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Eine funktionierende Handynummer auf den Philippinen heißt: Netz wählen, Prepaid- oder eSIM-Tarif aussuchen und die SIM-Karte gesetzlich mit dem Reisepass registrieren. Dieser Ratgeber deckt alles ab: welcher Anbieter passt, was Daten kosten, wo Du kaufst und wie Du als Ausländer die Registrierung ohne philippinischen Ausweis hinbekommst.
Eine lokale SIM-Karte gehört für die meisten Neuankömmlinge zu den ersten Dingen, die sie erledigen, denn im Alltag läuft hier vieles über die Handynummer: Grab, GCash, Essenslieferdienste und die Zwei-Faktor-Codes Deiner Bank setzen alle eine voraus. Mobile Daten sind günstig, die Abdeckung in den Städten ist gut, und eine Prepaid-SIM kostet im Betrieb kaum etwas.
Stolpern lassen sich Neulinge meist bei der Registrierung. Jede SIM im Land wird deaktiviert verkauft und bleibt es, bis sie registriert ist; eine Ausnahme für Touristen gibt es nicht. Die gute Nachricht: Als Ausländer brauchst Du als Ausweis nur Deinen Reisepass. Dieser Ratgeber führt Dich durch den ganzen Ablauf, von der Netzwahl bis dahin, wie Deine Nummer auch nach dem ersten Monat aktiv bleibt.
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Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Brauchst Du eine lokale SIM-Karte?
- Die drei Netze: Globe, Smart und DITO
- Physische SIM oder eSIM
- Tarife und Preise
- Wo Du eine SIM-Karte kaufst
- SIM-Registrierung für Ausländer
- Aufladen und Guthaben prüfen
- So bleibt Deine Nummer aktiv
- Jetzt bist Du dran
- FAQ
- Welches Netz ist für Ausländer am besten?
- Kann ich am Flughafen eine SIM kaufen und registrieren?
- Kann ich eine philippinische SIM schon vor der Ankunft registrieren?
- Muss auch eine eSIM registriert werden?
- Was, wenn ich keine Hotelbuchung habe, weil ich bei einem Freund wohne?
- Muss ich mehrere SIMs registrieren, wenn ich zwei Netze nutze?
- Wird die Registrierung vor Ort bald Pflicht?
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Netze decken das Land ab: Globe (größte Abdeckung), Smart (starkes 5G) und DITO (höchste Geschwindigkeiten, dünnere Abdeckung). Für die meisten Reisenden ist Globe die sicherste Wahl.
- Daten sind günstig. Die Daten-Sachets von DITO beginnen bei 10 PHP für 500 MB, und alle drei Anbieter verkaufen datenstarke Touristen-Pakete für einen Monatsaufenthalt.
- Alle drei unterstützen eSIM, und internationale Reise-eSIMs wie Airalo starten bei etwa 3,40 € (4 US$) und funktionieren ab der Landung.
- Jede SIM muss laut Gesetz registriert werden, bevor sie aktiviert wird. Für Ausländer genügt der Reisepass als Ausweis; ein philippinischer Ausweis ist nicht nötig.
- Touristen-SIMs laufen 30 Tage und werden danach automatisch deaktiviert, es sei denn, Du legst eine genehmigte Visumverlängerung vor.
- Die Registrierung ist kostenlos. Kein Mobilfunkanbieter, Vermittler oder Shop darf dafür legal Geld verlangen.
- Prepaid-Guthaben ist ein Jahr gültig, aber eine SIM, die monatelang komplett ungenutzt bleibt, wird irgendwann deaktiviert und neu vergeben.
- Aufladen kannst Du fast überall: Convenience-Stores, Sari-Sari-Läden und Apps wie GCash und Maya verkaufen Guthaben.
Brauchst Du eine lokale SIM-Karte?
Für alles, was länger als ein paar Tage dauert: ja. Eine lokale SIM oder eine Reise-eSIM ist deutlich günstiger als Roaming und liefert Dir die Daten für Karten, Grab und Messenger, ohne dass am Ende der Reise eine böse Überraschung auf der Rechnung steht. Roaming über den Heimatanbieter lohnt sich nur bei einem sehr kurzen Aufenthalt, wenn Du Deine eigene Nummer für Bank-Codes erreichbar halten willst und kaum Daten brauchst.
