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China ist für viele nicht die erste Wahl, wenn es um ein Auslandssemester geht. Die Sprache wirkt schwierig, verglichen mit einem Sommer in Australien, die Kultur kommt einem ziemlich fremd vor, und was soll man dort überhaupt essen? Stimmt, China ist eher etwas für Abenteuerlustige. Trotzdem gibt es gute Gründe, in China zu studieren.
Globale Bedeutung
China bietet eine faszinierende Kultur, eine reiche Geschichte, eine spannende Sprache und ein akademisches Abenteuer, das sich lohnt. Ein Studium in China verschafft Dir einen Vorsprung bei späteren Jobchancen, in China wie im Ausland.
Auf Englisch oder Chinesisch studieren
Viele chinesische Universitäten haben Austauschprogramme, in denen die meisten Kurse auf Englisch stattfinden und nur ein kleiner Teil auf Chinesisch. So kannst Du Dein Fach weiterstudieren oder vertiefen, hochwertige Kurse in China belegen und das Studentenleben in einem aufregenden Land kennenlernen. Meist bleiben Studierende ein Semester oder ein Jahr, manche machen aber auch gleich einen ganzen Abschluss an einer chinesischen Hochschule oder an einer internationalen Universität mit Campus in China.
Mehr lernen als nur eine Sprache
Viele kommen nach China, um Dinge zu lernen, die es so nur dort gibt: die chinesische Sprache, Kampfkünste wie Kung-Fu und Tai-Chi, Traditionelle Chinesische Medizin, sogar Teeanbau und Teeverarbeitung. Für all diese Fachgebiete gibt es Programme, von wenigen Wochen Intensivkurs bis zum vollen Studiengang, und viele stehen auch internationalen Studierenden offen.
Viel Wert fürs Geld
Chinesische Universitäten sind im Vergleich zu westlichen oft sehr günstig, teils kosten sie nur die Hälfte, im Vergleich zu einem Abschluss in den USA manchmal nur einen Bruchteil. Ein Bachelorstudium kostet an einer chinesischen Hochschule im Schnitt zwischen 2.550 € und 8.500 € pro Jahr (3.000 bis 10.000 US-Dollar). Mit einem Stipendium studieren manche internationalen Studierenden für wenig oder sogar gar nichts.
Wertvolle Kontakte knüpfen
Schnell lernst Du andere junge, ehrgeizige Studierende aus aller Welt und aus China kennen. Vielleicht entsteht sogar ein Kontakt zu einem global tätigen Unternehmen, und am Ende steht ein Praktikum. Für internationale Studierende steckt China voller Möglichkeiten!
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Was man in China studieren kann
- Auslandssemester oder -jahr im Bachelor
- Bachelorstudiengänge
- Master- und Promotionsprogramme
- Weitere Studienrichtungen
- Unterricht auf Englisch oder Chinesisch
- Standort
- Dauer des Programms
- Zulassungsvoraussetzungen chinesischer Universitäten
- Studentenvisum
- Welches Studentenvisum Du brauchst: X1 oder X2
- Studiengebühren und Stipendien
- Chinesisches Regierungsstipendium: Leistungen und Voraussetzungen
- Häufig gestellte Fragen
- Jetzt bist Du dran
- Verwendete Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- China gehört zu den günstigsten Zielen für ein Auslandsstudium: Viele Bachelorstudiengänge kosten unter 8.500 € pro Jahr (10.000 US-Dollar), oft inklusive Unterkunft und Verpflegung.
- Fast 500.000 ausländische Studierende sind in China eingeschrieben, und die Zahl wächst jedes Jahr, weil es mehr englischsprachige Programme und mehr Stipendien gibt.
- Die Programme reichen von einem einzelnen Semester bis zum vollen Bachelor-, Master- oder Promotionsstudium, auf Englisch oder auf Mandarin.
- Wer Mandarin lernen will, übt in kleineren Städten wie Nanjing oder Chengdu intensiver als in Metropolen wie Shanghai oder Peking.
- Das Stipendium der chinesischen Regierung, das der China Scholarship Council vergibt, deckt Studiengebühren, einen Wohnheimplatz, eine Krankenversicherung und ein monatliches Stipendium von 2.500 bis 3.500 CNY.
- Wer ein chinesisches Regierungsstipendium annimmt, kann damit die Chance auf eine Sicherheitsfreigabe der US-Regierung gefährden. Kläre das vor der Bewerbung.
