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Malaysia hat einen abgeschotteten Devisenmarkt: Ringgit kannst Du im Ausland nicht kaufen, also brauchst Du einen klugen Weg, um Geld ins Land zu bringen. Dieser Ratgeber zeigt die echten Kosten (Überweisungsgebühren, aufgeschlagene Wechselkurse und Dauer) und erklärt, warum ein Online-Dienst wie Wise meist günstiger ist als die Bank.
Malaysia hat einen abgeschotteten Devisenmarkt. Die Landeswährung, der Malaysische Ringgit (MYR), lässt sich außerhalb Malaysias nicht kaufen und dann ins Land mitbringen.
Wer nach Malaysia reist oder schon dort ist, muss das Geld also aus der Heimat dorthin schicken.
Das ist allerdings nicht ganz einfach.
Versteckte Wechselkursaufschläge und Auslandsüberweisungsgebühren treiben die Kosten hoch, und manche Methoden dauern länger und sind umständlicher als andere.
Hier findest Du alle Wege, Geld aus Deinem Heimatland nach Malaysia zu schicken. Außerdem erfährst Du, wie Du hohe Gebühren umgehst und an einen guten Wechselkurs kommst.
Kurz gesagt: Online-Überweisungsdienste sind meist die beste Wahl. Mit dem Widget unten siehst Du, welcher Anbieter in Deinem Fall am günstigsten ist.
Contents
Das Wichtigste in Kürze
- Wegen des abgeschotteten Devisenmarkts musst Du Geld nach Malaysia überweisen, statt Ringgit aus dem Ausland mitzubringen.
- Die größten versteckten Kosten stecken im Wechselkursaufschlag, nicht in der sichtbaren Überweisungsgebühr.
- Online-Dienste wie Wise und Remitly sind meist deutlich günstiger und schneller als klassische Banken.
- Vergleiche jedes Angebot mit dem Mittelkurs bei XE oder Google, dann erkennst Du die tatsächliche Gebühr.
- Bargeld mitzubringen und bei einer lizenzierten Wechselstube zu tauschen kann am günstigsten sein, birgt aber offensichtliche Risiken.
- Wer Bargeld im Wert von 10.000 US$ (rund 8.500 €) oder mehr nach Malaysia einführt, muss es dem Zoll melden. Die Regel gilt für mitgeführtes Bargeld und übertragbare Inhaberpapiere, nicht für Banküberweisungen.
Worauf Du achten solltest
Wenn Du Geld aus Deinem Heimatland nach Malaysia schickst, solltest Du diese Punkte im Blick haben:
- Überweisungsgebühren
- Wechselkurse
- Überweisungsmethoden
- Überweisungsdauer
- Zugänglichkeit
- Abholmöglichkeiten
- Kundenservice
Überweisungsgebühren
Wer nach Malaysia zieht und regelmäßig Geld dorthin schicken muss, sollte wissen, wie sich die Gebühren möglichst niedrig halten lassen.
Jede Überweisung nach Malaysia kostet etwas. Es gibt drei Gebührenarten:
- feste Gebühren
- prozentuale Gebühren
- Kombinationen aus beiden
Manche Anbieter verlangen eine feste Gebühr, ganz gleich, wie viel Du schickst. Ob 850 € (1.000 US$) oder 8.500 € (10.000 US$): Du zahlst denselben Satz. HSBC verlangt zum Beispiel pauschal 4 % für Auslandsüberweisungen. Bei dieser Gebührenart lohnt es sich, lieber seltener und dafür größere Beträge zu schicken.
Andere berechnen eine prozentuale Gebühr: Je höher der Betrag, desto mehr zahlst Du. Ein Beispiel dafür ist die Kreditkarte aus der Heimat, die Du in Malaysia benutzt.
Manchmal fällt auch beides zusammen an, eine feste und eine prozentuale Gebühr. PayPal nimmt etwa eine kleine Festgebühr, aber einen hohen Prozentsatz.
Überlege Dir deshalb vorab, welche Methode zu Deinem Betrag passt. Für eine kleine Summe willst Du schließlich keine teure Festgebühr zahlen.
Wechselkurse
Der Wechselkursaufschlag ist der größte Kostenfaktor bei Überweisungen nach Malaysia.
Zusätzlich zu den oben genannten Gebühren können bis zu 6 % hinzukommen.