Im Grunde hast Du zwei Optionen. Eine internationale Reise-eSIM (Airalo, Holafly) installierst Du vor dem Flug, und sie funktioniert ab der Landung ganz ohne Registrierungsaufwand, was für einen kurzen Urlaub passt. Eine lokale physische SIM oder lokale eSIM gibt Dir eine echte philippinische Nummer, die Du für Grab, Essenslieferungen, GCash und alles brauchst, was eine Bestätigungs-SMS verschickt. Für einen längeren Aufenthalt oder einen Umzug ist sie deshalb die bessere Wahl.
Tipp: Kurzer Urlaub, nur Daten? Mit einer Reise-eSIM hast Du den geringsten Aufwand. Bleibst Du länger oder brauchst eine lokale Nummer für Apps und Banking? Dann hol Dir eine lokale SIM und registriere sie. Manche machen beides: eine eSIM für den ersten Tag, eine lokale SIM, sobald sie sich eingelebt haben.
Die drei Netze: Globe, Smart und DITO
Auf den Philippinen gibt es drei Mobilfunknetze, und welches das richtige ist, hängt davon ab, wo Du die meiste Zeit verbringst. Unabhängige Netztests aus dem Opensignal-Bericht von Ende 2025 zeigen ihre Stärken deutlich:
- Globe: die größte Netzabdeckung, auch in abgelegenen Gegenden und auf Inseln. Damit ist es die sicherste Wahl, wenn Du durchs Land reist. Die Prepaid-Budgetmarke heißt TM (Touch Mobile); dazu kommt GOMO, eine reine App-Marke.
- Smart: bei der Abdeckung ein knapper Zweiter und beim 5G-Ausbau Spitzenreiter, also eine starke Wahl in den größeren Städten. Die Prepaid-Schwestermarke heißt TNT (Talk N Text).
- DITO: das jüngste Netz, mit den höchsten Download-Geschwindigkeiten, aber der dünnsten Abdeckung der drei. Am besten eignet es sich als günstige Stadt-SIM oder als Daten-Backup, nicht als einzige Leitung.

Tipp: Willst Du Inselhopping machen oder Zeit außerhalb der großen Städte verbringen, ist Globes bessere Abdeckung mehr wert als DITOs höheres Tempo. In Metro Manila oder Cebu funktionieren alle drei problemlos.
Physische SIM oder eSIM
Die physische SIM ist weiterhin die gängigste Wahl und lässt sich an jedem Kiosk um die Ecke am einfachsten aufladen. Du kaufst die Karte, registrierst sie, und sie läuft in jedem entsperrten Handy mit SIM-Slot.
Inzwischen verkaufen alle drei Anbieter auch eine eSIM. Globe bietet eine Prepaid-Traveler-eSIM, die Du schon vor der Anreise über die GlobeOne-App kaufen kannst. Smart verkauft eine Prepaid-eSIM, die über die GigaLife-App verwaltet wird, und DITO hat 2024 eine Prepaid-eSIM eingeführt, erhältlich im Shop oder per App. Auch eine eSIM muss genauso registriert werden wie eine physische SIM.
Davon getrennt sind internationale Reise-eSIMs der papierlose Weg für einen kurzen Trip. Die Philippinen-eSIMs von Airalo starten bei etwa 3,40 € (4 US$), und Holafly verkauft tageweise Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen. Beide installierst Du vor dem Flug, die lokale Registrierung entfällt komplett. Eine philippinische Nummer bekommst Du damit allerdings nicht, sie taugen also nur für Daten.
Tarife und Preise
Fast alle kaufen mobile Daten hier per Prepaid. Du lädst Guthaben auf und buchst darauf ein Datenpaket, meist per SMS mit einem Stichwort oder über die App des Anbieters. Die Pakete gibt es in Stufen nach Datenmenge und Laufzeit, von einem einzigen Tag bis zu einem Monat.
DITO veröffentlicht seine Einsteiger-Daten-Sachets offen, und sie zeigen gut, wie günstig kurzfristige Daten sind:
| DITO-Daten-Sachet | Preis | Daten | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| DATA 10 | 10 PHP | 500 MB | 1 Tag |
| DATA 20 | 20 PHP | 2 GB | 1 Tag |
| DATA 30 | 30 PHP | 3 GB | 3 Tage |
| DATA 50 | 50 PHP | 5 GB | 7 Tage |
Globe und Smart haben eigene Gegenstücke: Globes GoSURF- und GoUNLI-Promos sowie Smarts GIGA-Serie bündeln Daten, Anrufe und app-spezifische Kontingente in ähnlichen Preisstufen, von rund hundert Peso für eine Woche bis zu mehreren hundert für einen Monat mit größerem Datenvolumen. Preise und Inhalte ändern sich oft, schau also vor dem Kauf in der App oder auf der Website des Anbieters nach den aktuellen Angeboten. Einen Überblick über das gesamte Monatsbudget jenseits des Handytarifs findest Du im ExpatDen-Ratgeber zu den Lebenshaltungskosten auf den Philippinen.