- Für Programme mit mehr als 180 Tagen Dauer brauchst Du ein Studentenvisum (X-Visum); Deine Universität führt Dich durch den Antrag.
Was man in China studieren kann
Bei der Wahl eines Auslandsprogramms spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Wie lange möchtest Du bleiben? Strebst Du einen bestimmten Abschluss oder ein Zertifikat an? In welcher Stadt willst Du leben? Und einiges mehr.
Am besten überlegst Du zuerst, welche Programmart zu Dir passt. Die meisten internationalen Studierenden entscheiden sich für ein klassisches Semester- oder Jahresprogramm, dessen Credits sich auf den Bachelor an der Heimatuniversität anrechnen lassen.
Andere absolvieren ihr gesamtes Bachelorstudium an einer chinesischen Universität oder an einer internationalen Hochschule mit Campus in China. Abseits der klassischen Wege kannst Du auch Chinesisch lernen, Kampfkünste wie Kung-Fu und Tai-Chi, Traditionelle Chinesische Medizin oder sogar Teeproduktion studieren.
Auslandssemester oder -jahr im Bachelor
Die meisten Studierenden, die für ein Auslandsstudium nach China gehen, wollen ein klassisches Semester oder Jahr verbringen, dessen Credits ihnen an der Heimatuniversität für den Bachelor angerechnet werden.

An Angeboten herrscht kein Mangel: Die meisten chinesischen Universitäten haben entweder reine Chinesisch-Sprachprogramme oder gemischte Fachkurse auf Englisch und Chinesisch. Du kannst praktisch alles belegen, von Internationalen Beziehungen über Geisteswissenschaften und Wirtschaft bis zu MINT-Fächern. Die Möglichkeiten sind riesig.
Sprich unbedingt mit dem Auslandsbüro Deiner Hochschule, ob sich das geplante Programm in China für die Anrechnung auf Dein aktuelles Studium eignet.
Diese Schulen bieten intensiven Sprachunterricht mit zusätzlichen Kultur- und Studienangeboten:
- Omeida Chinese Academy – Die Schule liegt im malerischen Yangshuo in der Region Guilin in Guangxi, die Umgebung ist traumhaft. Zur Wahl stehen 15 Unterrichtsstunden Chinesisch pro Woche oder ein Intensivprogramm mit 30 Stunden.
- Hutong Intensive School – Ein beliebtes Programm mit Standorten in Peking, Shanghai und Hangzhou. Die Kurse finden in kleinen Gruppen statt, vier Stunden pro Tag, danach gibt es zusätzliche Kulturaktivitäten.
- Inter-University Program (IUP) – Das Programm an der renommierten Tsinghua-Universität in Peking ist auf Chinesisch ausgerichtet und bringt Credits für ein Semester oder Jahr.
Meist gehört zwar ein Sprachanteil dazu, doch es gibt in China auch klassische Auslandsprogramme, die nicht rein sprachlich ausgerichtet sind. Einige interessante Beispiele:
- IES Abroad Shanghai Economy Business and Society – Wirtschaft und Volkswirtschaft in der weltoffenen Metropole Shanghai. Die Kurse finden an der Fudan- oder der Jiao-Tong-Universität statt und enthalten einen Sprachanteil.
- IFSA Butler Public Health Policy and Practice in China – Hier erlebst Du aus erster Hand, wie Gesundheitspolitik in Shanghai praktisch umgesetzt wird.
Bachelorstudiengänge
Chinesisch und China-bezogene Fächer kannst Du auch direkt in einem Studiengang an einer chinesischen Universität belegen. Wer sich für Sprachen interessiert, findet zum Beispiel den Bachelor in Chinesischer Sprache an der Universität Xiamen.
Ein reguläres Studium an einer chinesischen Hochschule eignet sich für alle, die schon gut Chinesisch sprechen oder ein Fach abseits der Sprache studieren möchten.

In ganz China gibt es Bachelorstudiengänge in vielen Fächern, darunter Medizin, Jura, Wirtschaft, Finanzen und mehr. Besonders beliebt ist das Land bei Studierenden aus Ingenieurwesen und MINT-Fächern. Viele chinesische Universitäten bieten komplett englischsprachige Programme an, doch Du solltest sie vor der Einschreibung genau prüfen.
Qualität und Englischkenntnisse der Lehrenden schwanken stark. Die Beijing Normal University, die Zhejiang University of Science and Technology, das Shantou University Medical College und die Northwestern Polytechnical University (NWPU) gehören zu den Hochschulen, die Bachelorabschlüsse in verschiedenen Fächern auf hohem Niveau und auf Englisch anbieten.
