Lebenshaltungskosten in Spanien als Expat: Wie viel brauchst Du?

Lebenshaltungskosten in Spanien als Expat: Wie viel Geld brauchst Du pro Monat?

Dieser Artikel benötigt etwa 18 Minuten Lesezeit. Gerade keine Zeit? Kein Problem. Schicken Sie sich die werbefreie Version per E-Mail und lesen Sie sie später.

loading image

Für viele Expats gehört Spanien zu den besten Ländern Europas zum Leben, nicht zuletzt wegen der vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten.

Dazu kommen ein tolles Klima, eine vielfältige Küche und traumhafte Orte zum Wohnen und Entdecken.

Wer überlegt, für Arbeit, Studium oder den Ruhestand nach Spanien zu ziehen, findet hier einen Überblick, mit welchen monatlichen Ausgaben er für Miete, Essen, Nebenkosten, Verkehrsmittel und mehr rechnen muss.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lebenshaltungskosten in Spanien unterscheiden sich stark von Region zu Region: Im Zentrum von Barcelona und Madrid ist es teuer, in Sevilla, Valencia und Málaga lebt man dagegen komfortabel für einen Bruchteil davon.
  • Eine einzelne Person braucht in einer spanischen Großstadt für ein komfortables Leben inklusive Miete grob 1.500 bis 2.000 € im Monat.
  • Die Mieten steigen in den großen Städten seit Jahren; wer etwas Gutes findet, sollte sich ruhig langfristig binden.
  • Das staatliche Gesundheitssystem in Spanien ist ausgezeichnet und für gemeldete Einwohner kostenlos; eine private Basisversicherung gibt es ab etwa 30 bis 70 € im Monat.
  • Das Mittagsmenü (menú del día) für rund 10 bis 12 € ist eine der besten Möglichkeiten in Spanien, gut und günstig zu essen.
  • Schulgebühren reichen von kostenlos (öffentliche Schulen) über 3.200 bis 4.500 € pro Jahr (teilprivate Schulen) bis zu 1.100 € im Monat (internationale Schulen).
  • Zumindest Grundkenntnisse in Spanisch erleichtern den Alltag erheblich, besonders außerhalb der großen Touristenstädte.

Lebenshaltungskosten im Überblick

Die Lebenshaltungskosten in Spanien hängen von vielen Faktoren ab, vor allem aber von Deinem Lebensstil. Frag Dich zum Beispiel:

  • Ziehe ich allein, mit Partner oder mit Kindern nach Spanien?
  • Wo in Spanien möchte ich wohnen?
  • Lebe ich lieber im Stadtzentrum oder am Stadtrand?
  • Wie oft gehe ich auswärts essen?

All das wirkt sich auf Deine Ausgaben aus.

Die Kosten in diesem Artikel sind Schätzwerte. Die Preise ändern sich laufend, und exakte Zahlen lassen sich nicht seriös nennen.

Außerdem unterscheiden sich die Kosten von Mensch zu Mensch stark: Was für den einen günstig ist, kann für den anderen teuer sein.

Sieh den Artikel deshalb als Orientierung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was das Leben in Spanien kostet.

Miete

Die Regionen Spaniens sind sehr verschieden, und Deine Lebenshaltungskosten hängen stark davon ab, wo Du Dich niederlässt.

Wohnung mieten in Madrid
Die Mieten in Madrid gehören zu den höchsten in Spanien.

Katalonien, Madrid und das Baskenland sind in Spanien teuer; in Andalusien oder Valencia fällt die Miete dagegen in der Regel niedriger aus.

Die meisten Expats entscheiden sich für Madrid und Barcelona, die beiden großen Rivalen des Landes. Die Mietpreise hängen vom Stadtviertel ab und oft auch davon, ob die Wohnung möbliert ist. Unmöblierte Wohnungen sind meist günstiger.

Expats nennen den Mietmarkt immer wieder als größte Hürde beim Ankommen. In Madrid und Barcelona sind die Mieten in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und gute Wohnungen für längere Zeit sind oft binnen Tagen vergeben. Zwar dürfen die Regionen seit dem Wohnungsgesetz von 2023 die Mieten in ausgewiesenen „angespannten Gebieten“ deckeln, in der Praxis führt aber meist etwas anderes zum Ziel: schnell handeln, Unterlagen und Kaution bereithalten und auch Viertel am Rand des Zentrums in Betracht ziehen.

