SIM-Karte und eSIM für China 2026: Tarife, Preise und Kauf

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Wer in China online sein will, hat die Wahl: eine lokale SIM-Karte, die an Deinen Reisepass gebunden ist, oder eine internationale eSIM, die Du vor dem Abflug installierst. Dieser Ratgeber behandelt beides: was die Anbieter verlangen, wie Du Dich registrierst, Guthaben auflädst und Deinen Kontostand prüfst, und warum all das allein nicht an der Großen Firewall vorbeiführt.

China betreibt eines der größten Mobilfunknetze der Welt, und dabei wird nicht vorausgesetzt, dass Du schon eine Nummer hast. Jede SIM-Karte, die im Land verkauft wird, egal ob Prepaid oder Vertrag, für Touristen oder Einwohner, wird vor der Aktivierung mit einer echten Identität verknüpft.

Das gilt für den Zwei-Wochen-Urlaub genauso wie für den Umzug nach Shanghai wegen eines neuen Jobs. Die Registrierung selbst geht schnell, wenn man weiß, wohin. Ärger gibt es eher, wenn der gewählte Tarif nicht zur Aufenthaltsdauer passt oder wenn man glaubt, mit einer chinesischen SIM sei WhatsApp gleich nach der Landung erreichbar. Hier gehen wir den ganzen Weg durch, von der Wahl des Anbieters bis zur Frage, wie Deine Nummer auch nach der Abreise erhalten bleibt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • China hat drei staatliche Mobilfunkanbieter: China Mobile, China Unicom und China Telecom. Für Ausländer ist China Unicom meist am einfachsten, denn an den internationalen Schaltern spricht das Personal Englisch.
  • Jede physische SIM-Karte erfordert eine Registrierung mit Namen und Original-Reisepass, dazu einen Live-Gesichtsscan, der mit dem Passfoto abgeglichen wird.
  • Eine Touristen-SIM mit mehreren Gigabyte für ein bis zwei Wochen kostet grob 12 bis 36 €.
  • Brauchst Du nur Daten, funktioniert eine Reise-eSIM (Airalo, Holafly, Nomad oder Trip.com) ab der Landung und erspart Dir die Schlange mit dem Reisepass. Manche kosten für zwei Wochen nur etwa 5 €. Wichtig: Installiere sie vor der Abreise.
  • Die eSIM chinesischer Anbieter gibt es erst seit Oktober 2025, und sie läuft nur auf wenigen aktuellen iPhone-Modellen, die auf dem chinesischen Festland gekauft wurden. Für die meisten Besucher ist sie daher noch keine realistische Option.
  • Eine chinesische SIM allein bringt Dich nicht an der Großen Firewall vorbei. WhatsApp, Google, Instagram und die meisten westlichen Seiten bleiben gesperrt, es sei denn, Du nutzt ein VPN oder eine eSIM mit integriertem VPN.
  • Aufladen und Kontostand prüfen geht per WeChat, Alipay oder über die App des Anbieters. Eine Prepaid-Nummer wird nach etwa drei Monaten mit null Guthaben neu vergeben.

Brauchst Du eine chinesische SIM-Karte?

Nicht unbedingt, und das solltest Du klären, bevor Du Dich am Flughafen am Schalter anstellst. Bist Du ein oder zwei Wochen unterwegs und brauchst hauptsächlich Daten für Karten, Übersetzer, Fahrdienste und Messenger, reicht meist eine internationale eSIM, die Du vor dem Flug installierst. Du hast sofort nach der Landung eine funktionierende Verbindung, ganz ohne Passkontrolle, und die besseren Anbieter umgehen die Große Firewall, sodass Deine gewohnten Apps laden.

Eine lokale Festlandnummer lohnt den Papierkram, wenn Du länger bleibst oder dort lebst. Sie hilft bei SMS-Codes von Diensten, die nur auf dem Festland funktionieren, bei Lieferdiensten wie Meituan, die eine +86-Nummer erwarten (ebenso bei den meisten Online-Käufen in China), und im Alltag, der davon ausgeht, dass jeder eine chinesische Nummer hat. Eines hat sich geändert: WeChat Pay und Alipay lassen die meisten Besucher inzwischen mit einer ausländischen Nummer und dem Reisepass registrieren und verifizieren. Eine chinesische SIM ist zum Bezahlen also nicht mehr zwingend nötig.

