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Musst Du Geld aus Spanien an jemanden im Ausland schicken?
Dann willst Du vermutlich den günstigsten Online-Anbieter wählen, damit beim Empfänger möglichst viel ankommt.
Dafür solltest Du einiges über Auslandsüberweisungen aus Spanien wissen und vor allem, welche Möglichkeiten Dir offenstehen.
Dieser Ratgeber klärt das und noch mehr. Zusätzlich lohnt sich immer ein Blick auf die Kurse bei Monito. Der Vergleichsdienst zeigt tagesaktuell die besten Anbieter und spart Dir Zeit und Geld.
Dann legen wir los.
Contents
Das Wichtigste in Kürze
- Wise und Revolut sind für Überweisungen aus Spanien durchweg am günstigsten und rechnen zum Mittelkurs um, während Banken und PayPal meist 0,6 bis 2,5 % und mehr als versteckten Aufschlag auf den Wechselkurs verlangen.
- Für Überweisungen per Bank oder App aus Spanien musst Du nichts anmelden. Die Meldepflicht ab 10.000 € (Formular S1) gilt nur für Bargeld, das Du über die Grenze mitnimmst oder per Post verschickst.
- Vergleiche immer die Gesamtkosten aus Überweisungsgebühr und Wechselkursaufschlag, nicht nur die beworbene Gebühr: Manche Anbieter locken mit niedrigen Gebühren und verdienen am schlechteren Wechselkurs.
- Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums sind bei spanischen Banken in der Regel kostenlos, SWIFT-Überweisungen in Länder außerhalb von SEPA kosten dagegen deutlich extra.
- Bei großen Beträgen (über 10.000 €) kann die Pauschalgebühr einer Bank günstiger sein als ein prozentual berechneter Dienst wie Wise oder Revolut.
- Nutze vor jeder Überweisung ein Live-Vergleichstool wie Monito, denn die Wechselkurse ändern sich täglich und der günstigste Anbieter wechselt.
- Western Union und PayPal/Xoom bieten sich an, wenn der Empfänger Bargeld abholen will oder das Geld sofort braucht. Für normale Banküberweisungen kosten sie aber meist deutlich mehr als Wise oder Revolut.
Rechtliches beim Geldversenden aus Spanien
Für Überweisungen aus Spanien per Bank oder App musst Du nichts anmelden. Deine Bank oder der Überweisungsdienst führt die Geldwäscheprüfungen durch, die das spanische Gesetz 10/2010 vorschreibt. Bei größeren Beträgen musst Du also mit Fragen zur Herkunft des Geldes rechnen. (Stand: Oktober 2026.)
Die Grenze von 10.000 €, von der Du vielleicht gehört hast, betrifft Bargeld. Nach Artikel 34 dieses Gesetzes musst Du vorab anmelden, wenn Du 10.000 € oder mehr in bar oder in ähnlichen Inhaberpapieren nach oder aus Spanien mitnimmst oder per Post oder Kurier verschickst. Dafür dient das Formular S1.
Geld im Ausland: Modelo 720
Wenn Du in Spanien steuerlich ansässig bist und Geld auf Konten bei einem Finanzinstitut außerhalb Spaniens hältst, musst Du unter Umständen das Modelo 720 einreichen. Je nach Land, in dem das Konto geführt wird, können dazu auch manche Fintech-Konten zählen.
- Einreichen musst Du es, wenn der Gesamtsaldo Deiner Auslandskonten über 50.000 € liegt.
- Abgabefrist ist jeweils der Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März für das Vorjahr.
- Nach der ersten Abgabe musst Du nur erneut einreichen, wenn der Gesamtbetrag um mehr als 20.000 € steigt.
Wenn Du größere Beträge im Ausland hältst, lass Dich von einem Steuerberater vor Ort beraten.
Gebühren
Beim Geldversenden aus Spanien fallen zwei Arten von Gebühren an:
- Überweisungsgebühren
- Wechselkursgebühren
Schauen wir uns beide genauer an.
Überweisungsgebühren
Bei jeder Überweisung aus Spanien berechnet Dir Dein Anbieter eine Überweisungsgebühr.
