteuern auf 100.000 US$ Lohn, Alleinstehender mit Resident-Alien-Status, Steuerjahr 2025 (Stand: Oktober 2026)

Die Steuersätze greifen stufenweise. Die 22 % zahlst Du nur auf den Teil des Einkommens oberhalb von 48.475 US$, nicht auf die gesamten 84.250 US$. Obwohl Du also in der 22-%-Stufe landest, macht die Bundeseinkommensteuer nur etwa 13 % Deines Gehalts aus.

Dein Arbeitgeber behält all das bei jeder Gehaltsabrechnung ein. FICA ist ein fester Satz, die Einbehaltung der Einkommensteuer richtet sich dagegen nach dem Formular W-4, das Du abgibst. Vergleiche deshalb Deine erste Abrechnung mit der Tabelle.

Non-Resident Alien? Dann kannst Du den Pauschalabzug nicht nutzen (die einzige Ausnahme gilt für bestimmte Studierende und Business-Apprentices aus Indien), und die vollen 100.000 US$ sind steuerpflichtig. Die Bundeseinkommensteuer beträgt dann 16.914 US$ statt 13.449 US$.

Steuererklärung mit H-1B-Visum

Das Steuerjahr endet am 31. Dezember, und die Steuererklärung muss bis zum 15. April des Folgejahres eingereicht werden. Das US-Steuersystem kennt zahlreiche Formulare, daher kommt es darauf an, die richtigen zu verwenden.

Ein H-1B-Inhaber wird steuerlich anhand des jährlichen Substantial-Presence-Tests entweder als Resident Alien oder als Non-Resident Alien eingestuft.

Besprechung
Als Resident Alien in den USA hast Du dieselben Steuerpflichten wie US-Bürger. Das heißt: Dein weltweites Einkommen wird besteuert.

Resident Aliens werden wie US-Bürger behandelt und mit ihrem weltweiten Einkommen besteuert.

Non-Resident Aliens dagegen zahlen nur Steuern auf Einkünfte aus US-Quellen.

Hast Du Deinen Status geklärt, brauchst Du für die Steuererklärung beim IRS das passende Formular: entweder 1040 oder 1040NR.

Welches Formular brauchst Du?

US-Bürger, Inhaber einer Green Card und Resident Aliens reichen ihre Steuererklärung mit Formular 1040 ein. Anzugeben ist das gesamte Einkommen, nicht nur das aus US-Quellen, sondern aus allen Quellen weltweit.

Non-Resident Aliens müssen Formular 1040NR (Income Tax Return for a U.S. Non-resident Alien) verwenden.

Anders als bei Resident Aliens wird hier nur das Einkommen aus US-Quellen erfasst und besteuert, das im Laufe des Jahres zugeflossen ist.

Welche Unterlagen brauchst Du für die Steuererklärung?

Lade zuerst das richtige Formular von der IRS-Website herunter.

Du brauchst die Social-Security-Nummern und Geburtsdaten von Dir, Deinem Ehepartner und allen Angehörigen (falls zutreffend).

Ohne diese Angaben kann der IRS Dich nicht zuordnen und weiß nicht, welche Einkünfte in Deiner Steuererklärung zu versteuern sind.

Danach stellst Du folgende Unterlagen zusammen:

  • W-2-Formular Deines Arbeitgebers
  • Alle erhaltenen 1099-Formulare (-DIV, -INT, -NEC usw.)
  • Gezahlte Hypothekenzinsen – Formular 1098
  • Gezahlte Grundsteuern
  • Gezahlte Steuern des Bundesstaats und der Kommune
  • Gezahlte Steuern auf persönliches Eigentum

Hast Du alle Unterlagen von Arbeitgeber, Banken, Hypothekengebern, Grundsteuerbehörden und allen anderen Stellen beisammen, an die Du Steuern oder Zahlungen geleistet hast, kann es mit der Steuererklärung losgehen.

Steuerformulare ausfüllen

Das heruntergeladene Formular ist ein ausfüllbares PDF. Wenn Du Feld für Feld ausfüllst, sollte die Steuererklärung keine großen Schwierigkeiten machen.

Das Formular 1040 (U.S. Individual Income Tax Return) ist recht unkompliziert: Du füllst einfach jedes zutreffende Feld aus.