Auch ein Preisvergleich lohnt sich. Ein Expat im Forum von expat.com verglich im August 2026 Inserate in Madrid und stellte fest, dass Idealista und Fotocasa für dieselben Wohnungen spürbar unterschiedliche Preise nannten. Schau also auf beiden Portalen nach, bevor Du verhandelst.

Nehmen wir Barcelona, eine beliebte Stadt bei Expats, als Beispiel für die verschiedenen Preisniveaus. Eines der gefragtesten Viertel ist Sarrià, das als vornehme Gegend gilt. Die Mieten dort sind vergleichsweise hoch.

Für eine Wohnung unter sechzig Quadratmetern zahlst Du etwa 1.400 bis 2.000 € im Monat. Je nach Ausstattung kann es noch teurer werden.

Eixample ist ein zentrales und charmantes Viertel, besonders für Singles und Paare, und günstiger als Sarrià.

Für eine Einzimmerwohnung liegt der Durchschnittspreis bei 1.200 bis 1.600 € im Monat. In Sants oder Sant Andreu fällt die Miete moderater aus.

Für eine Zweizimmerwohnung in Sants zahlst Du etwa 750 bis 1.200 € im Monat.

Du willst lieber außerhalb einer Großstadt wohnen?

Advertisement

Manche Expats ziehen in kleinere Städte. Sant Cugat ist ein gemütlicher Ort, den viele Expats wählen, vor allem Familien mit Kindern. Die Mieten entsprechen hier ungefähr denen im Barceloneser Viertel Sarrià.

Auch Castelldefels und Sitges, zwei weitere Nachbarorte Barcelonas, sind einen Blick wert. Castelldefels liegt etwa 30 bis 40 Minuten mit dem Zug entfernt und ist günstiger als Sant Cugat. Viele Expats mögen den Ort wegen seiner Strände.

Beim Mieten einer Wohnung in Spanien kommen weitere Kosten dazu. Was Dich bei Agenturen und Kautionen erwartet, erklärt unser Ratgeber zur langfristigen Wohnungssuche in Spanien.

Bei einer langfristigen Wohnungsmiete in Spanien ist gesetzlich eine Kaution (fianza) von einer Monatsmiete vorgeschrieben; der Vermieter darf zusätzlich eine Garantie von bis zu zwei weiteren Monatsmieten verlangen. (Stand: September 2026.)

Viele Wohnungen werden über Agenturen vermittelt, doch nach dem spanischen Mietrecht muss der Vermieter die Maklergebühr und die Vertragskosten tragen, nicht Du.

Expats im Forum von expat.com berichten, dass Agenturen Ausländern diese Gebühren trotzdem berechnen wollen. Außerdem warnen sie vor temporada-Verträgen (Zeitmietverträgen), bei denen die meisten Mieterrechte entfallen. Lass Dir nachweisen, dass Deine Kaution bei der regionalen Wohnungsbehörde hinterlegt wurde.

Strom und Wasser

Strom- und Wasserkosten lassen sich schwer schätzen, denn sie hängen von vielen Faktoren ab, etwa davon,

  • ob Du in einer großen oder kleinen Wohnung lebst,
  • mit wie vielen Personen Du zusammenwohnst
  • und ob Du von zu Hause oder im Büro arbeitest.

Als Beispiel: Zwei Personen in einer 40-Quadratmeter-Wohnung zahlen vielleicht 70 € im Monat für Strom und 50 € für Wasser.

Handy und Internet

Wer Internet und Mobilfunk beim selben Anbieter bucht, bekommt oft ein günstigeres Paket.

Vodafone bietet beispielsweise Handy-und-Internet-Pakete für rund 45 € im Monat an.

Wenn Du eine spanische Nummer brauchst, empfehle ich Movistar; geht es Dir eher um einen günstigen Preis, wirf einen Blick auf Lowi.

Essen

Spanien ist für seine vielfältige Küche bekannt, deshalb findest Du im ganzen Land Essen in jeder Preisklasse.

Supermärkte

Spanische Supermärkte haben ein tolles Angebot. Es gibt verschiedene Ketten in unterschiedlichen Preisklassen; besonders günstig kauft man bei Mercadona ein.

Frische Garnelen
Im Supermarkt bekommst Du frische Produkte zu guten Preisen.

Auch Carrefour und Alcampo haben gute Angebote. Der Supermarkt von El Corte Inglés führt hervorragende Produkte, ist aber teurer.