Manche Anbieter werben damit, keine Überweisungsgebühren zu erheben. Tatsächlich verstecken sie die Kosten aber im aufgeschlagenen Wechselkurs. Am Ende zahlst Du womöglich mehr als anderswo, obwohl die Überweisung angeblich gebührenfrei war.
Wer britische Pfund nach Malaysia schickt, zahlt bei der HSBC zum Beispiel zusätzlich zu allen Festgebühren 2 bis 3 % Aufschlag auf den Wechselkurs.

Den versteckten Aufschlag erkennst Du, wenn Du den Kurs auf XE mit dem Kurs vergleichst, den Dir der Anbieter nennt.
Realistisch betrachtet bekommst Du den XE-Kurs nie ganz. Du kannst aber versuchen, möglichst nah heranzukommen.
Zwei empfehlenswerte Währungsrechner, die zeitnah aktualisiert werden:
Bei einer Überweisung von 8.500 € (10.000 US$) nach Malaysia würden also 35 € (41 US$) fällig.
Überweisungsdauer
Auch die Dauer spielt eine Rolle: Wie lange braucht das Geld aus der Heimat bis nach Malaysia? Je nach Methode unterscheidet sich das deutlich.
Eine Banküberweisung dauert in der Regel zwei bis drei Werktage, eine Online-Überweisung ein bis zwei Tage, während die Gutschrift eines Schecks bis zu sechs Wochen dauern kann.
Online-Dienste wie Wise brauchen zwei bis drei Werktage, manchmal geht es sogar schneller.
Zugänglichkeit
Bei jeder Überweisungsmethode solltest Du bedenken, wie leicht Du später an Dein Geld kommst.
Lokale und internationale Banken in Malaysia unterliegen dem Gesetz gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Erträge aus rechtswidrigen Aktivitäten von 2001 (AMLA).
Deshalb müssen sie aufwendige Know-Your-Customer-Prüfungen (KYC) durchführen. Dazu gehören oft viele Angaben wie Ausweis, Adressnachweis und Herkunft der Mittel.
Manche Banken sind strenger als andere. Die HSBC verlangt zum Beispiel besonders viele Nachweise. Du musst lediglich belegen können, dass das Geld legal stammt, also nicht aus dem Drogenhandel, und dass Du es für legitime Zwecke nutzt.
In öffentlichen Netzwerken solltest Du zum Schutz Deiner Zugangsdaten außerdem ein VPN nutzen.
Malaysia hat ein dichtes Geldautomatennetz. Gerade in den großen Städten wie Kuala Lumpur, Johor Bahru und Penang kommst Du leicht an Bargeld.
Abholmöglichkeiten
Wie Du an Dein Geld kommst, hängt von der Überweisungsmethode ab. Kannst Du das Bargeld beim nächsten Agenten abholen? Oder hebst Du es von dem Bankkonto ab, auf das es eingezahlt wurde?
Das hängt ganz von der gewählten Methode ab. Dazu später mehr.
Kundenservice
Rund um die Uhr erreichbarer Support oder ein Ansprechpartner, der Deine Fragen beantwortet, bevor Du Dein hart verdientes Geld losschickst, ist enorm hilfreich. Ob der Service Deine Sprache spricht, spielt ebenfalls eine Rolle.
Bei Wise ist immer jemand erreichbar. Ich habe den Dienst auf Reisen und beim Arbeiten in verschiedenen Ländern genutzt und hatte mit dem Kundenservice nie Probleme. Die Mitarbeiter sind schnell, effizient und lösen Anliegen möglichst unkompliziert.
Muss man Geld, das man nach Malaysia schickt, melden?
Nein. Die Meldegrenze von 10.000 US$ (rund 8.500 €), von der Du vielleicht gelesen hast, gilt für Bargeld, das Du über die Grenze mitnimmst, nicht für Banküberweisungen. Die Prüfungen bei Überweisungen übernimmt Deine Bank. (Stand: Oktober 2026.)