Master- und Promotionsprogramme
Einige Masterstudiengänge in China laufen auf Englisch, die meisten aber nicht. Wer in China einen Master oder eine Promotion macht, hat in der Regel schon im Bachelor ein oder mehrere Jahre intensiv Chinesisch an einer chinesischen Universität gelernt. Für ein Studium auf Chinesisch ist ein Mandarin-Sprachtest Pflicht.
Ein Master dauert meist zwei bis drei Jahre und umfasst eine schriftliche Abschlussarbeit sowie Prüfungen. Die Fächerauswahl ist groß, etwa Wirtschaft, Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin und Pharmakologie und vieles mehr.
Eine Promotion dauert in der Regel drei bis vier Jahre plus Dissertation. Die meisten chinesischen Universitäten verlangen vor der Promotion einen Masterabschluss. Die Programme können hoch spezialisiert sein, zum Beispiel Geophysik, Nachrichtentechnik oder Kybernetik.
Weitere Studienrichtungen
China hat kulturell und historisch weit mehr zu bieten als die Sprache. Internationale Studierende kommen für Fächer wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Tee (茶学 cháxué), Kampfkünste wie Kung-Fu (Wushu) und Tai-Chi, aber auch für chinesische Küche, Kunst und Kalligrafie.
Ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt kultureller Studienangebote in China:
Kung-Fu, Tai-Chi und Qigong
Viele chinesische Sporthochschulen haben Kung-Fu-Programme über ein Semester oder ein Jahr für ausländische Studierende. Academic Explorers bietet ein beliebtes Kung-Fu-Programm an, das sich auf Credits zuschneiden lässt, und die Omeida Academy unterrichtet Tai-Chi und Qigong im herrlichen Yangshuo, kombiniert mit Chinesischunterricht.
Traditionelle Chinesische Medizin
An vielen chinesischen Medizinuniversitäten wird TCM auf Englisch gelehrt; ein voller Studiengang dauert rund sechs Jahre. Daneben gibt es Auslandsprogramme, oft mit Sprachanteil. SIT Study Abroad veranstaltet in Kunming ein angesehenes Programm über ein Semester.

Außergewöhnliche Fächer
China hat einige spannende Nischenfächer im Angebot. Die Fujian Agriculture and Forestry University zum Beispiel bietet einen Master in Teewissenschaft an. Die New York Film Academy veranstaltet in Peking ein exklusives Intensivprogramm über vier Wochen.
Unterricht auf Englisch oder Chinesisch
Überlege Dir, in welcher Unterrichtssprache Du Dich wohlfühlst und wie viel Chinesisch Du während Deiner Zeit im Land lernen möchtest.
In vielen klassischen Auslandsprogrammen ist ein Chinesischkurs fest eingebaut, die meisten Veranstaltungen laufen aber auf Englisch.
Bei vollständigen Studiengängen unterscheiden sich die Sprachanforderungen. Manche chinesischen Universitäten bieten Abschlüsse auf Englisch an, doch Qualität und Englischkenntnisse der Dozierenden gehen weit auseinander.
Wer in China einen Abschluss machen will, belegt meist zuerst ein Jahr Intensivkurs Chinesisch und studiert danach auf Mandarin weiter. Nach diesem einen Jahr sollten Sprechen, Lesen und Schreiben so gut sitzen, dass ein Vollzeitstudium auf Chinesisch möglich ist. Reicht es noch nicht, kannst Du die Chinesischstudien meist verlängern, bevor Dein eigentliches Fach beginnt.
Das klingt nach einem Riesenprojekt, ist mit etwas Einsatz aber gut machbar. Lehrende messen ausländische Studierende nicht an denselben Maßstäben wie Muttersprachler, sie sehen Sprachfehler in den ersten Jahren nach, und Du lernst während des gesamten Studiums weiter Chinesisch. Am Ende schreibst Du vielleicht sogar eine komplette Abschlussarbeit auf Mandarin und verteidigst sie. Stell Dir vor, welche Chancen Dir offenstehen, wenn Du eine der wichtigsten Sprachen der Welt so gut beherrschst!
Standort
Wo Du studierst, hängt davon ab, an welcher Universität Du angenommen wirst oder welches Fach Du wählst; manche Städte sind für bestimmte Fächer besonders berühmt. Bist Du beim Ort flexibel, lohnt sich ein Blick auf Folgendes.