Das kann eine feste Gebühr sein. BBVA verlangt zum Beispiel mindestens 35 €, egal wie viel Du aus Spanien überweist. Feste Gebühren sind vor allem bei hohen Beträgen von Vorteil.
Andere Anbieter berechnen einen Prozentsatz. Wise nimmt beispielsweise rund 0,75 Prozent, wenn Du Geld von Spanien nach Thailand schickst.
Außerdem gibt es Mischmodelle, bei denen Du eine feste Gebühr und zusätzlich einen Prozentsatz zahlst.
Die Überweisungsgebühren sind aber nicht der einzige Kostenfaktor.
Wechselkurse
Zusätzlich zu den Überweisungsgebühren schlagen die meisten Anbieter einen Prozentsatz auf den Mittelkurs auf.
Deshalb locken manche Anbieter mit niedrigen Überweisungsgebühren, nehmen aber einen hohen Aufschlag auf den Wechselkurs und sind am Ende teurer als andere.
Leider sind manche Anbieter bei den Wechselkursgebühren weniger transparent als bei den Überweisungsgebühren.
Wise gehört zu den wenigen Online-Anbietern, die zum Mittelkurs umrechnen. Wie nah Dein Kurs daran liegt, kannst Du auf XE.com nachprüfen.
Überweisungsdauer
Wie lange eine Überweisung aus Spanien dauert, hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten gehen wir in den folgenden Abschnitten durch.
Zahlungsweg
Bei Banküberweisungen bestimmt die Bank, wie schnell das Geld ankommt.
Gehören sowohl die sendende als auch die empfangende Bank zum SEPA-Netz, dauert die Überweisung zwei Werktage. Läuft sie über SWIFT, kann es bis zu fünf Werktage dauern.
Währung
Wenn Du aus Spanien nicht in Euro überweist, kann die Währungsumrechnung die Überweisung verzögern.
Wochenenden und Feiertage
Bei Auslandsüberweisungen ist nicht ohne Grund immer von Werktagen die Rede: Banken arbeiten weder samstags noch sonntags und auch nicht an Feiertagen.
Wer also freitagabends Geld aus Spanien überweist, dessen Bank startet den Vorgang erst am Montagmorgen. Danach dauert es noch zwei bis fünf Werktage, bis das Geld auf dem Empfängerkonto ist.
Weitere Faktoren
Bei Wise und anderen Online-Anbietern hängt die Dauer außerdem vom Zielland, vom Zahlungsweg, von den Banköffnungszeiten und von Sicherheitsprüfungen ab.
Eine Überweisung von Spanien nach Großbritannien kommt zum Beispiel innerhalb von zwei Werktagen an, oft auch früher.
Überweisungsmöglichkeiten
Für Auslandsüberweisungen aus Spanien gibt es viele Möglichkeiten, aber sie sind nicht alle gleich gut. Manche sind deutlich teurer als andere.
Hier die gängigsten Optionen im Überblick.
Hinweis: Die hier genannten Gebühren können sich durch Schwankungen am Devisenmarkt ändern. Einen Eindruck davon, was die einzelnen Anbieter verlangen, geben sie aber trotzdem.
Revolut
Revolut ist ein Online-Anbieter, mit dem Du Auslandsüberweisungen tätigen kannst.

Revolut eignet sich gut, wenn Du die hohen Gebühren klassischer Banküberweisungen vermeiden willst, vor allem bei Beträgen unter 1.000 € aus Spanien.
Die Wechselkurse basieren außerdem auf den Mittelkursen von XE.com, Du bekommst also faire Kurse.
Einige Gebühren fallen aber trotzdem an. Bei Überweisungen außerhalb des SEPA-Netzes verlangt Revolut rund 0,5 Prozent des überwiesenen Betrags.
Wird in einer anderen Währung als der des Empfängerlandes überwiesen, kommen weitere Gebühren dazu. Bei Währungen wie USD, GBP, EUR oder CHF liegt die Mindestgebühr bei 3 €, bei allen anderen Währungen bei 5 €.