Je nach Situation kannst Du entweder den Pauschalabzug nehmen oder Deine Abzüge einzeln aufführen (Itemized Deductions), je nachdem, welche Variante den höheren Abzug bringt.

Die Einzelaufstellung kann ziemlich aufwendig sein, weil bestimmte Regeln und Formeln einzuhalten sind.

Advertisement

Ein wesentlicher Unterschied zwischen 1040NR und 1040: Non-Resident Aliens können keinen Pauschalabzug geltend machen, abgesehen von bestimmten Einwohnern Indiens.

Einzelne Abzüge (Itemized Deductions) dürfen sie aber ansetzen, um ihr zu versteuerndes Einkommen zu senken.

Beim Formular 1040NR (U.S. Nonresident Alien Tax Return) stehen weniger Veranlagungsarten zur Auswahl als beim Formular 1040.

Ein Non-Resident Alien kann nur als Lediger, als verheiratet bei getrennter Veranlagung oder als Qualifying Widow(er) veranlagt werden.

Selbst wenn Du verheiratet bist, reichst Du praktisch als Lediger ein, und Dein Ehepartner muss eine eigene Steuererklärung abgeben.

Steuererklärung einreichen

Wenn Du Deine Steuererklärung selbst machen willst, kannst Du sie per Post oder elektronisch einreichen.

Per Post

Auf dem Postweg schickst Du die ausgefüllten Formulare an das IRS-Büro Deines Bundesstaats. Schuldest Du Steuern und legst keine Zahlung bei, musst Du die Unterlagen unter Umständen stattdessen an ein Büro des Finanzministeriums (Department of the Treasury) senden.

Die Adresse findest Du auf der IRS-Website.

Die Abgabe per Post verliert an Beliebtheit, denn sie ist umständlicher als die elektronische Variante, und die Rückerstattung dauert länger, besonders seit der COVID-19-Pandemie.

Elektronisch

Elektronisch kannst Du Deine Steuererklärung über Steuersoftware-Websites einreichen, die mit dem IRS zusammenarbeiten.

Free-File-Service

Der IRS bietet einen kostenlosen Dienst an, mit dem Du Deine Steuererklärung über Websites von Steuersoftware-Anbietern kostenlos ausfüllen und online einreichen kannst.

Je nach Einkommen gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Das Free-File-Programm ist für Personen mit einem bereinigten Bruttoeinkommen (AGI) unter 89.000 US$. Hier führt Dich die Software durch den Vorgang und übernimmt alle Berechnungen.

2. Die Free File Fillable Forms sind für Personen mit einem AGI über 89.000 US$. Dabei musst Du wissen, wie das Formular auszufüllen ist, denn die Software bietet nur einfache Berechnungen.

TurboTax-Logo
Viele steuerlich in den USA Ansässige reichen ihre Erklärung elektronisch über Steuersoftware wie TurboTax ein.

Einen Anbieter, der am Free-File-Programm teilnimmt, kannst Du auf der IRS-Website auswählen.

Beachte, dass das Free-File-Programm meist nur für die Bundessteuererklärung gilt.

Wählst Du diese Option, musst Du die Steuererklärung für Deinen Bundesstaat eventuell separat per Post einreichen, da viele Anbieter keine eigenständige Software für die Staatssteuer anbieten.

Kostenpflichtige Steuersoftware

Mit kostenpflichtiger Steuersoftware erledigst Du Bundes-, Staats- und Kommunalsteuern in einem Rutsch.

Die Software führt Dich mit Fragen und Antworten durch die Erklärung und macht das Ausfüllen so einfach wie möglich.

In jedem Schritt gleicht das Programm Deine Angaben mit branchenüblichen Standards ab und schlägt bei Bedarf Korrekturen vor.

TurboTax gehört zu den beliebtesten Programmen, um Steuererklärungen vorzubereiten und einzureichen. In unserem TurboTax-Test erfährst Du, ob es zu Dir passt. Du kannst die Erklärung online ausfüllen oder die Software auf Deinem Computer installieren.

Meist gibt es vier Pakete:

  • Basic: für alle, die nur Einkünfte aus Arbeit haben und keine Einzelabzüge geltend machen.
  • Deluxe: für alle, die ihre Abzüge ausschöpfen wollen, etwa für Hypothek und Grundsteuer.
  • Premier: für alle mit mehreren Einkommensquellen, auch aus Geldanlagen und Mietobjekten.
  • Self-employed/Home and Business: für alle, die ein Formular 1099-NEC erhalten.