Im durchschnittlichen Supermarkt kostet ein Liter Milch etwa 95 Cent, eine Flasche Wein mittlerer Qualität rund 5 € und ein Dutzend Eier im Schnitt 1,80 €.

Daneben gibt es Supermärkte mit regionalen Produkten, in denen Du leckeres Obst und Gemüse bekommst.

Ein Kilogramm Orangen kostet ungefähr 1,67 €, ein Kilogramm Tomaten 1,70 €. Auch frischen Fisch und Fleisch findest Du in großer Auswahl.

Für bessere Qualität und natürlichere Produkte empfehle ich, im Supermarkt einzukaufen.

Restaurants

Die Zahl der Restaurants in Spanien wird Dich vielleicht überraschen. Die Spanier essen gern, und selbst in jedem kleinen Dorf gibt es mindestens ein Restaurant.

Die Preise hängen vom Lokal ab, aber insgesamt kannst Du in Spanien sehr günstig essen und trinken.

In Sevilla bekommst Du ein leckeres Abendessen schon für 12 bis 18 € pro Person. In Madrid oder Barcelona zahlst Du ungefähr 20 bis 25 € pro Person.

Ein Glas Wein kostet etwa 2,50 bis 5 €, ein Bier rund 2 bis 3,50 €.

An Werktagen gibt es in Spanien das Mittagsmenü „menú del día“ zu durchschnittlich 10 €. Meist sind Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränk enthalten.

Fast alle Restaurants bieten es an; die Preise unterscheiden sich je nach Lokal.

Verkehrsmittel

Um durch das Land zu reisen, hast Du viele günstige Möglichkeiten. Wenn es das Flugzeug sein muss, haben die heimischen Airlines Iberia und Vueling oft gute Angebote.

Renfe-Zug
Von Barcelona nach Madrid kommst Du mit Renfe für rund 30 €.

Auch Tickets für die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen den Städten gibt es zu niedrigen Preisen.

Schau Dir die Billigzüge Avlo auf der Renfe-Website an oder die Konkurrenten OUIGO und Iryo. Von Barcelona nach Madrid kommst Du für etwa 35 €, die Fahrt dauert zwei Stunden und 45 Minuten.

Lieber mit dem Bus? Bei ALSA findest Du die besten Preise. Für die sechsstündige Fahrt von Madrid nach Málaga zahlst Du 16 €.

Falls weder Bus noch Zug passen, ist BlaBlaCar eine günstige Alternative.

In Barcelona kostet ein Einzelfahrschein in der Metro 2,90 €, mit der T-casual für 13 € bekommst Du aber zehn Fahrten auf allen Linien in Zone 1. (Stand: September 2026.)

In großen Städten gibt es auch Leihfahrräder. Ein Jahresabo für Bicing in Barcelona kostet 50 €, und manchmal bist Du mit dem Rad schneller unterwegs als mit Auto oder Bus. Anmelden kannst Du Dich auf Barcelona.cat.

Wer am Hang wohnt: E-Bikes sind im Abo enthalten und kosten 0,40 € für die ersten 30 Minuten jeder Fahrt. (Stand: September 2026.)

Die Taxipreise in Spanien hängen von der Stadt ab. Am teuersten ist Taxifahren in San Sebastián (Baskenland): Der Grundpreis beträgt 6 €, dazu kommen 0,71 € pro Kilometer.

Gesundheit

In Spanien gibt es ein staatliches und ein privates Gesundheitssystem. Unser Ratgeber zu Krankenhäusern in Spanien hilft Dir, im Ernstfall die passende Einrichtung zu finden.

Wenn Du Dich bei der Gemeinde anmeldest, kannst Du das staatliche Gesundheitssystem möglicherweise kostenlos nutzen.

Alternativ bekommst Du bei Sanitas oder DKV eine private Basisversicherung für etwa 30 bis 70 € im Monat.

Ohne private oder gesetzliche Versicherung zahlst Du für einen Besuch beim Allgemeinarzt 50 bis 150 €.

Hilfe zur Krankenversicherung in Spanien findest Du in unserem ausführlichen Artikel Krankenversicherung für Expats in Spanien: Das musst Du wissen.

Bildung

Wie in den meisten Ländern gibt es auch in Spanien Bildungsangebote in ganz unterschiedlichen Preisklassen.