Trotzdem gehört Revolut weiterhin zu den günstigsten Online-Anbietern für Überweisungen aus Spanien. Beachte, dass die Gebühren von Revolut nach Tarif gestaffelt sind (Standard, Plus, Premium, Metal, Ultra). Die genannten Sätze gelten für Standard-Konten. Ab Premium sind höhere Limits für gebührenfreien Währungstausch enthalten, deshalb sollten bestehende Revolut-Kunden zuerst ihren Tarif prüfen.
Wenn Du zum Beispiel 1.000 € in die USA schickst, kommen nach allen oben genannten Gebühren 1.097 US-Dollar beim Empfänger an.
Zur Dauer: Hat der Empfänger ein Revolut-Konto, geht die Überweisung sofort durch. Bis das Geld auf einem klassischen Bankkonto des Empfängers eintrifft, können bis zu drei Werktage vergehen.
Wise
Wise ist ein weiterer beliebter Online-Anbieter, den Expats auf der ganzen Welt für internationale Überweisungen nutzen.

Wie schon erwähnt, gehört Wise zu den wenigen Anbietern mit Mittelkurs. Und die Nutzung ist denkbar einfach.
Du eröffnest ein kostenloses Wise-Konto und gibst den Betrag und die Zielwährung ein. Das System zeigt Dir automatisch Gebühren und Wechselkurse an. Nach Eingabe des Empfängers zahlst Du, und Wise erledigt den Rest.
Für eine Überweisung von 1.000 € in die USA berechnet Wise folgende Gebühren:
- Debit- oder Kreditkarte: 8,72 €
- Bankkonto: 4,66 €
Wie schneidet das im Vergleich zu Revolut ab? So sieht eine Überweisung von 1.000 € aus Spanien aus.
Schickst Du 1.000 € mit Wise in die USA, kommen bei der günstigsten Zahlungsart 1.091,44 US-Dollar beim Empfänger an.
Damit ist Wise eine sehr gute Wahl für alle, die Geld aus Spanien ins Ausland schicken müssen. Beim Tempo zeigen Wises eigene Daten für 2025: 74 % der Überweisungen sind in weniger als 20 Sekunden abgeschlossen und 95 % kommen innerhalb von 24 Stunden an, deutlich schneller als die übliche Angabe von 1 bis 2 Werktagen vermuten lässt.
WorldRemit
Ein weiterer praktischer Online-Anbieter für Überweisungen aus Spanien ist WorldRemit.

WorldRemit hat keinen Mindestbetrag und ist in über 140 Ländern aktiv. Die Wechselkurse sind recht gut, und auch Bargeldabholung ist möglich.
Für Überweisungen aus Spanien kannst Du Debit- oder Kreditkarte, Apple Pay und mehr nutzen. Egal womit Du zahlst, liegt das Limit bei 8.000 € pro Tag.
Die Gebühren von WorldRemit hängen vom gewählten Zahlungsweg und vom Zielland ab. Auch die Wechselkurse richten sich nach der Auszahlungsart. Beides wird Dir vor der Überweisung angezeigt, sodass Du genau weißt, wie viel Dein Empfänger bekommt.
Bei einer Banküberweisung von 1.000 € aus Spanien in die USA zahlst Du 3,99 € Gebühr, und beim Empfänger kommen 1.084,80 US-Dollar an.
Das ist nicht ganz so günstig wie Revolut oder Wise, aber besser als die folgenden Optionen.
Banküberweisungen
Der klassische Weg, Geld aus Spanien ins Ausland zu schicken, ist die Banküberweisung. Dafür brauchst Du ein spanisches Bankkonto, das solltest Du also zuerst klären.

Je nach Zielland und Währung gibt es zwei Arten internationaler Überweisungen:
- SEPA–Auslandsüberweisungen: Geldtransfers per Banküberweisung zwischen Unternehmen oder Privatpersonen innerhalb des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA).
- SWIFT–Auslandsüberweisungen: geregelt durch die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT). Sie kommen außerhalb des SEPA-Netzes zum Einsatz.
Für Standardüberweisungen innerhalb der SEPA-Zone berechnen spanische Banken keine Gebühren. Für Überweisungen außerhalb des SEPA-Netzes zahlst Du dagegen zusätzlich.