Tipp: Kurze Reise, nur Daten? Nimm eine internationale eSIM. Ziehst Du um oder brauchst eine lokale Nummer für Apps und Dienste? Dann hol Dir nach der Ankunft eine physische SIM und nimm für den ersten Tag zusätzlich eine eSIM, bis die SIM eingerichtet ist.

Welche Option passt zu Deinem Aufenthalt?

Die Wahl hängt vor allem davon ab, wie lange Du bleibst und ob Du eine +86-Nummer brauchst. Hier die Kurzfassung, mit den Preisen, die weiter unten genauer aufgeschlüsselt sind.

Deine SituationBeste WahlWarum
Reise unter zwei Wochen, nur DatenInternationale eSIM (Trip.com, Airalo, Nomad oder Holafly)Funktioniert ab der Landung, keine Passregistrierung. Holafly enthält ein VPN, bei den anderen brauchst Du ein eigenes.
Zwei Wochen bis drei Monate, SMS-Codes oder Lieferdienste nötigKurzzeit-Touristen-SIM von China Unicom (21 bis 36 €)Du bekommst eine echte +86-Nummer. Die Registrierung mit Reisepass erfolgt am Schalter.
Umzug nach China zum Arbeiten oder StudierenMonatstarif aus einem Shop des Anbieters in der StadtDeine Nummer hängt an Bank, Mietvertrag und Apps, und Du registrierst sie ohnehin noch einmal mit den Daten Deiner Aufenthaltsgenehmigung.
Vielreisende, die eine Nummer behalten wollenInternationale Ein-Jahres-SIM von China Unicom (etwa 60 €)Der Keep-Your-Number-Service hält die Nummer zwischen den Reisen am Leben.
Die passende SIM oder eSIM für China nach Aufenthaltsdauer (Preise geprüft im Oktober 2026).

Gerade bei kurzen Reisen ist eine Reiseversicherung besonders wichtig. Wirf also einen Blick auf unsere Empfehlungen zur Reiseversicherung für China, während Du Dein Handy organisierst.

Die drei Mobilfunkanbieter Chinas

Jede Handynummer in China läuft über eines von drei staatlichen Netzen. Alle drei decken die großen Städte gut ab; Unterschiede in der Netzabdeckung zeigen sich meist erst auf dem Land oder im fernen Westen des Landes.

  • China Mobile: das nach Kundenzahl größte Netz, mit der weitesten 4G- und 5G-Abdeckung außerhalb der Großstädte. Der englischsprachige Support ist dünner als bei Unicom, und einige Touristentarife gibt es nur über Wiederverkäufer wie Trip.com statt am Schalter.
  • China Unicom: das Netz, bei dem die meisten Ausländer landen. Die internationale Abteilung hat Mitarbeiter mit brauchbarem Englisch, und die Touristentarife sind genau für kurze Aufenthalte gemacht. Die Registrierung per Reisepass läuft an eigenen Schaltern in großen Flughäfen.
  • China Telecom: in einigen abgelegeneren Provinzen stärker und für Reisende aus dem Ausland vor allem über den Ableger CTExcel erhältlich, der länderspezifische Shops für Käufer in den USA, Großbritannien, Kanada und anderswo betreibt.
Logo von China Telecom
Das ist das Logo von China Telecom, einem der drei staatlichen Anbieter. Reisende aus dem Ausland erreicht er vor allem über seinen Ableger CTExcel.

Willst Du nur eine Datenverbindung und es ist Dir egal, welches Logo in Deinen Einstellungen auftaucht, spielt die Entscheidung kaum eine Rolle. Ziehst Du zum Arbeiten oder Studieren nach China, lohnt sich vorab ein Blick in unsere China-Ratgeber für Expats, denn Deine Handynummer hängt in den ersten Wochen an fast allem, was Du einrichtest, von der Wohnung bis zur Lieferdienst-App.

Tipp: Wenn Du schon weißt, in welcher Stadt Du die meiste Zeit verbringst, frag jemanden vor Ort, welcher Anbieter im jeweiligen Viertel den besten Empfang hat. In dichten Wohnblocks unterscheidet sich der Empfang zwischen den Anbietern oft stärker, als die nationalen Netzkarten vermuten lassen.

Physische SIM oder eSIM

Physische SIM

Mit einer physischen SIM bekommst Du eine echte chinesische Nummer und vollen Zugang zu jeder China-App und jedem Dienst, der eine lokale Nummer erwartet, WeChat und Alipay eingeschlossen. Sie funktioniert in jedem entsperrten Handy mit SIM-Schacht, und das sind die allermeisten Geräte, die Leute auf Reisen dabeihaben.