Schulen für Kinder

In Spanien gibt es drei Arten von Schulen für Kinder:

Advertisement
  • öffentliche Schulen (colegios públicos)
  • Privatschulen (colegios privados)
  • teilprivate Schulen (colegios concertados)

Öffentliche Schulen sind kostenlos, für Material musst Du aber unter Umständen selbst zahlen. Um Dein Kind an einer öffentlichen Schule anzumelden, musst Du Dich bei der Gemeinde registrieren.

Die Preise für Privatschulen hängen von Lage, Renommee und Sprache ab, liegen aber meist bei rund 650 € im Monat. Internationale Schulen sind teurer, mit etwa 1.100 € im Monat.

Teilprivate Schulen sind nicht kostenlos, der Staat übernimmt aber einen Teil der Kosten. Die meisten sind im Gegensatz zu den weltlichen öffentlichen Schulen konfessionell. Im Schnitt kostet diese Schulform 3.200 bis 4.500 € pro Jahr.

Sprachkurse

In Spanien sprechen viele Menschen Englisch. Trotzdem bringt es Dir etwas, Spanisch zu sprechen, besonders wenn Du in einer Kleinstadt leben willst.

Für Einkäufe oder Behördengänge brauchst Du dann zumindest ein grundlegendes Maß an Verständigung.

In Galicien, Katalonien und im Baskenland gibt es außerdem eigene Landessprachen. Spanisch wird aber überall im Land fließend gesprochen.

Private Sprachschulen bieten Intensivkurse für 150 € pro Woche an. Lieber Einzelunterricht mit einem Muttersprachler? Ich empfehle Superprof, dort bekommst Du Stunden für 25 € pro Stunde.

Einen ausführlicheren Überblick zum Spanischlernen gibt unser kompletter Ratgeber zum Spanischlernen online mit verfügbaren Kursen.

Freizeit

Spanien bietet viele Freizeitmöglichkeiten, zum Beispiel Fitnessstudios, Kinos und Urlaubsreisen.

Fitnessstudios

Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kostet durchschnittlich 40 bis 60 € im Monat. Der Club Natació Atlètic-Barceloneta, eines der beliebtesten Studios in Barcelona, verlangt 47,50 € im Monat.

Fitnessstudio mit Lifecycle-GX-Kursen
Für eine monatliche Mitgliedschaft im Fitnessstudio zahlst Du in Spanien etwa 40 bis 50 €.

Beachte die Anmeldegebühr, die sogenannte matrícula. Sie entspricht zwei Monatsbeiträgen, wird bei Aktionen aber manchmal erlassen.

Eine günstigere Alternative sind städtische Fitnessstudios, die bessere Konditionen bieten als private.

In Barcelona bekommst Du eine Mitgliedschaft teils für unter 40 €, mit Familienangehörigen sogar manchmal günstiger.

Kinos

Wenn Dir Netflix zu Hause langweilig wird, ist das Kino immer eine gute Idee. Ein Kinoticket kostet in Spanien durchschnittlich etwa 6 bis 10 €.

Urlaub

Auch wenn das Leben in Spanien schon wie Urlaub ist, brauchst Du ab und zu Abwechslung vom Alltag. Es gibt in Spanien viele Reiseziele zu sehr fairen Preisen.

Wie wäre es mit einer Insel, etwa den Kanaren, Ibiza oder den Balearen? Außerhalb der Hochsaison sind die Tickets günstig.

So fliegst Du von Barcelona für unter 100 € auf die Kanaren, und nach Mallorca oder Menorca kommst Du zeitweise schon für 50 €.

Wenn Strand nicht Dein Ding ist, kannst Du in die Pyrenäen fahren oder im Winter in Andorra Ski fahren.

Auch Andalusien ist wunderschön und bietet Essen und Unterkünfte zu fairen Preisen. Im Baskenland gibt es ebenfalls jede Menge zu erleben.

Für Flüge im Land bieten Vueling und Ryanair günstige Tickets. Für Reisen über Land buchst Du am besten einen Hochgeschwindigkeitszug auf der Renfe-Website. Viele nutzen auch BlaBlaCar.

Als Alternative zum Hotel kannst Du außerdem Airbnb ausprobieren.

Von Reisen im August rate ich ab, denn dann ist Hauptsaison. Die Einheimischen haben meist in diesem Monat Urlaub, und es kommen viele Touristen. Die Unterkunftspreise steigen drastisch.