Für Besucher verkauft jeder Anbieter außerdem eine Touristen- oder Traveler-SIM, ein vorgeladenes Paket mit großem Datenvolumen für das 30-tägige Touristenfenster. Pro Gigabyte sind sie teurer, als wenn Du Dir selbst ein Promo-Paket zusammenstellst, ersparen Dir aber die Einrichtung, und sie werden an den Flughafenschaltern am häufigsten angeboten. Denk daran: Jede Touristen-SIM läuft auf der unten beschriebenen 30-Tage-Uhr.
Wo Du eine SIM-Karte kaufst
SIM-Karten gibt es fast überall, aber der Kaufort beeinflusst den Preis und wie reibungslos die Registrierung läuft.
- Flughafenschalter: Globe und Smart betreiben Schalter in der Ankunftshalle des NAIA, rund um die Uhr geöffnet und mit ausländischen Reisepässen vertraut, sodass sie Dich direkt vor Ort registrieren. Bequem, aber die Touristen-Pakete kosten hier mehr als dasselbe Datenvolumen in der Stadt.
- Anbieter-Shops in Einkaufszentren: Ein offizieller Globe-, Smart- oder DITO-Shop ist der verlässlichste Ort für die Registrierung, besonders wenn Deine lokale Adresse noch nicht feststeht, denn das Personal kann eine Hotelbuchung akzeptieren und die passende Dokumentenkategorie für Dich wählen.
- Convenience- und Supermarktketten: 7-Eleven, Ministop, SM und Robinsons verkaufen SIM-Karten und Guthaben, die Registrierung musst Du aber trotzdem selbst online erledigen.
- Online und in der App: Eine SIM bestellen oder eine eSIM kaufen kannst Du direkt über die Apps GlobeOne, GigaLife oder DITO.

SIM-Registrierung für Ausländer
Seit 2022 schreibt der SIM Registration Act (Republic Act No. 11934) vor, dass jede SIM im Land registriert sein muss, bevor sie funktioniert. Ob Prepaid oder Vertrag: Die Karte wird ausgeschaltet verkauft. Aktiv wird sie erst, wenn Du sie mit einem Foto-Ausweis und ein paar persönlichen Angaben registrierst.
Filipinos können sich mit einem von 17 anerkannten Ausweisen registrieren. Als Ausländer nutzt Du Deinen Reisepass plus ein oder zwei ergänzende Dokumente. Welche das sind, hängt von Deinem Visum ab, und die nächsten Abschnitte schlüsseln das auf.
Tipp: Die Registrierung ist per Gesetz kostenlos. Verlangt ein Shop oder Vermittler eine „Registrierungsgebühr“, ist das keine legitime Forderung.
Wer sich registrieren muss
Du gehörst zu einer von zwei Gruppen, und welche es ist, entscheidet darüber, wie lange Deine SIM aktiv bleibt und welche Dokumente Du mitbringst:
- Touristen mit 9(a)-Visum. Das gewöhnliche Touristenvisum, das die meisten Besucher bei der Einreise bekommen, einschließlich der Verlängerungen, die Du bei einem Büro der Bureau of Immigration holst, um länger zu bleiben. Mit diesem Visum ist Deine SIM 30 Tage gültig.
- Alle mit einem Langzeitvisum. Arbeits-, Ruhestands-, Ehegatten- und Studentenvisa. Für die SIM gilt keine 30-Tage-Grenze, aber Du brauchst ein zusätzliches Dokument zum Reisepass.
Der Unterschied ist wichtig. Reist Du als Tourist ein und wechselst später auf ein Langzeitvisum (ein häufiger Weg), musst Du die SIM unter der zweiten Gruppe neu registrieren, damit das 30-Tage-Ablaufdatum wegfällt.