SWIFT-Überweisungen werden für Länder genutzt, die nicht zum SEPA-Netz gehören. Hier fallen die Gebühren in der Regel höher aus.
Dazu können Kosten der Zwischenbanken und der Empfängerbank kommen. Je nach gewählter Versandart musst Du mit den folgenden Kürzeln festlegen, wer die Überweisungsgebühren trägt.
- OUR–Versandart: Der Absender trägt alle Kosten.
- SHA–Versandart (geteilte Kosten): Die Gebühren werden zwischen Absender und Empfänger aufgeteilt.
- BEN–Versandart: Der Begünstigte trägt alle Kosten, die Gebühren werden also vom überwiesenen Betrag abgezogen.
Bei der Bank BBVA zahlst Du mit der Option OUR zum Beispiel 0,70 Prozent Gebühren bei einem Mindestbetrag von 35 €. Mit BEN oder SHA zahlst Du 0,60 Prozent (mindestens 18 €) für das Senden und 0,40 Prozent (mindestens 21 €) für den Empfang.
Bei allen internationalen Überweisungen außerhalb des SEPA-Netzes kommen außerdem 10 € für die SWIFT-Überweisung hinzu.
Mit all diesen Gebühren kannst Du bei einer Banküberweisung von 1.000 € in die USA mit etwa 1.081 US-Dollar beim Empfänger rechnen. Die Gebühren unterscheiden sich allerdings von Bank zu Bank.
Innerhalb des SEPA-Netzes dauern Überweisungen ein bis zwei Werktage, SWIFT-Überweisungen können zwei bis fünf Werktage brauchen.
Echtzeitüberweisungen in Euro und Empfängerprüfung
Euro-Überweisungen von einer spanischen Bank auf ein anderes Eurokonto sind 2025 schneller und sicherer geworden. Nach der EU-Verordnung über Echtzeitüberweisungen müssen Banken in Euro-Ländern Dir Echtzeitüberweisungen in Euro anbieten und dürfen dafür nicht mehr verlangen als für eine normale Überweisung. (Stand: Oktober 2026.)
Seit dem 9. Oktober 2025 muss Deine Bank außerdem vor der Bestätigung einer Euro-Überweisung den Namen des Empfängers mit der IBAN abgleichen, und diese Prüfung ist kostenlos. Stimmt der Name nicht überein, warnt Dich die App. Nimm diese Warnung ernst, denn sie ist der wichtigste Schutz davor, Geld auf das Konto eines Betrügers zu schicken.
Das gilt nur für Euro-Überweisungen. Überweisungen in die USA, nach Großbritannien oder in andere Länder außerhalb des Euroraums laufen weiterhin über SWIFT oder einen Überweisungsdienst.
Xoom (PayPal)
XOOM, ein Dienst von PayPal, nutzen viele Menschen weltweit, um Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Er eignet sich auch für Überweisungen aus Spanien, ist aber nicht die günstigste Option.

Mit Deinem PayPal-Konto hast Du zwei Möglichkeiten für internationale Überweisungen:
- Du schickst das Geld direkt an das PayPal-Konto des Empfängers.
- Du nutzt PayPals XOOM und schickst das Geld direkt auf das Bankkonto des Empfängers.
Wähle außerdem die Option für private Zahlungen, denn die sind innerhalb des SEPA-Netzes kostenlos. Für internationale Überweisungen außerhalb des SEPA-Netzes verlangt PayPal dagegen höhere Gebühren.
Zu beachten ist auch, dass die Wechselkurse schlechter sind als die Mittelkurse auf XE.
Die Gesamtkosten für Überweisungen aus Spanien mit PayPal liegen bei mindestens 2,5 Prozent des Überweisungsbetrags, einschließlich Zahlungs- und Umrechnungsgebühren. In manchen Fällen kann eine Überweisung über PayPal fast 10 Prozent des Betrags kosten.
Wenn Du 1.000 € von Spanien über XOOM in die USA schickst, bekommt der Empfänger 1.071,50 US-Dollar. Darin sind eine Überweisungsgebühr von 1,99 € und die versteckten Kosten im Wechselkurs bereits abgezogen.