Wenn Du vor allem Chinesisch lernen willst, such Dir eine Stadt abseits der Metropolen wie Shanghai und Peking. In kleineren Städten wie Nanjing oder Chengdu erlebst Du das Land authentischer, tauchst tiefer in die Sprache ein und hast viele Gelegenheiten zum Üben.
Außerdem sind dort die Lebenshaltungskosten niedriger, und die Universitäten vergeben eher Stipendien an internationale Studierende.
Dafür bieten die Metropolen mehr und vielfältigere Möglichkeiten, und die meisten großen Universitäten liegen in Großstädten. Dort sitzen auch viele chinesische und internationale Unternehmen, die Praktika für Studierende anbieten. Das Studentenleben ist in den großen Städten meist lebendiger, allerdings verbringst Du dort womöglich zu viel Zeit mit anderen Expats auf Englisch, und Dein Sprachlernen leidet darunter.
Auch das Budget muss in Peking oder Shanghai deutlich höher ausfallen.
Dauer des Programms
Klassische Auslandsprogramme dauern in der Regel ein Semester oder ein ganzes akademisches Jahr. Es gibt auch Angebote im Sommersemester.
Ein vollständiges Bachelorstudium dauert meist vier Jahre, je nach Fach bis zu sechs. Master- und Promotionsprogramme laufen über zwei bis vier Jahre.
Chinesische Universitäten halten sich weitgehend an die westliche Semesterstruktur mit Herbst-, Frühjahrs- und Sommersemester. Das akademische Jahr beginnt im September, das Herbstsemester endet im Januar oder Anfang Februar zum chinesischen Neujahr. Das Frühjahrssemester startet im Februar oder Anfang März und läuft bis Mitte Juli.
Daneben gibt es verschiedene kürzere Programme, vor allem für alle, die keine Credits brauchen.
Zulassungsvoraussetzungen chinesischer Universitäten
Was Du für die Bewerbung brauchst, hängt von der Programmart ab. In der Regel sind aber Kopien bisheriger Abschlüsse sowie Zeugnisse aus Schule und Studium gefragt.

Viele chinesische Universitäten legen außerdem eine Altersgrenze fest. In der Regel können sich unter 30-Jährige für einen Bachelor und unter 40-Jährige für einen Master oder eine Promotion bewerben.
Möglicherweise musst Du den chinesischen Sprachtest HSK bestehen. Für einen Bachelor auf Chinesisch gilt meist HSK 4 als Mindestwert, für Masterprogramme HSK 6. Bei englischsprachigen Programmen müssen Nicht-Muttersprachler vor der Zulassung unter Umständen einen Englischtest ablegen.
Nicht alle Fächer nehmen internationale Studierende auf, und manche Studiengänge stehen bekanntermaßen nur chinesischen Staatsangehörigen offen, die im Gaokao gut abgeschnitten haben. Das Gaokao ist Chinas berüchtigt schwere nationale Hochschulaufnahmeprüfung, auf die sich Schülerinnen und Schüler jahrelang vorbereiten. Weil Ausländer diese Prüfung nicht ablegen müssen, gilt der Zugang zu chinesischen Universitäten für sie grundsätzlich als leichter.
Studentenvisum
Wenn Du an einer Universität in China studieren willst, musst Du Dich rechtzeitig um ein Studentenvisum (X-Visum) kümmern. Für Programme von bis zu 180 Tagen gilt das X2-Visum, für längere Programme das X1-Visum.

Sobald Du an einer chinesischen Universität oder in einem Auslandsprogramm angenommen bist, ist der Visumantrag in der Regel unkompliziert, verlangt aber einige Unterlagen und mindestens einen Monat Bearbeitungszeit. Deine Universität hilft Dir meist durch den Prozess und kennt die aktuellen Einreisebestimmungen.
Welches Studentenvisum Du brauchst: X1 oder X2
Du brauchst ein X1-Visum, wenn Dein Programm länger als 180 Tage dauert, und ein X2-Visum bei 180 Tagen oder weniger. Deine Schule schickt Dir die Unterlagen, den Antrag stellst Du bei einer chinesischen Botschaft oder einem Konsulat. (Stand: Oktober 2026.)
| Visum | Programmdauer | Das stellt Deine Schule aus |
|---|---|---|
| X1 | Mehr als 180 Tage | Zulassungsschreiben plus Formular JW201 oder JW202 |
| X2 | 180 Tage oder weniger | Zulassungsschreiben plus DQ-Formular (Formular für Kurzzeitstudium) |
Außerdem brauchst Du einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist und eine freie Visumseite hat. Das Online-Antragsformular füllst Du aus und bringst die ausgedruckte Bestätigungsseite zur Botschaft. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Botschaft leicht, schau also auf der Seite der Vertretung nach, bei der Du den Antrag stellst.