Friseur, Massage und Maniküre

Ein Herrenhaarschnitt kostet 20 bis 30 €, für Frauen liegt der Preis bei etwa 25 bis 45 €.

Eine gute Massage bekommst Du für 40 bis 60 €.

In einem schicken Schönheitssalon zahlst Du 60 € für Shellac-Maniküre und -Pediküre. Bessere Angebote findest Du allerdings bei Treatwell.

In den spanischen Großstädten sind Beautyleistungen teurer, in kleineren Orten sinken die Preise.

Haushaltshilfe

Reinigungsdienste sind in Spanien recht günstig.

Eine Haushaltshilfe von einem professionellen Reinigungsunternehmen wie Mypoppins (aktiv in Madrid, Barcelona, Valencia, Saragossa und Palma) kostet 14 € pro Stunde.

Durchschnittliche Lebenshaltungskosten in den Regionen Spaniens

In Spanien lebst Du mit hoher Lebensqualität zu erschwinglichen Kosten. Exakte Zahlen zu nennen ist leider schwierig, aber ich habe mein Bestes getan, die Lebenshaltungskosten für die beliebtesten Expat-Ziele des Landes zu schätzen.

Der Platz der Stadt Valencia
Die Lebenshaltungskosten in Spanien sind je nach Region verschieden. In Valencia lebt man zum Beispiel deutlich günstiger als in Madrid oder Katalonien.

Einer der wichtigsten Kostenfaktoren ist der Wohnort. Die Regionen Spaniens unterscheiden sich stark, und Du findest leicht eine Gegend, die Dir gefällt.

Du möchtest la vida tranquila genießen? Dann ist Andalusien die richtige Wahl.

Du bist ein Stadtmensch? Schau Dir Barcelona oder Madrid an.

Du möchtest sparen, aber trotzdem das Stadtleben genießen? Dann kann Valencia eine sehr praktische Wahl sein.

Sehen wir uns die Lebenshaltungskosten in einigen beliebten Teilen Spaniens an.

Madrid

Wie viel das Leben in der Hauptstadt kostet, hängt von Deinem Lebensstil ab. Im Stadtzentrum sind die Preise höher.

In Madrid brauchst Du mindestens 1.100 € im Monat, ohne Wohnkosten. Die Miete schwankt, eine Zweizimmerwohnung bekommst Du aber für 750 bis 1.200 € im Monat.

Insgesamt kostet das Leben in Madrid für eine einzelne Person zwischen 1.900 und 2.500 €.

Katalonien

Die meisten Expats leben in der katalanischen Hauptstadt.

Die Miete in Barcelona liegt etwas über der in Madrid, insgesamt sind die Preise aber vergleichbar. In beiden Städten sind die Mieten 2025 um 3 bis 8 % gestiegen, für 2026 wird ein weiterer Anstieg von 3 bis 5 % erwartet. Es lohnt sich also, früh einen langfristigen Mietvertrag abzuschließen.

Eine einzelne Person braucht etwa 1.200 € im Monat. Zusammen mit der Miete liegen die Lebenshaltungskosten in Katalonien damit pro Person zwischen 2.000 und 3.000 €.

Baskenland

Das Baskenland zieht viele Expats an, mit seiner atemberaubenden Natur, den reizvollen Atlantikstränden und dem außergewöhnlichen Essen.

Wenn Dir Regentage nichts ausmachen, lebt es sich hier komfortabel. Bilbao, San Sebastián und Vitoria sind gemütliche Städte zum Wohnen, aber nicht billig.

Für eine Dreizimmerwohnung außerhalb des Zentrums von Bilbao zahlst Du etwa 900 bis 1.400 €, und die monatlichen Ausgaben einer Familie können bis zu 2.800 € betragen.

Andalusien

Reiche Kultur, mildes Klima und herzliche Menschen erwarten Dich in Andalusien. In Granada, Sevilla und Málaga wirst Du Dich schnell verlieben.

Die Mieten in Málaga sind günstig. Eine Dreizimmerwohnung außerhalb des Zentrums kostet 650 bis 1.200 € im Monat. Die geschätzten monatlichen Kosten einer einzelnen Person liegen bei rund 700 €.

Auch Marbella ist bei Expats beliebt. Die Mieten dort sind im Vergleich zum Rest Andalusiens allerdings recht hoch, und auch die Restaurants sind teurer.