Überweist Du direkt auf das PayPal-Konto des Empfängers, ist das Geld sofort da. Bei Xoom hängt die Dauer vom Zielland und von der verwendeten Währung ab.
Geht das Geld zum Beispiel auf ein Bankkonto in den USA, ist es meist am nächsten Werktag da. Bei einer Visa- oder Mastercard einer berechtigten Bank kommt es in der Regel binnen Minuten an. Bei der Abholoption ist das Geld normalerweise ebenfalls innerhalb von Minuten verfügbar.
Western Union
Western Union ist seit Langem eine beliebte Wahl für Überweisungen aus Spanien ins Ausland, aber wie PayPal nicht die günstigste Option.

Western Union hat durchaus Vorteile, zum Beispiel:
- Weder Sender noch Empfänger brauchen ein Bankkonto.
- Das Geld kommt schnell an; der Empfänger hat es innerhalb von Minuten.
- Western Union deckt praktisch die ganze Welt ab (200 Länder).
Die größten Nachteile sind die hohen Gebühren und das Tageslimit von 3.000 €.
Die Gebühren hängen vom Betrag, von Sende- und Empfangsland sowie von Zahlungs- und Auszahlungsart ab.
Wer per Kredit- oder Debitkarte zahlt und das Geld bar ausgezahlt bekommt, wählt manchmal die teuerste Kombination. Auch die Auszahlung in der Filiale kostet in der Regel mehr als eine Online-Überweisung.
Wie die meisten Überweisungsdienste verdient Western Union einen Teil seines Gewinns über einen Aufschlag auf den Mittelkurs.
Wenn Du mit Western Union 1.000 € in die USA schickst, kommen nach dem Wechselkursaufschlag und einer Überweisungsgebühr von 4,90 € 1.034,61 US-Dollar an.
Western Union ist für Überweisungen oft nicht die günstigste Wahl, aber in vielen Ländern verfügbar und kann in extrem dringenden Fällen nützlich sein.
Postanweisungen
Postanweisungen laufen über die spanische Post, Correos.
Wir erwähnen sie, weil sie seit jeher ein klassischer Weg sind, Geld von Spanien nach Kolumbien, Kuba, Marokko, Uruguay, Peru, Portugal, Chile, Ecuador und Paraguay zu schicken.
Über die spanische Post kannst Du auch in andere Länder Geld schicken, dann läuft das aber über Western Union, und es fallen zusätzliche Gebühren an.
Der größte Vorteil: Weder Du noch der Empfänger braucht ein Bankkonto. Du zahlst das Bargeld bei der Post ein, und der Empfänger holt es in einer Filiale vor Ort ab.
Das Verfahren ist auch sicher, erlaubt aber höchstens 2.500 € pro Tag.
Die Gebühr beträgt etwa 4,75 € plus 1,25 Prozent Aufschlag für den Währungsumtausch. Der Empfänger bekommt das Geld innerhalb von 15 Minuten.
Der günstigste Weg, Geld aus Spanien zu senden
Rein nach Kosten betrachtet, ist laut der Tabelle unten Revolut oder Wise Deine beste Wahl, wenn beim Empfänger von 1.000 € möglichst viel ankommen soll.
Ganz so eindeutig ist es aber nicht immer. Wenn Du mehr als 10.000 € überweisen willst, kann eine Banküberweisung mit festen Gebühren die bessere Lösung sein.
Egal für welchen Dienst Du Dich entscheidest, schau vorher immer bei Monito nach, denn dort stehen die jeweils besten Online-Anbieter des Tages.