Mit einem X1-Visum musst Du innerhalb von 30 Tagen nach der Einreise bei der örtlichen Ein- und Ausreisebehörde der Polizei eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Meist hilft Dir dabei Deine Universität. Unser Ratgeber zur befristeten Aufenthaltserlaubnis für China erklärt die Erlaubnis selbst.
Die 30 Tage laufen ab dem Tag Deiner Einreise nach China, nicht ab Semesterbeginn. Buche den Termin für die Aufenthaltserlaubnis gleich in Deiner ersten Woche.
Studiengebühren und Stipendien
Ein Studium in China kann im Vergleich zu westlichen Universitäten viel Geld sparen, ohne dass die Qualität leidet. Dazu gibt es zahlreiche Stipendien für internationale Studierende, sodass ein Studium in China für die meisten gut bezahlbar ist.
Studiengebühren
Die Gebühren schwanken stark, je nach Art und Dauer des Programms, Standort der Universität, Unterrichtssprache und weiteren Faktoren.
Bachelorstudiengänge und Sprachprogramme an chinesischen Universitäten liegen am unteren Ende der Preisskala, viele kosten für ein ganzes Jahr unter 8.500 € (10.000 US-Dollar), oft inklusive Wohnheimplatz und Essenszuschuss für die Mensa.
Internationale Stipendien
Bist Du bereits an einer Hochschule eingeschrieben, kennt Deine Uni wahrscheinlich passende Stipendien oder regionale Förderprogramme. Ob Du in Frage kommst, hängt unter anderem davon ab, ob Du im Bachelor oder im Master studierst, welches Fach Du belegst, wie Deine finanzielle Lage aussieht und welche Staatsangehörigkeit Du hast.
Bekannte Stipendien sind etwa das Critical Language Scholarship Program, ein Vollstipendium inklusive Reise und Unterkunft, das Schwarzman Scholars-Programm an der Tsinghua-Universität mit voller Förderung und der Freeman Award für ein Studium in Asien. Beide übernehmen die Programmkosten und weitere Ausgaben wie Reise, Lebenshaltung, Transport und Bücher. Weitere Stipendien findest Du auf www.iefa.org, und Deine Universität berät Dich ebenfalls gern.
Chinesische Stipendien
Chinesische Universitäten und die chinesische Regierung vergeben eine ganze Reihe von Stipendien. Manche enthalten sogar einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten und weitere Extras.
Internationale Studierende können sich auf viele Stipendien bewerben, darunter die des Centre for Language Education and Cooperation (früher Konfuzius-Institut-Stipendium) oder des China Scholarship Council sowie Förderungen chinesischer Universitäten und lokaler Regierungen.
Frag im Auslandsbüro Deiner Universität nach, welche chinesischen Stipendien es gibt und wie Du Dich bewirbst. Wenn Du nach dem Abschluss in den Staatsdienst willst, solltest Du wissen: Ein chinesisches Regierungsstipendium kann Deine Chancen auf eine Sicherheitsfreigabe beeinträchtigen, besonders in den USA.
Chinesisches Regierungsstipendium: Leistungen und Voraussetzungen
Das Chinesische Regierungsstipendium übernimmt Deine Studiengebühren, stellt Dir einen kostenlosen Wohnheimplatz oder einen Wohnkostenzuschuss, deckt die Krankenversicherung ab und zahlt zusätzlich monatlich 2.500 bis 3.500 CNY. Der China Scholarship Council betreibt es im Auftrag des chinesischen Bildungsministeriums. (Stand: Oktober 2026.)
| Stufe | Stipendium | Altersgrenze | Sprache oder Test |
|---|---|---|---|
| Bachelor | 2.500 CNY im Monat | In der Regel unter 25 | CSCA-Testergebnis |
| Master | 3.000 CNY im Monat | In der Regel unter 35 | HSK 4 für Programme auf Chinesisch |
| Promotion | 3.500 CNY im Monat | In der Regel unter 40 | HSK 4 für Programme auf Chinesisch |
Bei englischsprachigen Master- und Promotionsprogrammen legt die Universität die Englischanforderungen fest. Die Krankenversicherung des Stipendiums beträgt 800 CNY pro Person und Jahr, bei Programmen unter sechs Monaten 400 CNY. Wenn Du darüber hinaus abgesichert sein willst, hilft unser Ratgeber zur Krankenversicherung in China.