Beliebt sind physische SIM-Karten hier allerdings immer weniger. China ist ausgesprochen technikaffin und weitgehend bargeldlos, deshalb verzichten viele Besucher ganz auf die Karte und nutzen neben WeChat und Alipay einfach eine Daten-eSIM. Eine physische SIM bleibt sinnvoll, wenn Du für einen längeren Aufenthalt eine echte +86-Nummer brauchst, für eine kurze Reise nur mit Daten ist sie aber nicht mehr die automatische Wahl.

Der Haken ist die Einrichtung: Du musst persönlich mit Deinem Reisepass erscheinen, ein Registrierungsformular ausfüllen und einen Gesichtsscan machen lassen. An einem richtigen Anbieterschalter dauert das fünf bis fünfzehn Minuten, länger bei langer Schlange oder wenn das Personal an ausländische Pässe nicht gewöhnt ist.

eSIM

Chinas eigene Anbieter unterstützen die eSIM erst seit sehr kurzer Zeit. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hat den inländischen eSIM-Dienst am 13. Oktober 2025 genehmigt, und China Mobile, China Unicom und China Telecom haben ihn innerhalb weniger Tage freigeschaltet.

Der Haken liegt bei den unterstützten Geräten. Nach Apples eigener Support-Dokumentation sind derzeit fünf Modelle auf dem chinesischen Festland eSIM-fähig: iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max, iPhone Duo, iPhone 17e und iPhone Air. Jedes funktioniert nur, wenn genau dieses Gerät auf dem chinesischen Festland gekauft wurde. (Geprüft im Oktober 2026.) Die Aktivierung erfolgt weiterhin persönlich im Shop eines Anbieters mit Deinem Ausweis. Ein eSIM-Profil eines Anbieters von außerhalb des Festlands lässt sich im Land nicht mehr installieren, und ein im Ausland gekauftes Handy nimmt auch keine eSIM eines Festlandanbieters an.

Gut zu wissen: Eine eSIM eines chinesischen Anbieters kommt derzeit für fast alle ausländischen Besucher nicht in Frage. Die eSIM, die für Reisende tatsächlich funktioniert, ist die internationale, die als Nächstes folgt.

Heute funktioniert eine internationale eSIM eines Drittanbieters wie Airalo, Holafly oder Nomad. Sie läuft im Hintergrund im Netz eines chinesischen Anbieters, wird aber über die App des Anbieters verkauft und aktiviert. Du installierst das Profil vor dem Abflug, und es ist gleich nach der Landung aktiv, ohne Schalterbesuch und ohne Passkontrolle.

Nahaufnahme einer SIM-Karte, die aus ihrem Schacht entnommen wird
Das ist eine SIM-Karte neben ihrem Auswurfwerkzeug. Mit dieser Karte registrieren sich Ausländer in China weiterhin per Reisepass, auch wenn sich die eSIM langsam durchsetzt.

Gut zu wissen: Installiere jedes internationale eSIM-Profil, bevor Du in den Flieger steigst. Sobald Du auf dem chinesischen Festland bist, sind genau die Websites und App-Stores, über die man eine eSIM normalerweise lädt oder aktiviert, von der Großen Firewall gesperrt.

Registrierung mit echtem Namen: Was Du brauchst

Die Registrierung einer SIM unter echter Identität ist in China seit September 2013 gesetzlich vorgeschrieben, und zwar durch die Vorschriften zur Registrierung der echten Identität von Telefonnutzern des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT Decree No. 25). Artikel 7 nennt ausdrücklich „den Reisepass eines ausländischen Bürgers“ als zulässiges Dokument neben dem chinesischen Personalausweis. Anbieter dürfen einen ausländischen Reisepass am Schalter also rechtlich nicht abweisen.