| So kommt das Geld an | Was die Regel besagt |
|---|---|
| Bank- oder Online-Überweisung auf Dein malaysisches Konto | Keine Zollanmeldung. Deine Bank fragt eventuell nach dem Zweck und verlangt einen Beleg. |
| Bargeld oder übertragbare Inhaberpapiere, die Du mitbringst | Ab insgesamt 10.000 US$ (rund 8.500 €) musst Du sie mit dem Zollformular Nr. 7 anmelden. |
| Fremdwährungsnoten, die Du mitbringst | Die Bank Negara Malaysia setzt keine Obergrenze, aber die Meldepflicht ab 10.000 US$ (rund 8.500 €) gilt trotzdem. |
Wenn Du ein Ringgit-Konto für Gebietsfremde hast, das die Bank Negara Malaysia als externes Konto bezeichnet, brauchen Zahlungen darauf einen Nachweis, dass der Zweck zulässig ist. Jede Bank prüft für sich. Halte einen Vertrag, eine Rechnung oder einen Nachweis über das Familienverhältnis bereit, falls Deine Bank danach fragt.
Melde Bargeld ordnungsgemäß an. Wer es nicht oder falsch anmeldet, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 3 Millionen RM (rund 650.000 €), bis zu 5 Jahre Haft oder beides.
Überweisungsoptionen
Geld einfach per Post zu verschicken, ist keine Option. Das sind die Möglichkeiten, die Dir bleiben.
- internationale Banküberweisungen
- Online-Überweisungen
- Fremdwährungsschecks
- Western Union
- PayPal
- Kryptowährungen
- Bargeld
Internationale Banküberweisungen
Die internationale Banküberweisung war lange die beliebteste und bevorzugte Methode, um Geld nach Malaysia zu schicken. Sie galt als die schnellste und sicherste. Dieses Bild hat sich wegen der hohen Gebühren gewandelt: Banken verlangen bis zu 6 % des Betrags zusätzlich zu einer Pauschale!
Malaysia hat ein gut ausgebautes Bankensystem. Die beliebtesten lokalen Banken mit den besten Geldautomatennetzen sind Maybank und CIMB. Für ein Bankkonto in Malaysia brauchst Du Reisepass, Beschäftigungsnachweis, Visanachweis (mit einem Touristenvisum klappt es wohl eher nicht) und eine Mindesteinlage. Manche Banken nehmen sogar Fingerabdrücke.

Unter den malaysischen Banken bieten Maybank und CIMB offenbar die besten Kurse. Maybank hat das dichtere Filialnetz, CIMB die benutzerfreundlichere Website und den besseren Kundenservice. Die HSBC eignet sich für Expats mit einem Guthaben von mehr als 200.000 MYR, denn sie bietet dann kostenlose internationale Überweisungen aus aller Welt.
Das Geld kann drei bis fünf Werktage unterwegs sein, und die Überweisung ist teuer: Die sendende und die empfangende Bank berechnen jeweils eine Gebühr, dazu kommt der Wechselkursaufschlag.
Am besten wählst Du Dienste mit minimalen Gebühren und wettbewerbsfähigen Wechselkursen.
Online-Überweisungsdienste
Online-Überweisungsdienste sind der günstigste und effizienteste Weg, Geld nach Malaysia zu schicken. Ein Konto ist bei jedem Anbieter schnell eingerichtet. Du brauchst dafür einen Scan Deines Reisepasses und musst Deine Telefonnummer mit einem Code bestätigen, der aufs Handy kommt.
Wie funktioniert das?
Nehmen wir an, Du schickst 1.000 £ aus Großbritannien nach Malaysia. Du überweist 1.000 an die britische Bank des Anbieters. Der überweist dann 1.000 £ von seiner Bank in Malaysia auf Dein malaysisches Konto. Fertig! Per E-Mail erfährst Du, dass das Geld auf Deinem Konto ist. So einfach ist das.
Monito ist eine gute Seite, um die Kurse dieser Online-Dienste zu vergleichen.
Zwei beliebte Online-Überweisungsdienste sind Wise und Remitly.
Wise
Wise eignet sich gut für Überweisungen nach Malaysia, denn es gibt keine versteckten Gebühren. Der Anbieter gehört außerdem zu den beliebtesten.

Wise berechnet je nach Betrag einen Prozentsatz plus eine kleine Festgebühr und bietet einen garantierten Wechselkurs. Der Kurs wird also festgeschrieben und gilt, sofern das Geld innerhalb von 48 Stunden bei Wise eingeht.
Wer etwa 850 € (1.000 US$) mit Wise nach Malaysia schickt, zahlt 10,19 € (11,99 US$) Gebühren und bekommt den garantierten Mittelkurs.