Du bewirbst Dich über das Online-System des Stipendiums, mit einer Nominierung durch eine Stelle in Deinem Heimatland:
- Universität auswählen. Suche auf der Website Study in China und fordere bei den Universitäten die Bewerbungsunterlagen an.
- Nominierung einholen. Frag die zuständige Stelle in Deinem Heimatland. Die Fristen hängen vom Wohnort ab: Die chinesische Botschaft in Belgien nahm Bewerbungen für 2026/27 von November 2025 bis zum 20. Februar 2026 entgegen.
- Online bewerben. Registriere Dich im Informationssystem des Stipendiums und reiche das Antragsformular ein.
- Unterlagen hochladen. Du brauchst einen Reisepass, der ab Studienbeginn noch mindestens 12 Monate gültig ist, ein notariell beglaubigtes Diplom, Zeugnisse, einen Sprachnachweis und einen Studienplan. Bei einem Studium von mehr als sechs Monaten kommt ein Formular zur ärztlichen Untersuchung für Ausländer hinzu, dazu ein polizeiliches Führungszeugnis, das in den letzten sechs Monaten ausgestellt wurde.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet das X1- vom X2-Studentenvisum?
Die Programmdauer. Das X1 gilt für ein Studium von mehr als 180 Tagen und setzt ein Formular JW201 oder JW202 Deiner Schule voraus. Das X2 gilt für ein Studium von 180 Tagen oder weniger und erfordert ein DQ-Formular.
Brauche ich als Student in China eine Aufenthaltserlaubnis?
Wenn Du mit einem X1-Visum einreist, ja. Du musst sie innerhalb von 30 Tagen nach der Einreise bei der örtlichen Ein- und Ausreisebehörde beantragen. Deine Universität begleitet Dich normalerweise durch den Prozess.
Wie viel zahlt das Chinesische Regierungsstipendium?
Es übernimmt Deine Studiengebühren, stellt Dir einen kostenlosen Wohnheimplatz oder einen Wohnkostenzuschuss und deckt die Krankenversicherung ab. Dazu kommt ein monatliches Stipendium von 2.500 CNY im Bachelor, 3.000 CNY im Master und 3.500 CNY in der Promotion.
Gibt es für das Chinesische Regierungsstipendium eine Altersgrenze?
Ja. Bachelorbewerber sollten in der Regel unter 25 sein, Masterbewerber unter 35 und Promotionsbewerber unter 40. Die genaue Regel steht in der Ausschreibung Deines Landes.
Muss ich Chinesisch sprechen, um das Stipendium zu bekommen?
Nur für Programme auf Chinesisch. Dafür brauchen Master- und Promotionsbewerber mindestens HSK 4. Bachelorbewerber absolvieren den CSCA-Test, und bei englischsprachigen Programmen gelten die Sprachanforderungen der jeweiligen Universität.
Jetzt bist Du dran
Ein Auslandsstudium in China ist ein Abenteuer, das Du nie vergessen wirst. Du sammelst jede Menge Wissen, findest neue Freunde und lernst vielleicht nebenbei eine neue Sprache. Bei so vielen Angeboten für internationale Studierende findest Du bestimmt das Programm, das zu Dir passt und Dein Studium bereichert.
Verwendete Quellen
- Botschaft der Volksrepublik China in Papua-Neuguinea, X1- und X2-Visum: Regeln zur Dauer von X1 und X2, erforderliche Unterlagen, Gültigkeit des Reisepasses und die 30-Tage-Frist für die Aufenthaltserlaubnis.
- Botschaft Chinas in Belgien, Bewerbung um das Chinesische Regierungsstipendium 2026/2027: Höhe des Stipendiums, Leistungen des Stipendiums, Beträge der Krankenversicherung und das Beispiel eines Bewerbungszeitraums.
- Volksregierung der Stadt Shanghai, Leitfaden zur Bewerbung um das bilaterale Programm des Chinesischen Regierungsstipendiums: Altersgrenzen, HSK- und CSCA-Anforderungen sowie die Bewerbungsunterlagen.
- China Daily (Regierungskanal), Kreis Yangshuo: Yangshuo ist ein Kreis im Süden von Guilin in der Autonomen Region Guangxi der Zhuang.