Wenn Du Deine Erklärung nicht selbst machen möchtest, kannst Du gegen Aufpreis einen TurboTax-Experten beauftragen.

Sind alle Angaben eingetragen, prüft TurboTax die Erklärung auf Fehler und weist Dich auf nötige Korrekturen hin.

Stimmt alles, reichst Du die Bundessteuererklärung online ein oder druckst sie aus und schickst sie per Post an den IRS.

Die übrigen TurboTax-Produkte kosten je nach Komplexität der Erklärung unterschiedlich viel, und der Preis gilt nur für die Bundessteuererklärung. Die Erklärung für den Bundesstaat kommt als Zusatz dazu.

HINWEIS: TurboTax unterstützt keine 1040-NR-Erklärungen für Non-Residents. Das Programm erstellt nur Erklärungen für US-Bürger und Resident Aliens.

Bist Du Non-Resident, kannst Du stattdessen Sprintax nutzen.

Steuerdienstleister

Eine weitere Möglichkeit ist ein Steuerdienstleister, der Deine Steuererklärung elektronisch für Dich einreicht.

Diese Unternehmen verlangen für ihre Arbeit eine Gebühr. Das lohnt sich, wenn Du sichergehen willst, dass die Erklärung korrekt ist. Sie helfen auch bei verspäteten Steuerzahlungen.

Einen Blick wert ist 1040abroad. Der Dienst unterstützt US-Bürger und Einwanderer bei der Steuererklärung in den USA.

Abzüge

H-1B-Inhaber in den USA wissen oft nicht genau, welche Abzüge und Steuergutschriften sie in ihrer Steuererklärung geltend machen können.

Wer die möglichen Abzüge kennt, kann seine Steuerschuld womöglich senken und die Rückerstattung erhöhen.

Du kannst nur entweder den Pauschalabzug oder die Einzelabzüge wählen. Rechne sorgfältig nach und nimm die Variante mit dem höheren Abzug.

Pauschalabzug (Standard Deduction)

  • Ledig: Pauschalabzug von 16.100 US$
  • Verheiratet, gemeinsame Veranlagung: Pauschalabzug von 32.200 US$
  • Verheiratet, getrennte Veranlagung: Pauschalabzug von 16.100 US$
  • Haushaltsvorstand: Pauschalabzug von 24.150 US$
  • Qualifying Widower: Pauschalabzug von 32.200 US$

Die Pauschalabzüge, wie oben aufgeführt, gelten für das Steuerjahr 2026 und nur für H-1B-Inhaber, die steuerlich als Resident Aliens behandelt werden.

Non-Resident Aliens können keinen Pauschalabzug nutzen und müssen sich für die Veranlagung als Lediger, als verheiratet bei getrennter Veranlagung oder als Qualifying Widow(er) entscheiden.

Einzelabzüge (Itemized Deductions)

Statt des Pauschalabzugs kannst Du Einzelabzüge wählen, um Dein zu versteuerndes Einkommen zu senken.

Dafür muss Deiner Steuererklärung ein zusätzliches Formular beiliegen.

Das Formular dafür ist IRS Schedule A. Es enthält mehrere Hauptkategorien absetzbarer Posten.

Beachte, dass manche Bundesstaaten keine Einzelabzüge zulassen. Informiere Dich deshalb über die Regeln Deines Staats.

Medizinische und zahnärztliche Kosten

Auf den ersten Blick wirkt das wie ein ideales Mittel, um Steuern zu sparen. Tatsächlich sind die Hürden aber am höchsten und die Voraussetzungen am teuersten.

Medizinische Kosten, die Deine Krankenversicherung nicht übernimmt, darfst Du abziehen, soweit sie 7,5 Prozent Deines bereinigten Bruttoeinkommens (AGI) übersteigen.

Kosten für medizinische Behandlungen
Der Abzug für Krankheitskosten lohnt sich, wenn die Behandlung teuer war und Du sie selbst bezahlt hast.

Entscheidend ist das Wort „übersteigen“. Liegt Dein AGI bei 30.000 US$, musst Du mehr als 2.250 US$ für medizinische Leistungen ausgegeben haben, um den Abzug zu nutzen.