Welche Dokumente Du brauchst
Einen philippinischen Ausweis brauchst Du dafür nicht. Das gehört je nach Visum ins Gepäck:
| Dein Visum | Das brauchst Du |
|---|---|
| Tourist (9(a)-Visum) | Reisepass (Foto-Seite und Visumstempel), Adressnachweis und Rückflugticket |
| Arbeitsvisum | Das Obige plus Deine Alien Employment Permit (vom DOLE) |
| Ruhestand, Einwanderer oder anderes Langzeitvisum | Das Obige plus Deine ACR I-Card (von der Bureau of Immigration) |
| Student | Das Obige plus Immatrikulationsunterlagen und Studentenausweis |
Der „Adressnachweis“ ist leicht zu erbringen: Eine Hotel- oder Airbnb-Buchung zählt, ebenso ein kurzes Schreiben der Person, bei der Du wohnst. Wer zum ersten Mal ankommt, kann also mit Reisepass, Hotelbestätigung auf dem Handy und Rückflug in einen Shop spazieren und sich direkt vor Ort registrieren.
Der einzige Haken für Langzeitbleiber ist die ACR I-Card. Sie braucht nach der Visumgenehmigung Wochen, und eine funktionierende Nummer brauchst Du meist schon lange vorher, für Banken, Vermieter und die Einwanderungsbehörde selbst.
Der Kniff, den Shop-Personal und langjährige Expats gleichermaßen empfehlen: Registriere Dich zuerst als Tourist und stelle die Registrierung um, sobald Deine ACR I-Card da ist. Deine SIM läuft die ganze Zeit weiter, und Du gewinnst Zeit für den restlichen Papierkram, der zum Umzug auf die Philippinen gehört.
So registrierst Du Dich bei den einzelnen Anbietern
Alle drei Netze folgen im Kern demselben Ablauf: Online-Formular ausfüllen, Ausweis und Nachweise hochladen, ein Selfie zum Foto-Abgleich machen und auf eine Bestätigungs-SMS warten. Unterschiede gibt es dabei, wie nachsichtig das Online-Portal bei jemandem ohne feste lokale Adresse ist, und genau da schneidet die Registrierung im Shop meist besser ab.
| Anbieter | Online-Portal | App | Option im Shop |
|---|---|---|---|
| Globe | Globe-Portal zur SIM-Registrierung | GlobeOne | Ja, in jedem Globe-Shop |
| Smart | simreg.smart.com.ph | GigaLife | Ja, in jedem Smart- oder PLDT-Shop |
| DITO | Link per SMS bei der Aktivierung | DITO-App | Ja, in jedem DITO-Shop |
Globe bietet drei Wege: das Portal zur SIM-Registrierung, die GlobeOne-App oder einen Globe-Shop vor Ort. Online gibst Du Deine Globe- oder TM-Nummer ein, bestätigst sie per SMS, trägst Deine Daten genau so ein, wie sie im Reisepass stehen, und lädst Reisepass, Visumseite und Adressnachweis hoch. Globe stellt klar, dass abgelaufene Reisepässe nicht akzeptiert werden, prüfe das Ablaufdatum also vor dem Start.
Smart (samt den Linien PLDT und TNT) nutzt das Portal simreg.smart.com.ph, das die meisten in fünf bis zehn Minuten schaffen, sobald die Dokumente bereitliegen. Touristen reichen Reisepass, Adressnachweis und Rückflugticket ein. Zur entscheidenden Frist ist Smart selbst unmissverständlich: Für Touristen registrierte SIMs sind nur 30 Tage gültig und werden danach automatisch deaktiviert.
DITO schickt einen Registrierungslink per SMS, sobald sich eine neue SIM mit dem Netz verbindet, alternativ registrierst Du Dich in der DITO-App. Ein Tipp darauf öffnet ein Formular, das dieselbe Kombination aus Reisepass, Adressnachweis und Rückflugticket verlangt, dazu ein Selfie zur Gesichtsprüfung. DITOs Anleitung nennt für Ausländer mit längerem Aufenthalt dieselben Ersatzdokumente: eine Alien Employment Permit, ein Alien Certificate of Registration oder einen Schülerausweis.
In den Expat-Foren lautet der einhellige Rat, sich persönlich statt online zu registrieren, solange die lokale Adresse noch nicht feststeht. Das Shop-Personal kann eine Hotelbuchung oder das Schreiben eines Vermieters direkt akzeptieren und die richtige Dokumentenkategorie wählen, während ein Online-Formular eine Adresse manchmal ablehnt, die nicht exakt mit der Buchungsbestätigung übereinstimmt.