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Das solltest Du zum Schalter mitbringen:

  • Deinen Original-Reisepass. Eine Fotokopie oder ein Foto auf dem Handy wird in einem offiziellen Shop nicht akzeptiert. Das Personal muss das physische Dokument sehen und scannen, und manche wollen auch die Visumseite sehen.
  • Dein Gesicht für die Kamera. Seit die Anbieter zusätzlich zur Regel von 2013 biometrische Prüfungen eingeführt haben, gehört zu den meisten Registrierungen ein Live-Gesichtsscan, der direkt am Verkaufspunkt mit Deinem Passfoto abgeglichen wird. An Flughafenschaltern geht dieser Schritt manchmal nicht, ein offizieller Shop in der Stadt ist daher verlässlicher.
  • Geduld für das Formular. Du füllst ein Registrierungsformular mit Passnummer, Visumtyp und oft einer lokalen Adresse aus, und sei es nur die Adresse Deines Hotels.
  • Ein entsperrtes Handy. Jedes entsperrte Gerät mit SIM-Schacht funktioniert; ein Handy, das an einen Anbieter in Deinem Heimatland gebunden ist, nimmt keine chinesische SIM an.

Nicht registrierte SIM-Karten, die manchmal informell auf der Straße oder über Händler ohne Passprüfung verkauft werden, sind in einigen Städten noch im Umlauf. Seit 2015 geht die Regierung immer wieder dagegen vor, und eine nicht registrierte Nummer kann ohne Vorwarnung gesperrt werden, mitunter mitten in der Reise. Die Ersparnis ist es nicht wert.

Gut zu wissen: Das gilt nur für lokale chinesische SIM-Karten und eSIMs. Eine internationale Reise-eSIM wie die von Trip.com, die oben vorkommt, wird so nicht registriert, da sie im Roaming läuft und nicht als Festlandnummer ausgestellt wird. Als ich mit einer Trip.com-eSIM unterwegs war, habe ich die Registrierung komplett übersprungen. Nicht jeder will für ein bisschen Internet den Reisepass abgeben und sich scannen lassen, und mit der eSIM fällt das alles weg.

Wo Du eine SIM-Karte kaufen kannst

Schalter am Flughafen

Die großen internationalen Flughäfen, darunter Beijing Capital, Shanghai Pudong und Guangzhou Baiyun, haben Anbieterschalter direkt hinter dem Zoll in der Ankunftshalle. Das ist die bequemste Variante, wenn Du müde landest und noch vor dem Verlassen des Terminals eine funktionierende Nummer willst. Das Personal dort hat ständig mit ausländischen Pässen zu tun, die Registrierung geht hier daher meist schneller als in irgendeiner Filiale in der Stadt.

Der Haken ist der Preis. Touristenpakete am Flughafen kosten pro Gigabyte typischerweise 30 bis 60 Prozent mehr als dieselben Tarife des Anbieters in der Innenstadt, und die Auswahl beschränkt sich meist auf zwei oder drei feste Pakete statt auf das ganze Angebot.

Innenraum eines großen, modernen chinesischen Flughafenterminals
So sieht ein Terminal aus, in dem die Anbieterschalter gleich hinter dem Zoll liegen. Hier kommst Du am schnellsten mit einer funktionierenden Nummer aus dem Flughafen.

Shops der Anbieter in der Stadt

Offizielle Filialen von China Mobile, China Unicom oder China Telecom in der Stadt bieten mehr Tarife und, sobald die Sprachhürde überwunden ist, bessere Preise. In den Expat-Foren lautet der einhellige Rat, in einen offiziellen Anbieter-Shop zu gehen und nicht in einen Handyladen an der Ecke, denn nur dort kann das Personal die Registrierung per Reisepass abschließen, durch die Ausländer rechtlich müssen.

Nimm eine Übersetzung von „Prepaid-Daten-SIM“ oder einen Screenshot des gewünschten Tarifs mit. Wie gut das Personal Englisch spricht, hängt stark von der Filiale ab, und mit dem Finger auf eine Zahl auf dem Handydisplay löst man mehr Probleme, als wenn man einen Datentarif mündlich erklärt.

Online kaufen vor der Ankunft

Mehrere Anbieter und Reiseplattformen lassen Dich eine Touristen-SIM online reservieren und nach der Landung am Flughafen abholen, sodass Du nicht vor Ort entscheiden musst. Das passt gut, wenn Du Deine Reisedaten schon kennst und nicht auf den Bestand am Flughafen hoffen willst. Weniger sinnvoll ist es bei flexiblen Plänen, denn die meisten Reservierungen legen Abholdatum und -ort fest. Reiseportale wie Trip.com gehen noch einen Schritt weiter und verkaufen Daten-eSIMs direkt, die Du vor dem Abflug installierst. Für einen Besuch nur mit Daten ist das der einfachste Weg.