| Methode | Dauer | Gesendete Euro | Empfangene US-Dollar |
|---|---|---|---|
| Revolut | 1–3 Tage | 1.000 € | ca. 1.080–1.100 US$ |
| Wise | 1–2 Tage | 1.000 € | ca. 1.075–1.095 US$ |
| WorldRemit | Innerhalb von 1 Tag | 1.000 € | ca. 1.060–1.085 US$ |
| Banken | 2–4 Tage | 1.000 € | ca. 1.050–1.080 US$ |
| Xoom (PayPal) | 1–3 Tage | 1.000 € | ca. 1.040–1.070 US$ |
| Western Union | 1–4 Tage | 1.000 € | ca. 1.000–1.050 US$ |
Geld aus Spanien senden: Schritt für Schritt
Egal für welchen Dienst Du Dich entscheidest: In dieser Reihenfolge sparst Du Kosten und vermeidest die meisten Probleme:
- Daten des Empfängers einholen. Du brauchst den vollständigen Namen, die IBAN oder Kontonummer und bei Überweisungen außerhalb Europas den SWIFT-Code der Bank.
- Ankommenden Betrag vergleichen. Prüfe zwei oder drei Anbieter für denselben Betrag und schau, was nach Gebühren und Wechselkurs auf dem Empfängerkonto landet.
- Zahlungsart wählen. Die Zahlung an einen Überweisungsdienst per Banküberweisung ist meist günstiger als per Karte.
- Namensabgleich prüfen. Lies bei Euro-Überweisungen das Ergebnis der Empfängerprüfung, bevor Du bestätigst.
- Beleg aufbewahren. Speichere die Bestätigung, falls Deine Bank oder die Bank des Empfängers nach der Herkunft des Geldes fragt.
Wenn Du auch Geld nach Spanien bekommst, findest Du in unserem Ratgeber alles zum Geld nach Spanien überweisen. Weitere Anbieter stellt unsere Übersicht der besten Wege, Geld ins Ausland zu schicken, vor.
Jetzt bist Du dran
Es gibt viele Wege, Geld aus Spanien zu senden, an Auswahl mangelt es also nicht. Die perfekte Lösung für alle gibt es allerdings nicht.
Du musst selbst entscheiden, was am besten passt, je nachdem, wie viel Du schickst und wie schnell das Geld da sein soll. Dabei hat Dir dieser Artikel hoffentlich geholfen.
FAQ
Muss ich eine Überweisung von mehr als 10.000 € aus Spanien anmelden?
Bei einer Bank- oder App-Überweisung nicht. Die Meldepflicht ab 10.000 € mit Formular S1 gilt für Bargeld und ähnliche Inhaberpapiere, die Du nach oder aus Spanien mitnimmst oder per Post verschickst.
Was ist der günstigste Weg, Geld aus Spanien zu senden?
Meist ist ein Online-Dienst wie Wise oder Revolut mit Mittelkurs am günstigsten. Bei großen Summen lohnt sich zusätzlich der Vergleich mit der Pauschalgebühr einer Bank.
Sind SEPA-Überweisungen aus Spanien kostenlos?
Viele spanische Banken berechnen für normale Euro-Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums nichts, und nach EU-Recht dürfen sie für Echtzeitüberweisungen in Euro nicht mehr verlangen als für normale.
Was ist das Modelo 720?
Das ist das spanische Steuerformular, mit dem Einwohner im Ausland gehaltenes Vermögen melden, darunter ausländische Bankkonten, wenn der Gesamtsaldo über 50.000 € liegt. Abgabefrist ist der 1. Januar bis 31. März.
Wie lange dauert eine Überweisung aus Spanien?
Euro-Überweisungen innerhalb von SEPA können als Echtzeitüberweisung in Sekunden ankommen, sonst in ein bis zwei Werktagen. SWIFT-Überweisungen außerhalb Europas dauern meist zwei bis fünf Werktage.
Quellen
- Gesetz 10/2010, Artikel 34 (BOE): Die Meldepflicht ab 10.000 € gilt für die physische Mitnahme von Bargeld und Inhaberpapieren.
- Verordnung HAP/72/2013 (BOE): Abgabefrist für das Modelo 720 vom 1. Januar bis 31. März.
- Agencia Tributaria: Modelo-720-FAQ: Schwelle von 50.000 € und Regel zur Erhöhung um 20.000 € in Folgejahren.
- Verordnung (EU) 2024/886: Echtzeitüberweisungen in Euro ohne Aufpreis und kostenlose Empfängerprüfung ab dem 9. Oktober 2025.