Registrierungsfristen
Eine allgemeine „Frist zur SIM-Registrierung“, um die sich Neuankömmlinge sorgen müssten, gibt es nicht mehr. Die galt 2023, als alle, die schon vor Inkrafttreten des Gesetzes eine SIM besaßen, 180 Tage (später verlängert) Zeit hatten, sie zu registrieren. Heute zählt laufend die Frist, die in Deiner eigenen SIM steckt:
Neue SIM, egal welche Staatsangehörigkeit: Sie muss registriert sein, bevor das Netz sie aktiviert. Eine Schonfrist, in der Du sie erst nutzt und später registrierst, gibt es nicht.
Touristen-SIM (9(a)-Visum): 30 Tage ab Registrierung gültig, danach wird sie von selbst deaktiviert.
Verlängerung über 30 Tage hinaus: Die einzige Möglichkeit, dieselbe SIM aktiv zu halten, ist, dem Anbieter vor Ablauf der 30 Tage eine genehmigte Visumverlängerung vorzulegen.
Andere Visumkategorien: Eine 30-Tage-Grenze gilt nicht mehr, sobald Du Dich mit dem passenden ergänzenden Dokument registriert hast.
Was passiert, wenn Du Dich nicht registrierst
Eine nicht registrierte oder abgelaufene SIM hört schlicht auf zu funktionieren, egal ob Du eine neue nie registriert hast oder eine 30-Tage-Touristen-SIM ohne hinterlegte Visumverlängerung ablaufen ließest:
- Keine Anrufe oder SMS, weder ein- noch ausgehend.
- Keine mobilen Daten, wodurch auch alles wegfällt, was für Zwei-Faktor-Codes auf diese Nummer angewiesen ist.
- Kein Zugriff auf Mobile Wallets. GCash, Maya und ähnliche Apps, die an die Nummer gekoppelt sind, funktionieren dann ebenfalls nicht mehr. Das ist wichtig, wenn Du eine davon mit einem Bankkonto auf den Philippinen für die täglichen Ausgaben verknüpft hast.
- Verfallenes Guthaben und Promos. Prepaid-Guthaben und aktive Promos auf der SIM sind weg, sobald sie deaktiviert wird.
Nach einem Ablauf gibt es ein kurzes Zeitfenster zur Reaktivierung, um die Registrierung nachzuholen, bevor die Nummer endgültig abgeschaltet und neu vergeben wird. Danach ist die Nummer für immer weg.
Verwirrend finden viele die online kursierenden Gefängnisstrafen und Bußgelder von 100.000 bis 300.000 PHP. Die gelten für die Nutzung einer falschen Identität oder gefälschter Dokumente bei der Registrierung oder für den Verkauf gestohlener SIMs, nicht für verspätetes Registrieren. Lässt Du eine SIM auslaufen, wird sie einfach deaktiviert, ohne strafrechtliche Folgen.
Tipp: Sagt Dir ein Shop, er könne Deine SIM nicht registrieren, obwohl Du die richtigen Dokumente dabeihast, verstößt der Shop gegen die Vorschriften. Die IRR sieht für Anbieter, die einem Endnutzer mit erfüllten Voraussetzungen die Registrierung verweigern, bei der ersten Verfehlung 100.000 bis 300.000 PHP Strafe vor, ab der dritten Verfehlung 1.000.000 PHP pro Fall.
Aufladen und Guthaben prüfen
Ist die SIM einmal registriert, ist das Aufladen der einfache Teil. „Load“ ist das lokale Wort für Prepaid-Guthaben, und Du bekommst es fast überall:
- Im Handel: Sari-Sari-Läden (Nachbarschaftskioske), 7-Eleven und Supermarktkassen verkaufen Load. Du nennst Deine Nummer und den Betrag, und es wird elektronisch gesendet.
- Per App: GCash und Maya haben beide eine Funktion „Buy Load“ für jedes Netz, der bequemste Weg, sobald Du eine Wallet eingerichtet hast.
- Apps der Anbieter: In GlobeOne, GigaLife und der DITO-App kannst Du direkt aufladen und Promos buchen.
Um aus normalem Load ein Datenpaket zu machen, buchst Du die Promo, entweder per SMS mit dem Stichwort an die Kurzwahl des Anbieters oder per Tipp in der App. Dein Restguthaben prüfst Du, indem Du bei Globe oder TM *143#, bei Smart oder TNT *123# und bei DITO *185# wählst, oder Du öffnest einfach die App des Anbieters, die Guthaben und verbleibende Daten auf dem Startbildschirm zeigt.