Betragen Deine Arztrechnungen zum Beispiel 4.000 US$, kannst Du nur 1.750 US$ abziehen, nicht den vollen Betrag.

Beiträge zur Pflegeversicherung

Beiträge zu qualifizierten Pflegeversicherungen zählen zu den medizinischen Kosten, allerdings nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen. Es gilt dieselbe Regel von 7,5 Prozent des AGI wie bei den übrigen Krankheitskosten.

Zinsaufwendungen

Zinsen für Hypotheken und bestimmte Kredite auf den Immobilienwert (Home-Equity-Loans) kannst Du abziehen.

Die Hypothekengeber stellen ein Formular 1098 aus, aus dem hervorgeht, wie viele absetzbare Zinsen Du im Jahr gezahlt hast.

Steuern

Absetzbar sind Grundsteuern sowie die im vorherigen Steuerjahr veranlagten Steuern des Bundesstaats und der Kommune, insgesamt aber nur bis zu einer Obergrenze von 40.000 US$.

(H-1B-Inhaber dürfen keine Grundsteuern für Immobilien absetzen, die sie außerhalb der USA besitzen.)

Spenden an gemeinnützige Organisationen

Spenden an gemeinnützige Organisationen sind absetzbar, aber nur begrenzt.

Bargeldspenden dürfen 60 Prozent Deines AGI nicht übersteigen. Für andere Spenden gilt je nach Art der Spende und Empfänger eine Grenze von 50, 30 oder 20 Prozent des AGI.

Unfall- und Diebstahlverluste

Unfall- und Diebstahlverluste nach einer bundesweit erklärten Katastrophe kannst Du geltend machen, aber nur den Teil, der 10 Prozent Deines AGI übersteigt.

Weitere Einzelabzüge

Alle übrigen Abzüge müssen in den Anleitungen zum Schedule A aufgeführt sein. Steht ein Abzug dort nicht, kannst Du ihn nicht ansetzen.

Health Savings Account

Geld auf einem Health Savings Account (HSA) senkt Deine Einkommensteuer, allerdings muss es sich um einen Krankenversicherungsplan mit hohem Selbstbehalt handeln.

Beteiligt sich Dein Arbeitgeber an dem Plan, sind seine Beiträge nicht absetzbar.

401(k)-Beiträge

Bietet Dein Arbeitgeber einen 401(k)-Plan an, sind Deine Einzahlungen in einen qualifizierten Plan steuerfrei. Sie werden von Deinem zu versteuernden Einkommen abgezogen und senken so Deine Einkommensteuer.

Steuergutschriften

Neben den Abzügen kannst Du Deine Steuerlast in den USA durch Steuergutschriften (Tax Credits) deutlich senken oder die Rückerstattung erhöhen.

Gutschriften unterscheiden sich von Abzügen: Sie verringern die zu zahlende Steuer direkt, Dollar für Dollar.

Bei einer Gutschrift von 2.000 US$ zahlst Du also 2.000 US$ weniger Steuern. Die folgenden Gutschriften gelten im Allgemeinen für Resident Aliens.

Schauen wir uns die zwei gängigsten Steuergutschriften für H-1B-Inhaber an.

Child Tax Credit (Kinderfreibetrag)

Der Child Tax Credit beträgt grundsätzlich bis zu 2.200 US$ pro Kind. Voraussetzung ist, dass das Kind als Angehöriger gilt, in den USA den Status eines Resident Alien hat und mindestens 183 Tage im Jahr bei Dir lebt.

Die Gutschrift gibt es für leibliche und adoptierte Kinder unter 17 Jahren.

Wie hoch sie ausfällt, hängt vor allem von Deinem Bruttoeinkommen und vom Alter Deines Kindes ab.

Der Child Tax Credit ist kompliziert. Je nach Deiner Situation, der Situation Deines Angehörigen und den geltenden US-Vorschriften ist er nicht erstattungsfähig, teilweise oder voll erstattungsfähig.

Auch die Regeln dazu ändern sich jedes Jahr.

Der IRS bietet eine interaktive Steuerhilfe (auf Englisch), mit der Du prüfen kannst, ob Du Anspruch auf den Child Tax Credit hast und wie hoch er ausfällt.