Mehr dazu: Ein Bankkonto in China eröffnen ist der nächste praktische Schritt, wenn Du länger bleibst, als eine Touristen-SIM abdeckt, denn eine registrierte Handynummer ist für den Kontoantrag meist Voraussetzung.

Tarife und Preise

Die Preise hängen von Anbieter, Stadt und benötigtem Datenvolumen ab, aber drei grobe Stufen decken die meisten Fälle ab.

TarifartTypisches DatenvolumenLaufzeitPreisspanne
Kurzzeit-Touristen-SIM5 GB bis 30 GB7 bis 30 Tage12 bis 36 €
Monatlicher Prepaid-Tarif15 GB bis 40 GBVerlängert sich monatlich10 bis 38 € pro Monat
Internationale Jahres-SIM15 GB bis 50 GB insgesamtEin Jahr26 bis 60 €

Die Kurzzeitkarten von China Unicom für internationale Reisende kosten etwa 21 € für sieben Tage mit 5 GB, 30 € für fünfzehn Tage mit 10 GB und 75 Sprachminuten sowie 36 € für dreißig Tage mit 30 GB. Die längeren Prepaid-Stufen werden monatlich abgerechnet, von rund 24 € für 5 GB bis 38 € für 40 GB. Dazu gibt es eine internationale Jahres-SIM für etwa 60 € mit 30 GB, über das Jahr verteilt, sowie jeden Monat 100 Minuten und 100 SMS.

Die Auslandstarife von China Telecom, die vor allem über die CTExcel-Shops verkauft werden, sind pro Gigabyte tendenziell etwas günstiger: etwa 10 € für 15 GB über 30 Tage, 13 € für 30 GB und 16 € für 50 GB, dazu eine 90-Tage-Variante des 50-GB-Tarifs für rund 20 €.

Eine Straße in Shanghai mit Verkehr und Gebäuden
So sieht eine typische Stadtstraße aus, auf der eine neue SIM-Karte sofort für Karten, Fahrdienste und Zahlungen gebraucht wird.

Preise für internationale eSIMs

Internationale eSIMs werden nach Datenvolumen oder als Tagestarife berechnet und sind für eine kurze Reise die einfachste Option. Ein paar aktuelle Beispiele:

  • Airalo: China-Tarife mit festem Datenvolumen ab etwa 3,40 € für 1 GB bis zu größeren Paketen, außerdem längere Tagestarife. Keine Telefonnummer und kein eingebautes VPN, für gesperrte Apps brauchst Du also ein eigenes.
  • Holafly: eSIMs für China mit unbegrenztem Datenvolumen für je nach Laufzeit etwa 1,30 bis 1,60 € pro Tag oder als Monatsabo für rund 42,40 € (25 GB) und 55,20 € (unbegrenzt). Der große Vorteil ist ein VPN, das ohne Aufpreis in die Verbindung eingebaut ist, sodass WhatsApp, Google und Instagram ohne zusätzliche App laden.
  • Nomad: Tarife mit festem Datenvolumen ab etwa 3,40 € für 1 GB und unbegrenzte Tagestarife ab rund 10 € für drei Tage. Eine eigene VPN-Funktion wird nicht beworben.
  • Trip.com: Das Reiseportal verkauft Daten-eSIMs für China zu einigen der niedrigsten Preise am Markt, manchmal etwa 5 € für einen 15-Tage-Tarif. Sie sind reine Datentarife, Du bekommst also mobiles Internet, kannst aber keine normalen Telefonate führen.

Auf meiner eigenen Reise hatte ich eine Trip.com-Daten-eSIM, und für den Preis ist sie kaum zu schlagen: ein paar Wochen mobiles Internet zum Preis von ein paar Kaffee. Das Beste war, dass ich mich um keine Registrierung kümmern musste. Da es eine internationale eSIM und keine Festlands-SIM ist, musste ich weder den Reisepass zeigen noch einen Gesichtsscan machen.

Einen Haken gibt es: Sie ist nur für Daten gedacht, ein normaler Anruf ist damit nicht möglich, nur Internet, und das reicht den meisten Besuchern. Ob ein bestimmter Tarif gesperrte Apps erreicht, ist unterschiedlich. Prüfe das also, bevor Du Dich darauf verlässt, oder kombiniere ihn mit einem VPN.

Ein Handytarif ist neben Miete oder Krankenversicherung ein kleiner Posten, will aber trotzdem eingeplant sein. Wenn Du Dein komplettes Monatsbudget kalkulierst, vergleiche es mit einer allgemeinen Übersicht zu den Lebenshaltungskosten in China.