Das entspricht einem garantierten Kurs von rund 4,18 RM pro US-Dollar (zum Zeitpunkt der Überweisung). Auf Deinem malaysischen Konto landen dann 4.129 RM.
Mehr zu Wise findest Du in unserem Testbericht.
Remitly
Auch Remitly ist eine Option. Dort gibt es drei Wege, Geld nach Malaysia zu schicken: Banküberweisung, Bargeldabholung oder Einzahlung auf die Debitkarte.

Überweisungen gehen an alle großen Banken des Landes. Bargeld kannst Du aber nur bei Ria Money Transfer abholen.
Bei Einzahlungen auf die Debitkarte gibst Du Deine Kartendaten statt der Kontonummer an. Das Geld landet dann auf der Karte und von dort bei der Bank, die sie ausgestellt hat.
Bei einer Überweisung von 850 € (1.000 US$) nach Malaysia fallen diese Gebühren an:
- Express-Gebühr von 4,24 € (4,99 US$), Dauer: Minuten
- Economy-Gebühr von 3,39 € (3,99 US$), Dauer: drei bis fünf Werktage
Dazu kommt pro Überweisung eine Bearbeitungsgebühr der Bank von etwa 1,28 € bis 2,55 € (1,50 bis 3,00 US$).
Achte außerdem auf die versteckten Kosten bei Remitly: Der Dienst nimmt einen Teil des Wechselkurses als Gebühr.
Schickst Du zum Beispiel US-Dollar nach Malaysia, berechnet Remitly eine Gebühr von 0,5 Prozent der Überweisung.
Weitere Online-Anbieter
Es gibt viele weitere Online-Anbieter, darunter OFX, Instarem, Transfermate, und Xoom. Ständig kommen neue hinzu, die zum Start null Gebühren versprechen. Du kannst Dir also bei mehreren Anbietern ein Konto anlegen und den mit den besten Kursen nehmen.
Überweisung zur Bargeldabholung
Wenn Du nicht über eine Bank an Dein Geld kommen willst, kannst Du Bargeld-Abholdienste nutzen: Du schickst das Geld nach Malaysia und holst es bei einem beliebigen Agenten ab.
Beliebte Abholdienste in Malaysia sind Western Union, MoneyGram, Worldremit und Xoom. (Einige davon bieten auch Online-Überweisungen direkt auf Dein Konto.)
Zur Abholung füllst Du ein Formular aus und nennst Ausweis und einen eindeutigen Referenzcode.
Je nach Anbieter steht das Bargeld innerhalb von Minuten bereit, diese Geschwindigkeit hat aber ihren Preis.
Auch das Absenderland spielt eine Rolle. Die Festgebühren stehen auf den Websites der Anbieter und liegen oft zwischen 3,40 € und 42,50 € (4 bis 50 US$).
Lass Dich von niedrigen Überweisungsgebühren nicht täuschen: Auf den Wechselkurs schlagen die Anbieter in der Regel 4 bis 8 % auf.
Es gibt zudem Obergrenzen. Worldremit und Western Union erlauben zum Beispiel höchstens 4.250 € (5.000 US$) pro Überweisung.
Beachte auch, dass Du Dein Geld nur abholen kannst, wenn die Agenten geöffnet haben. Manche haben nur eingeschränkte Öffnungszeiten.
PayPal
PayPal eignet sich gut für internationale Zahlungen nach Malaysia, wenn es um kleinere Beträge geht.
Da viele Online-Shops und Buchungsportale PayPal akzeptieren, kannst Du das Geld auch einfach auf Deinem PayPal-Konto liegen lassen, statt es auf ein malaysisches Bankkonto zu überweisen.
Willst Du das Geld auf Dein Bankkonto holen, berechnet PayPal je nach Land eine Pauschale pro Transaktion.
Bei Zahlungen aus den USA sind das zum Beispiel 2,00 MYR pro Transaktion. Dazu kommt eine Transaktionsgebühr von 2,5 bis 4,4 %, je nachdem, aus welchem Land gezahlt wird.
Wirst Du aus dem Ausland für eine Dienstleistung bezahlt, kommen weitere 4,4 % auf den überwiesenen Betrag hinzu. Bis das Geld ankommt, vergehen zwei bis fünf Werktage.