Education Tax Credit (Bildungsgutschrift)

Du kannst bis zu 2.000 US$ als nicht erstattungsfähige Bildungsgutschrift erhalten, wenn Dein Bruttoeinkommen als Lediger unter 80.000 US$ und als Verheirateter unter 160.000 US$ liegt.

Anspruch hat, wer gerade ein Bachelor-, Master- oder berufsqualifizierendes Studium absolviert.

Berechnet wird die Gutschrift aus 20 Prozent der ersten 10.000 US$ an Ausbildungskosten, einschließlich Studiengebühren, Büchern und Lernmaterial.

Die Gutschrift steht Dir, Deinem Ehepartner und Deinen Angehörigen zu.

Mehr dazu findest Du auf der IRS-Website.

Im Ausland verdientes Einkommen

Jeder H-1B-Inhaber, der steuerlich als Resident Alien gilt, muss sein gesamtes Erwerbseinkommen angeben, gleich woher es stammt, und außerdem Auslandskonten und Vermögenswerte melden.

Zahlt ein Resident Alien auf Einkommen auch im Ausland Steuern, kann er unter Umständen ausländische Steuern anrechnen lassen.

Ein Finanzberater mit Kenntnissen im internationalen Steuerrecht sollte dafür sorgen, dass alle Einkünfte angegeben und alle Gutschriften genutzt werden.

Wird der H-1B-Inhaber als Non-Resident Alien behandelt, unterliegt sein im Ausland verdientes Einkommen nicht der Einkommensteuer.

Als Non-Resident Alien wirst Du also nur auf Einkünfte aus den USA besteuert, während Resident Aliens wie US-Bürger mit ihrem weltweiten Einkommen veranlagt werden.

Als Non-Resident Alien mit H-1B-Visum wird Dein Einkommen von einem US-Arbeitgeber mit denselben Sätzen besteuert wie bei US-Bürgern. Du musst Dein Formular 1040NR abgeben, kannst aber anders als US-Bürger nicht dieselben Abzüge geltend machen.

Ein H-1B-Inhaber mit Resident-Alien-Status reicht das Formular 1040 ein und kann Abzüge ansetzen, muss aber sein gesamtes Einkommen angeben, egal woher es kommt, und es wird versteuert.

Laut IRS dient der Substantial Presence Test dazu, zu bestimmen, ob eine Person, die weder US-Bürger noch Inhaber einer Green Card ist, steuerlich als Ansässiger oder als Nicht-Ansässiger zu behandeln ist.

Einfach gesagt giltst Du steuerlich als ansässig, wenn Du im laufenden Jahr mindestens 31 Tage in den USA warst und in den letzten drei Jahren zusammen auf mindestens 183 Tage kommst. Dabei zählen alle Tage des laufenden Jahres, ein Drittel der Tage des Vorjahres und ein Sechstel der Tage des Jahres davor.

Was gilt im Jahr der Einreise oder Ausreise?

Du kannst einen Teil des Jahres Non-Resident Alien und den Rest des Jahres Resident Alien sein. Der IRS spricht dann von einem Dual-Status-Jahr, und das kommt meist im Jahr vor, in dem Du in die USA ziehst oder sie verlässt. (Stand: Oktober 2026.)

Nehmen wir jemanden, der zuvor noch nie in den USA war. Bei einer Einreise am 1. Juli sind es in diesem Jahr 184 Tage in den USA, der Substantial Presence Test ist also erfüllt. Bei einer Einreise am 1. Oktober sind es 92 Tage, der Test ist nicht erfüllt.