Tipp: Achte auf die automatische monatliche Abbuchung bei Prepaid-Tarifen. Bei manchen der längerfristigen SIM-Karten von China Unicom wird die Gebühr für den nächsten Monat automatisch am Monatsersten abgebucht. Das kann überraschen, wenn Du kurz vor der Ausreise stehst und vergisst zu kündigen.

So lädst Du Deine SIM auf

Ist Deine Nummer aktiv, ist das Aufladen einfach, und Du hast mehrere Möglichkeiten:

  • WeChat oder Alipay: App öffnen, auf Mobile Top-up (话费充值) tippen, Nummer eingeben, Betrag wählen und bezahlen. Diese Methode nutzen die meisten Einwohner im Alltag.
  • Die App des Anbieters: In den Apps von China Mobile, China Unicom und China Telecom lassen sich Aufladungen, Tarifwechsel und Kontostandabfragen an einer Stelle erledigen.
  • Per Telefon: Ruf die Hotline Deines Anbieters an (10086 bei China Mobile, 10010 bei China Unicom, 10000 bei China Telecom) und folge den Sprachansagen.
  • Persönlich: In jeder anbietereigenen Servicestelle kannst Du am Schalter aufladen.

Eine Besonderheit: Die erste Aufladung bei der Registrierung muss meist persönlich mit Bargeld oder einer UnionPay-Karte bezahlt werden (siehe unseren Ratgeber zur Kreditkartennutzung in China). Alle weiteren Aufladungen per App und WeChat klappen dann reibungslos.

Kontostand und Datenvolumen prüfen

Am einfachsten siehst Du Guthaben und restliches Datenvolumen in der App des Anbieters oder in seinem WeChat-Mini-Programm (such nach dem chinesischen Namen des Anbieters, bei Unicom etwa 中国联通). Beide zeigen den Kontostand auf dem Startbildschirm an, sobald Du eingerichtet bist.

Wenn Du nichts installieren möchtest, geht auch eine kurze SMS an den Anbieter. Das sind die Codes aus dem Leitfaden der Beijinger Regierung: Du schickst den angegebenen Befehl an die angegebene Nummer.

AnbieterKontostand prüfenDatenvolumen prüfen
China MobileYE an 10086 senden10056 an 10086 senden
China Unicom102 an 10010 senden1071 an 10010 senden
China Telecom102 an 10001 senden3535 an 10001 senden

Die Nummer aktiv halten

Chinesische Prepaid-Nummern bleiben nicht für immer Deine, wenn Du nicht mehr zahlst. Bleibt eine Prepaid-SIM etwa drei Monate bei null Guthaben, vergibt der Anbieter die Nummer neu, und restliches Guthaben oder Datenvolumen verfällt mit ihr.

Das ist besonders wichtig, wenn Du China verlässt, aber für eine künftige Reise dieselbe Nummer behalten willst, oder weil sie an Dein WeChat, Deine Bank und Deine App-Logins gebunden ist. Halte während Deiner Abwesenheit ein kleines Guthaben vor, dann bleibt die Nummer erhalten. Lässt Du es auslaufen, fängst Du bei der nächsten Reise von vorn an und musst alles neu registrieren und verknüpfen.

Der englischsprachige Shop von China Unicom bietet für genau diesen Fall einen Keep-Your-Number-Service für 27 € im Jahr an. Die internationale SIM lässt sich aus dem Ausland auch per PayPal aufladen, und dieses Guthaben verfällt nicht. (Geprüft im Oktober 2026.)

Häufige Probleme und schnelle Lösungen

Die meisten Probleme mit SIM und eSIM in China haben ein paar einfache Ursachen. Prüfe diese, bevor Du Dich in einem Anbieter-Shop anstellst:

  • Gar kein Signal mit einer neuen SIM: Möglicherweise ist Dein Handy an Deinen Heimatanbieter gebunden. Lass es vor der Reise von Deinem Anbieter entsperren, denn von China aus ist das schwierig.
  • SIM funktioniert für Anrufe, aber nicht für Daten: Die Registrierung ist eventuell nicht abgeschlossen. Geh mit Deinem Reisepass zurück an den Schalter, an dem Du die SIM gekauft hast.
  • Internationale eSIM zeigt keine Daten: Schalte das Daten-Roaming für diese eSIM-Leitung ein. Reise-eSIMs verbinden sich per Roaming und bleiben bei ausgeschaltetem Roaming offline.
  • eSIM lässt sich nicht installieren: Wahrscheinlich hast Du es erst nach der Landung versucht. Installiere das Profil zu Hause, denn die Download-Seiten sind in China unter Umständen gesperrt.
  • Lieferdienst- oder Fahrdienst-App spinnt: Schalte Dein VPN aus, solange Du chinesische Apps nutzt, und danach wieder ein.