Mit PayPal Geld zu senden ist weniger kosteneffizient als mit Wise. Es ist aber sehr bequem, wenn Du bereits ein Konto hast und nicht allzu viel schicken willst.
Fremdwährungsschecks
Du kannst Geld auch per Fremdwährungsscheck nach Malaysia schicken. Die lokale Bank berechnet dafür etwa 5 bis 7 RM und rechnet das Geld in MYR um, womöglich zu einem besseren Kurs als die Bank im Absenderland.
Bis das Geld gutgeschrieben wird, können drei bis vier Wochen vergehen. Oft ist das mühsam, denn die Banken versuchen wegen des hohen Betrugsrisikos, von Schecks wegzukommen.
Kryptowährungen
Die Bank Negara Malaysia (BNM), die malaysische Zentralbank, hat wiederholt erklärt, dass Bitcoin in Malaysia kein gesetzliches Zahlungsmittel ist.
Im Januar 2019 sagte der malaysische Finanzminister allerdings: „Eine Verordnung, die digitale Währungen und digitale Token als Wertpapiere anerkennt, tritt am 15. Januar in Kraft und untersteht der Aufsicht der Securities Commission Malaysia [SC].“
Die Securities Commission Malaysia veröffentlicht eine Liste registrierter Börsen für digitale Vermögenswerte und erklärt, dass nicht zugelassene Börsen den Betrieb einstellen müssen.
Mehrere Online-Börsen für Kryptowährungen sind:
Ein Bitcoin-Konto zum Empfangen von Bitcoins einzurichten, scheint relativ leicht zu sein. Bevor Du Bitcoins empfangen kannst, musst Du Dein Konto bei einer Bitcoin-Börse authentifizieren und verifizieren. Manche Anbieter verlangen dafür weniger Angaben, dafür sind die Bitcoin-Preise dort höher.
Die Gebühren liegen zwischen 1 und 5 %, und jeder Anbieter hat Überweisungslimits. Bei Luno liegt die Grenze zum Beispiel bei 100.000 RM. Mit der Option „Sofortüberweisung“ geht es schneller.
Bargeld
Eine weitere Möglichkeit ist, Bargeld nach Malaysia mitzubringen und bei einer Wechselstube zu tauschen.
Laut der Website des malaysischen Zolls musst Du Bargeld und übertragbare Inhaberpapiere im Wert von 10.000 US$ (rund 8.500 €) oder mehr bei der Ein- und Ausreise mit dem Zollformular Nr. 7 anmelden. Die Bank Negara Malaysia setzt der Menge an Fremdwährung keine Grenze, solange Du sie ab dieser Höhe meldest. Du musst die legale Herkunft des Geldes und den geplanten Verwendungszweck belegen können.
Zu den besten Wechselstubenketten zählen Max Money, My Money Master, LuLuMoney und Metro Exchange. Du findest sie im Sungei Wang Plaza, im Pavilion, im Suria KLCC, in der Mid Valley Megamall und im Central Market.
Geldwechsel kann die günstigste Variante sein, ist aber nicht die sicherste. Mit viel Bargeld unterwegs zu sein, ist riskant, und manchen ist die Befragung beim Zoll den Aufwand nicht wert.
Welche Methode ist die beste?
Wir haben eine Tabelle erstellt, die Preis und Geschwindigkeit der verschiedenen Methoden vergleicht. Als Beispiel dienen Beträge von 850 € (1.000 US$) und 8.500 € (10.000 US$), um Gebühren und Wechselkurse sichtbar zu machen.
Ein kurzer Blick zeigt: Am günstigsten ist es, Bargeld nach Malaysia mitzubringen und bei einer der vielen Wechselstuben zu tauschen. Am zweitgünstigsten (und sicherer) ist ein Online-Überweisungsdienst wie Wise.