So bleibt Deine Nummer aktiv
Prepaid-Guthaben ist auf den Philippinen ab der letzten Aufladung ein Jahr gültig, eine Regel der NTC, damit Guthaben nicht binnen weniger Tage verfällt. Das ist großzügig, heißt aber nicht, dass eine SIM unberührt ewig hält.
Bleibt eine Prepaid-SIM mehrere Monate komplett ungenutzt, ohne Guthaben, Anrufe oder Daten, deaktiviert der Anbieter sie irgendwann und vergibt die Nummer neu. Verlässt Du das Land, willst aber dieselbe philippinische Nummer für eine spätere Reise behalten oder weil sie mit Deinen GCash- und Bank-Logins verknüpft ist, lade alle paar Monate einen kleinen Betrag auf. So startet die Uhr neu und die Leitung bleibt am Leben.
Jetzt bist Du dran
Auf den Philippinen online zu kommen, geht schnell, wenn Du die Reihenfolge kennst: Nimm Globe, wenn Du die größte Abdeckung willst, kauf am Flughafen oder in einem Shop im Einkaufszentrum eine SIM oder ein Touristen-Paket und registriere sie mit Reisepass, Hotelbuchung und Rückflugticket, bevor sie sich einschaltet. Behalte die 30-Tage-Uhr der Touristen im Blick, falls Du länger bleibst, lade an jedem Kiosk auf, und schon hast Du am ersten Tag eine funktionierende lokale Nummer und alles, was daran hängt.
FAQ
Welches Netz ist für Ausländer am besten?
Globe ist dank der größten Abdeckung die sicherste Allround-Wahl, vor allem wenn Du über die großen Städte hinaus reist. Smart liegt knapp dahinter und ist in städtischen Gebieten stark bei 5G, und DITO ist bei Daten am günstigsten, hat aber die dünnere Abdeckung und eignet sich daher am besten als Stadt-SIM oder Backup-Leitung.
Kann ich am Flughafen eine SIM kaufen und registrieren?
Ja. Globe und Smart betreiben Schalter in der Ankunftshalle des NAIA, die Touristen-SIMs verkaufen und sie direkt mit Deinem Reisepass registrieren. So landest Du am schnellsten mit funktionierender Nummer, auch wenn die Flughafen-Pakete etwas mehr kosten als in der Stadt.
Kann ich eine philippinische SIM schon vor der Ankunft registrieren?
Nicht vollständig. Manche Anbieter lassen Dich den Vorgang schon im Ausland starten, wenn Du Deine philippinische Adresse und Reisedaten bereits kennst, aber die SIM wird erst aktiv, sobald Du im Land bist, und die Registrierung bezieht sich auf Dokumente (Reisepass, Adresse, Rückflugticket), die Du dann vorlegst.
Muss auch eine eSIM registriert werden?
Ja, wenn es eine lokale philippinische eSIM von Globe, Smart oder DITO ist. Der SIM Registration Act betrifft den Anschluss, nicht die physische Karte, daher läuft eine lokale eSIM durch dieselben Schritte. Eine internationale Reise-eSIM wie Airalo nicht, denn sie ist keine philippinische Nummer.
Was, wenn ich keine Hotelbuchung habe, weil ich bei einem Freund wohne?
Die IRR sieht das vor. Fehlt ein Hotel oder eine andere kostenpflichtige Unterkunft, zählt eine eidesstattliche Erklärung oder ein Schreiben des Hauseigentümers, bei dem Du wohnst, als Adressnachweis.
Muss ich mehrere SIMs registrieren, wenn ich zwei Netze nutze?
Ja. Registriert wird pro SIM, nicht pro Person. Ein Dual-SIM-Handy mit einer Globe- und einer Smart-Nummer braucht beide separat registriert, jeweils mit eigenen hochgeladenen Dokumenten, auch wenn es derselbe Reisepass ist.
Wird die Registrierung vor Ort bald Pflicht?
Noch nicht. Die NTC hat im Rahmen eines breiteren Vorstoßes gegen Betrugs-SMS vorgeschlagen, ein persönliches Erscheinen für die SIM-Registrierung zu verlangen, aber Stand August 2026 wird das noch geprüft und hat am tatsächlichen Ablauf der Registrierung nichts geändert.