Hilfe bekommen

Wenn mit Deinem Tarif etwas schiefgeht, helfen am schnellsten die Hotlines und Apps der Anbieter:

  • China Mobile: Hotline 10086 und die China-Mobile-App.
  • China Unicom: Hotline 10010, dazu die China-Unicom-App und mychinaunicom.com. Die internationalen Schalter und die App von Unicom sind für Englischsprachige meist am besten nutzbar.
  • China Telecom: Hotline 10000 und die China-Telecom-App; Reisende aus dem Ausland werden in der Regel über den Ableger CTExcel betreut.

Muss Deine Identität neu bestätigt werden, etwa bei einer verlorenen SIM oder einem Tarifwechsel, musst Du mit Deinem Reisepass persönlich in einen Anbieter-Shop gehen, am besten in die Filiale, in der Du Dich ursprünglich registriert hast.

Die Große Firewall und VPNs

Keiner der drei staatlichen Anbieter gibt Dir Zugang zu Google, Gmail, Google Maps, WhatsApp, Instagram, Facebook, YouTube oder den meisten westlichen Nachrichtenseiten. China sperrt diese Dienste gezielt als Teil seiner Internetinfrastruktur, allgemein als Große Firewall bekannt, und die Sperre gilt gleichermaßen für eine Touristen-SIM, einen langfristigen Vertrag und die meisten lokalen eSIMs.

Wer diese Apps braucht, ob für die Arbeit, den Kontakt zur Familie oder einfach für eine Karte ohne chinesisches Konto, kommt um ein VPN kaum herum. Drei praktische Einschränkungen entscheiden darüber, ob es im Ernstfall wirklich funktioniert:

  • Installiere es vor der Landung. Die Websites der VPN-Anbieter und ihre App-Store-Einträge sind auf dem chinesischen Festland selbst gesperrt. Ein Download nach der Ankunft ist ohne einen anderen bereits vorhandenen Umweg schwierig bis unmöglich.
  • Die Zuverlässigkeit schwankt. Geschwindigkeit und Stabilität ändern sich von Woche zu Woche, und rund um politisch sensible Termine oder große Regierungsereignisse wird der Dienst oft wackliger.
  • Manche lokalen Apps wehren sich. Chinesische Fahrdienst- und Lieferdienst-Apps verhalten sich mit eingeschaltetem VPN mitunter merkwürdig, deshalb schalten viele Einwohner es je nach genutzter App ein und aus.

Welche Anbieter wirklich taugen und wie Du eines vor der Reise einrichtest, erklärt der VPN-Ratgeber für China von ExpatDen ausführlicher.

Die wichtigste Ausnahme ist eine internationale eSIM, die Deine Daten von Anfang an über einen Server außerhalb Chinas leitet, statt Dich mit dem chinesischen Internet zu verbinden und dann zu versuchen, hinauszutunneln. Die China-eSIM von Holafly hat das serienmäßig eingebaut, was auch erklärt, warum sie pro Tag mehr kostet als eine einfache lokale Daten-SIM.

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FAQ

Kann ich meine SIM-Karte aus der Heimat in China nutzen?

Per internationalem Roaming ja, aber das ist fast immer mit Abstand die teuerste Variante. Die Roaming-Preise der meisten westlichen Anbieter liegen außerhalb eines enthaltenen Kontingents bei mehreren Euro pro Megabyte, und eine Woche normaler Smartphone-Nutzung kann eine Rechnung im dreistelligen Bereich verursachen. Das lohnt sich nur bei einer sehr kurzen Reise, auf der Du kaum Daten verbrauchst.

Brauche ich eine chinesische Nummer, wenn ich schon eine internationale eSIM habe?

Für die reine Verbindung nicht, und WeChat Pay und Alipay funktionieren für die meisten Besucher inzwischen mit einer ausländischen Nummer. Eine chinesische Nummer hilft weiterhin bei SMS-Codes nur fürs Festland und bei Apps wie Meituan. Bist Du aber ein oder zwei Wochen da und zahlst per App oder Karte, reicht eine eSIM allein meist aus.