  • Wenn Du den Test erfüllst: Deine Ansässigkeit beginnt am ersten Tag, an dem Du in diesem Jahr in den USA bist. Davor giltst Du als Non-Resident Alien.
  • Wenn Du ihn verfehlst: Dann bleibst Du für das ganze Jahr Non-Resident Alien. Erfüllst Du den Test im Folgejahr, kannst Du unter Umständen für einen Teil des ersten Jahres die Behandlung als Resident wählen. Dafür brauchst Du mindestens 31 Tage am Stück in den USA. Außerdem musst Du von Beginn dieses Zeitraums bis zum 31. Dezember an 75 % der Tage dort gewesen sein.
  • Studientage zählen nicht: Tage, die Du als Student mit F-, J-, M- oder Q-Visum und im Einklang mit den Visumsregeln in den USA verbringst, gelten als befreite Tage. Legst Du sie bei der Zählung nicht mit an, füge das Formular 8843 bei.
  • Was Du im Dual-Status-Jahr verlierst: keinen Pauschalabzug (Einzelabzüge sind möglich), keine gemeinsame Veranlagung und keinen Haushaltsvorstand-Tarif.
  • Welches Formular Du abgibst: Bist Du am 31. Dezember in den USA ansässig, reichst Du das Formular 1040 ein und schreibst „Dual Status Return“ darauf. Für den Zeitraum als Non-Resident fügst Du eine Erklärung bei (das Formular 1040-NR eignet sich dafür). Verlässt Du die USA und bist am 31. Dezember nicht ansässig, gibst Du stattdessen das Formular 1040-NR ab.

Solche Erklärungen sind knifflig. Sieht Dein Einreisejahr so aus, lohnt sich die Frage an einen Steuerberater, der Erfahrung mit Erklärungen von Non-Residents hat.

Ausländische Bankkonten und Finanzkonten

Resident Aliens in den USA, auch H-1B-Inhaber, müssen vor dem 15. April oder dem 15. Oktober (mit automatischer Verlängerung) eine Meldung über ausländische Bank- und Finanzkonten (FBAR) einreichen, wenn der Gesamtwert ihrer Auslandskonten 10.000 US$ übersteigt.

Wechselkurse kannst Du auf der Website des Department of the Treasury vergleichen.

Keinen FBAR musst Du abgeben, wenn die ausländische Bank einer staatlichen Einrichtung gehört oder im Besitz einer internationalen Finanzinstitution ist.

Reichst Du ihn nicht ein, drohen jedoch zivil- oder strafrechtliche Sanktionen durch das Financial Crimes Enforcement Network.

Wie werden Dividenden und Kapitalerträge besteuert?

Ein Non-Resident Alien, der andere Zahlungen als Arbeitseinkommen erhält, etwa Mieten, Dividenden, Lizenzgebühren, Zinsen oder sonstige Vergütungen für selbstständige Tätigkeit, zahlt darauf 30 Prozent Bundeseinkommensteuer.

Der Satz lässt sich unter Umständen senken, wenn das Land, aus dem die Zahlungen stammen, mit den USA ein Doppelbesteuerungsabkommen hat.

Solche Zahlungen sind dem IRS auf Formular 1042 oder 1042-S zu melden.

Einkommen aus Aktiendividenden
Dein weltweites Einkommen aus Kapitalanlagen unterliegt der US-Steuer.

Ist der H-1B-Inhaber ein Resident Alien, unterliegen Zahlungen, die nicht zum Lohn gehören (wie Mieten, Dividenden, Lizenzgebühren, Zinsen oder sonstige Vergütungen für selbstständige Tätigkeit), keiner Quellensteuer.

Du musst sie trotzdem genauso und zu denselben Sätzen versteuern wie US-Bürger, also mit 0, 15 oder 20 Prozent, je nach Einkommen.

Als H-1B-Inhaber musst Du dem Zahlungsempfänger Deine US-Steuer-ID (TIN) mitteilen. Sonst wird auf diese Zahlungen eine Ersatzquellensteuer (Backup Withholding) von 24 Prozent erhoben.

Der Zahler meldet diese Zahlungen dem IRS über die Formulare der 1099-Reihe (zum Beispiel 1099-DIV für Dividenden und 1099-INT für Zinsen) und, falls Backup Withholding anfällt, über Formular 945.

Was gilt, wenn Du in mehreren Bundesstaaten lebst?

Lebst oder arbeitest Du in mehreren Bundesstaaten, wird es schnell kompliziert.

Vermutlich musst Du in allen Staaten, in denen Du im Lauf des Jahres gelebt hast, Steuern zahlen und Erklärungen abgeben. Welche Steuer anfällt, hängt von Deinem Status ab: Du bist entweder Part-Year Resident (zeitweise ansässig) oder Nonresident (nicht ansässig).

Zeitweise Ansässige zahlen in der Regel alle Arten von Einkommensteuer für die Zeit, in der sie in dem Staat gelebt haben, Nicht-Ansässige dagegen nur Einkommensteuer auf Löhne.