Valencia

Valencia ist eine praktische Wahl für Expats, die Stadtleben und Meer lieben, aber das Chaos der Großstadt meiden wollen. Hier lebt es sich günstiger als in Barcelona.

Eine Zweizimmerwohnung außerhalb des Zentrums bekommst Du für 500 bis 800 € im Monat, die monatlichen Ausgaben einer einzelnen Person liegen bei etwa 650 bis 800 €.

Ein weiterer preiswerter Ort in der Region Valencia ist Alicante an der Südostküste Spaniens. Dort kannst Du in der Sonne liegen und segeln.

Der günstigste Ort zum Leben in Spanien

Der Süden Spaniens ist vergleichsweise günstiger als der Norden.

Wer eine hohe Lebensqualität zu niedrigen Kosten sucht, sollte sich Sevilla, Granada und Málaga ansehen. Die durchschnittliche Miete in diesen Städten liegt bei 1.100 bis 1.600 € im Monat.

Außerdem bietet der Süden Spaniens viele traumhafte Ausflugsziele, sodass Du für den Urlaub nie weit suchen musst.

Auch im Rest des Landes findest Du fantastische, bezahlbare Orte zum Leben. Meide einfach die Großstädte, wo es schnell teuer wird.

Wie viel Geld brauche ich zum Leben in Spanien?

Ich kann Dir Kosten nennen, die auf meinen eigenen Erfahrungen in der Stadt beruhen. Ich habe mit meinem Mann im Zentrum von Barcelona gewohnt, in einer 40 Quadratmeter großen Zweizimmerwohnung.

Die Miete lag bei rund 1.100 €. Die Wohnung war unmöbliert, und ein Parkplatz war in der Miete enthalten. Strom, Wasser und Internet kosteten zusammen 170 € im Monat. Für Lebensmittel gaben wir monatlich etwa 500 bis 650 € aus.

Wir gingen gern mindestens zweimal pro Woche auswärts essen. Berühmte Tapas im Restaurant kosteten uns 50 bis 70 €.

Dazu kamen meine übrigen persönlichen Ausgaben, etwa für Verkehrsmittel, Krankenversicherung, Schönheitssalons und Fitnessstudio. Du kannst aber beruhigt sein: Verglichen mit anderen europäischen Ländern sind die Lebenshaltungskosten in Spanien sehr günstig.

Um genau zu sagen, wie viel Du brauchst, müsste ich allerdings mehr über Dich wissen. Alles hängt von Deinen Wünschen und Bedürfnissen ab.

Wer als Single mitten in Madrid wohnt und Nachtleben und viele Aktivitäten schätzt, muss mit monatlichen Kosten ab etwa 2.100 € rechnen.

Wenn Du mit Deiner Familie in einer gemütlichen, ruhigen Gegend von Madrid leben möchtest, gibst Du inklusive Haushaltshilfe und Schulkosten vielleicht 3.700 € im Monat aus.

Lieber im charmanten Málaga? Als Single ohne Familie lebst Du dort komfortabel für 1.600 bis 2.000 € im Monat. Ziehst Du mit Familie hin, liegen die Ausgaben bei etwa 2.800 € im Monat.

Ein komfortables Leben in Barcelona kostet im Durchschnitt zwischen 2.000 und 2.700 € im Monat.

Und jetzt zu Dir

Spanien wird bei Expats immer beliebter, die Lebensqualität, gutes Essen und herrliches Wetter schätzen. Bevor Du ankommst, lohnt sich ein Blick auf die Kontoeröffnung in Spanien, denn mit einem lokalen Konto lassen sich Miete und Nebenkosten viel leichter bezahlen. Kommt Dein Einkommen aus dem Ausland, zeigt unser Ratgeber zum Geldtransfer nach Spanien die günstigsten Wege.

Ich hoffe, dieser Ratgeber zu den Lebenshaltungskosten in Spanien hilft Dir, Deine Ausgaben im Land einzuschätzen.

Quellen

Julia
Julia Teresani ist Schriftstellerin und lebt derzeit als Expat in Shanghai. Zuvor verbrachte sie fünf Jahre in Barcelona. Julia entdeckt leidenschaftlich gern neue Orte und teilt ihre Empfehlungen mit ihren Leserinnen und Lesern. Auf Instagram kannst du ihr folgen: @julianiteresani.
Sponsored
Questions About This Article?
Please post them in our Reddit community at /r/expatden.