Was passiert, wenn ich meine chinesische SIM-Karte verliere?

Melde den Verlust Deinem Anbieter und geh mit Deinem Reisepass in eine Filiale, um eine Ersatzkarte auf Deine bestehende Registrierung zu bekommen. Da die Nummer an Deine Identität gebunden ist und nicht an die physische Karte, können Anbieter sie meist neu ausstellen. In der Filiale, in der Du Dich ursprünglich registriert hast, geht es allerdings schneller.

Kann ich eine SIM-Karte ohne Reisepass kaufen?

Nein, jedenfalls nicht legal. Jede SIM, die in einem offiziellen Anbieter-Shop verkauft wird, erfordert die Registrierung mit dem Reisepass. Nicht registrierte Karten gibt es in manchen Märkten informell, aber sie können jederzeit ohne Vorwarnung gesperrt werden, und der Ärger ist selten die Ersparnis wert.

Ist die SIM am Flughafen oder in der Stadt günstiger?

In den Shops in der Stadt ist es pro Gigabyte meist günstiger, denn Flughafenschalter verlangen einen Komfortaufschlag und beschränken Dich oft auf wenige feste Pakete. Kannst Du warten, bis Du im Hotel angekommen bist, bekommst Du in einer Filiale in der Innenstadt in der Regel mehr Daten für denselben Preis.

Wie behalte ich meine chinesische Nummer nach der Abreise?

Halte ein kleines Guthaben vor. Eine Prepaid-Nummer wird nach etwa drei Monaten bei null Guthaben neu vergeben. Wenn Du also vor dem Leerlaufen ein wenig über die App des Anbieters oder WeChat auflädst, bleibt die Nummer samt allem, was daran hängt, für Deine nächste Reise erhalten.

Kann ich mit einer chinesischen SIM WhatsApp oder Google Maps nutzen?

Nein, nicht von allein. Diese Dienste sind von der Großen Firewall gesperrt, egal welchen lokalen Anbieter Du nutzt. Um sie in einem chinesischen Netz zu erreichen, brauchst Du ein VPN, das Du vor der Ankunft installiert hast, oder eine internationale eSIM mit eingebautem VPN.

Kann ich die eSIM eines chinesischen Anbieters auf einem im Ausland gekauften iPhone nutzen?

Nein. Laut Apple können nur bestimmte iPhone-Modelle, die auf dem chinesischen Festland gekauft wurden, eine eSIM eines Festlandanbieters installieren. Wurde Dein Handy anderswo gekauft, nimm eine physische SIM oder eine internationale Reise-eSIM.

Was kostet eine SIM-Karte für China für eine Woche?

Die Kurzzeit-Touristen-SIM von China Unicom kostet etwa 21 € für sieben Tage mit 5 GB Daten. Internationale Daten-eSIMs können günstiger sein, ab rund 5 € für zwei Wochen bei Trip.com.

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Kann ich meine chinesische Nummer behalten, während ich im Ausland lebe?

Ja, wenn Du sie aufgeladen hältst. China Unicom verkauft außerdem einen Keep-Your-Number-Service für 27 € im Jahr, und Guthaben kannst Du von außerhalb Chinas per PayPal aufladen.

Und jetzt zu Dir

Mobil online zu sein läuft in China auf eine frühe Entscheidung hinaus: eine internationale eSIM, die Du vor dem Flug installierst, für eine kurze Reise nur mit Daten, oder eine per Reisepass registrierte lokale SIM, wenn Du länger bleibst und eine echte +86-Nummer willst. Kläre das vor der Landung, halte ein VPN oder eine eSIM mit VPN für die Große Firewall bereit, und der Rest, also Aufladen und Kontostand prüfen, ist nach der Einrichtung ein paar Fingertipps in WeChat. Danach kannst Du Dich ganz auf die Reise konzentrieren.

Verwendete Quellen

Saran
Saran Lhawpongwad wurde in Bangkok geboren. Er teilt gerne die Erkenntnisse, die er aus seinem Leben und seiner Tätigkeit als Unternehmer in Thailand gewinnt. Wenn er nicht am Schreibtisch sitzt, ist er am liebsten draußen unterwegs und entdeckt gemeinsam mit seiner Familie die Welt. Kontakt aufnehmen können Sie über LinkedIn.
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