Auf der Website jedes Bundesstaats gibt es eine eigene Seite für zeitweise Ansässige und Nicht-Ansässige. Am besten prüfst Du die Anforderungen Deines Staats bzw. Deiner Staaten einzeln.

Wenn Du in mehreren Staaten arbeitest und lebst, lohnt sich vielleicht ein Gespräch mit einem Steuerberater von TurboTax.

Steuern bei mehreren Jobs

Mehrere Jobs gleichzeitig mit einem H-1B-Visum sind nicht so einfach, wie man denkt.

Nach dem US-Gesetz zur Einwanderungsreform und -kontrolle (Immigration Reform & Control Act) müssen alle neuen Beschäftigten nachweisen, dass sie in den USA arbeiten dürfen.

H-1B-Inhaber sind für den Arbeitgeber zugelassen, der das Visum für sie beantragt hat. Alle Visumunterlagen nennen sowohl den Namen des Beschäftigten als auch den des Arbeitgebers.

Obwohl Dein Arbeitgeber das Visum beantragt, die Genehmigung erhalten und Dich anschließend eingestellt hat, werden Identitäts- und Arbeitserlaubnisnachweise unter Umständen kopiert und aufbewahrt.

Dein Reisepass enthält das H-1B-Visum, und mit dem H-1B-Genehmigungsbescheid (Formular I-797) kannst Du nachweisen, dass Du in den USA legal arbeiten darfst.

Für mehrere Jobs bräuchtest Du denselben Nachweis, doch Deine Unterlagen zeigen, dass Du nur für Deinen Sponsor-Arbeitgeber arbeiten darfst. Mehrere Jobs legal auszuüben ist deshalb schwierig.

Ein zweiter Arbeitgeber kann allerdings ein „Concurrent“-H-1B-Visum beantragen. Möglich ist ein zweiter Job mit H-1B also, aber die USCIS genehmigt einen solchen Antrag unter Umständen nicht, wenn mehrere Jobs nicht machbar erscheinen.

Darfst Du mehrere Jobs haben, stellt Dir jeder Arbeitgeber am Jahresende ein Formular W-2 mit Bruttolohn, einbehaltenen Steuern usw. aus.

In der Steuererklärung gibst Du jedes erhaltene W-2 als Teil Deines Gesamteinkommens an. Mehrere Jobs können allerdings zu höheren Einkommensteuern führen.

Fristverlängerung und Strafen bei verspäteter Abgabe

Mit einer Verlängerung hast Du bis zum 15. Oktober Zeit für die Abgabe, aber nicht für die Zahlung. Du beantragst sie bis zur Frist im April, und geschuldete Steuern sind trotzdem zu diesem Termin fällig. (Stand: Oktober 2026.)

Eine Verlängerung kannst Du so beantragen:

  • Online zahlen und das Kästchen für die Verlängerung ankreuzen. Ein separates Formular ist nicht nötig.
  • Über IRS Free File. Für Verlängerungen gibt es keine Einkommensgrenze.
  • Mit Formular 4868 per Post, über einen IRS-E-File-Partner oder über einen Steuerexperten.

Reichst Du verspätet ein oder zahlst verspätet und hast keine Verlängerung, berechnet der IRS auf die unbezahlte Steuer Strafen:

  • Verspätete Abgabe: 5 % für jeden angefangenen Monat, bis zu 25 %.
  • Verspätete Zahlung: 0,5 % für jeden angefangenen Monat, bis zu 25 %.
  • Mindeststrafe: Ist die Erklärung mehr als 60 Tage überfällig, beträgt die Mindeststrafe 525 US$ oder die gesamte geschuldete Steuer, je nachdem, welcher Betrag niedriger ist. Das gilt für Erklärungen, die nach dem 31. Dezember 2025 fällig sind.

In einem Monat, in dem beide Strafen anfallen, sinkt die Strafe für verspätete Abgabe auf 4,5 %, sodass Du insgesamt 5 % zahlst und nicht 5,5 %.

So erreichst Du den IRS

Den IRS zu erreichen kann ein Albtraum sein: lange Wartezeiten, verwirrende Telefonmenüs, und manchmal kommst Du einfach nicht zu einem echten Menschen durch.

Wäre es nicht schön, wenn der IRS Dich anrufen würde?

Ein Dienst kommt dem ziemlich nahe: Claimyr ruft den IRS für Dich an, kämpft sich durch das Telefonmenü, wartet in der Warteschleife und ruft Dich an, sobald ein echter Mensch dran ist. Das ist, als hättest Du ein eigenes Sekretariat, das dafür sorgt, dass Du nie in der Warteschleife hängst.

Das ist besonders nützlich, wenn Du den IRS vor der anstehenden Steuerfrist am 15. April erreichen willst. Über diesen Link bekommst Du außerdem 5 US$ Rabatt auf Deinen ersten Anruf.

Wir haben es ausprobiert, und es ist ein echter Gamechanger.

So kommst Du an die nötigen Steuerformulare

Alle Formulare für Deine jährliche Steuererklärung findest Du auf der Website des IRS.

Unten haben wir die gängigsten Formulare mit Download-Links aufgelistet.

Das brauchen H-1B-Inhaber mit Resident-Alien-Status:

Das brauchen H-1B-Inhaber mit Non-Resident-Alien-Status:

Anleitungen zum Ausfüllen der einzelnen Formulare gibt es ebenfalls auf der IRS-Website.

Alternativ kannst Du Deine US-Steuererklärung mit Steuersoftware wie TurboTax erstellen.

Das US-Steuersystem ist kompliziert. Fehler oder Verspätungen bei der Abgabe können teuer werden: Für verspätete Abgaben drohen Strafen, und auf die gesamte Steuerschuld können Zinsen anfallen.

Häufig gestellte Fragen

Bekommen H-1B-Beschäftigte eine Steuerrückerstattung?

Ja, wenn Dein Arbeitgeber mehr einbehalten hat, als Du schuldest. Vergleiche die im W-2 ausgewiesene einbehaltene Bundeseinkommensteuer mit der Steuer laut Deiner Erklärung. Ist die Einbehaltung höher, zahlt der IRS Dir die Differenz zurück. Du kannst sie per Direkteinzahlung auf ein US-Bankkonto beantragen; unser Ratgeber zur Eröffnung eines Bankkontos in den USA zeigt, welche Möglichkeiten es gibt.

Wie verhindere ich, dass mein Arbeitgeber zu viel einbehält?

Fülle Dein Formular W-4 sorgfältig aus. Bist Du Resident Alien und hast einen W-2-Job, zeigt Dir der IRS Tax Withholding Estimator, was einzutragen ist. Non-Resident Aliens können den Estimator nicht nutzen. Sie folgen den besonderen W-4-Anweisungen aus der IRS-Mitteilung 1392 (Notice 1392).

Brauche ich für die Steuererklärung mit H-1B eine ITIN?

Nein. Hast Du eine Social-Security-Nummer, verwende sie. Eine ITIN ist nur für Personen gedacht, die keine SSN bekommen können, darunter manche Ehepartner und Angehörige. Gehört Dein Ehepartner dazu, beantragt er sie mit dem Formular W-7.

Kann ich im Einreisejahr gemeinsam veranlagt werden?

Nicht als Dual-Status-Steuerpflichtiger, denn Dual-Status-Steuerpflichtige können nicht gemeinsam veranlagt werden. Ist Dein Ehepartner US-Bürger oder ansässig, kannst Du wählen, als US-Ansässiger behandelt zu werden und gemeinsam zu veranlagen. Die IRS-Publikation 519 erklärt diese Wahlmöglichkeit.

Und jetzt Du

Damit Dein H-1B-Status gewahrt bleibt, musst Du bestimmte Pflichten erfüllen. Eine davon: Deine Steuererklärung pünktlich abgeben.

Mach wahrheitsgemäße Angaben zu Einkommen und Abzügen, denn falsche Angaben können zum Entzug des Visums führen. Und lass Dich nicht zu einer Nebenbeschäftigung verleiten, es sei denn, Du hast ein zweites H-1B-Visum, das diesen Arbeitgeber nennt.

Achte immer darauf, dass Dein Status aktuell ist. Verlierst Du aus irgendeinem Grund Deinen Job beim Sponsor-Arbeitgeber, giltst Du als ohne Status und musst die USA verlassen.

Verwendete Quellen

Sponsored
Questions About This Article?
Please post them in our Reddit community at /r/expatden.