| Methode | Dauer | 850 € (1.000 US$) | 8.500 € (10.000 US$) |
| Bargeld (MaxMoney) | sofort | 4.170 RM | 41.700 RM |
| Wise | 1 Werktag | 4.129 RM | 41.465,80 RM |
| PayPal | 2 bis 5 Werktage | 4.098 RM | 41.198 RM |
| Fremdwährungsschecks (Maybank) | 3 bis 4 Wochen | 4.113 RM | 41.193 RM |
| Banküberweisung (Bank of America) | 1 bis 2 Werktage | 3.935 RM | 41.014 RM |
| Überweisung zur Bargeldabholung (Western Union) | 3 Werktage | 3.492 RM | 34.749 RM |
| Kryptowährung (Luno) | sofort | keine Angabe | keine Angabe |
Geld aus Malaysia ausführen, wenn Du das Land verlässt
Als Gebietsfremder kannst Du Ringgit über eine lizenzierte malaysische Bank für jeden Zweck wieder in Fremdwährung zurücktauschen. Die Bank Negara Malaysia erlaubt Gebietsfremden, über eine lizenzierte Bank im Land Fremdwährung gegen Ringgit zum Kassakurs zu kaufen oder zu verkaufen. (Stand: Oktober 2026.)
Für die Ausfuhr von Fremdwährungsnoten gilt dieselbe Bargeldregel wie bei der Einfuhr. Es gibt keine Obergrenze, aber ab 10.000 US$ (rund 8.500 €) meldest Du das Geld dem Zoll.
Bevor Du größere Beträge in die eine oder andere Richtung bewegst, solltest Du Deine monatlichen Ausgaben kennen. Unser Ratgeber zu den Lebenshaltungskosten in Malaysia liefert Dir eine Grundlage, der Ratgeber Umzug nach Malaysia deckt den Rest des Umzugs ab.
Empfehlung je nach Land
Wenn Du nicht mit größeren Bargeldsummen herumlaufen und Wechselstuben nutzen willst, fährst Du mit Online-Überweisungsdiensten wie Wise am besten.
Länder wie Großbritannien, Australien und die USA werden von allen Online-Anbietern unterstützt. Am besten meldest Du Dich bei ein paar an und schaust, wer das günstigste Angebot macht.
Großbritannien, USA und Australien nach Malaysia
- Wise
- OFX
- Instarem
- Transfermate
- Xoom
Häufig gestellte Fragen
Muss ich eine Banküberweisung beim malaysischen Zoll anmelden?
Nein. Der Zoll verlangt nur die Anmeldung von Bargeld und übertragbaren Inhaberpapieren, die Du über die Grenze mitführst. Eine Überweisung auf Dein malaysisches Bankkonto musst Du nicht selbst anmelden.
Wie viel Bargeld darf ich nach Malaysia mitbringen?
Die Bank Negara Malaysia setzt für Fremdwährungsnoten keine Obergrenze. Bargeld und übertragbare Inhaberpapiere im Wert von 10.000 US$ (rund 8.500 €) oder mehr musst Du an jedem Ein- und Ausreisepunkt mit dem Zollformular Nr. 7 anmelden.
Was passiert, wenn ich mein Bargeld nicht anmelde?
Das ist eine Straftat. Bei einer Verurteilung drohen eine Geldstrafe von bis zu 3 Millionen RM (rund 650.000 €), bis zu 5 Jahre Haft oder beides.
Fragt meine malaysische Bank, woher das Geld stammt?
Möglich. Banken führen eigene Prüfungen durch, und die Bank Negara Malaysia erwartet einen Nachweis, dass der Zweck einer Zahlung auf das externe Konto eines Gebietsfremden zulässig ist. Halte einen Vertrag, eine Rechnung oder einen Nachweis über das Familienverhältnis bereit. In unserem Ratgeber zur Kontoeröffnung in Malaysia steht, was Banken zu Beginn verlangen.
Kann ich Ringgit bei der Abreise wieder in Dollar tauschen?
Ja, als Gebietsfremder. Über eine lizenzierte malaysische Bank kannst Du für jeden Zweck Fremdwährung gegen Ringgit zum Kassakurs kaufen.
Und jetzt bist Du dran
Früher waren klassische Banküberweisungen die beliebteste Methode für Auslandsüberweisungen. Hohe Gebühren und lange Laufzeiten führten dazu, dass effizientere Online-Anbieter stark wuchsen, allen voran Wise. Mit konkurrenzfähigen Preisen und schneller Abwicklung passen sie besser zu den heutigen Bedürfnissen.
Ein kurzer Blick auf die Kurse bei XE.com zeigt, wie viel Du mit Online-Anbietern sparst. Ich habe Wise schon mehrfach genutzt und bin vom Kundenservice beeindruckt.
Expats in Malaysia sagen in Online-Gruppen immer wieder dasselbe: Wise und Remitly liegen beim Ringgit am nächsten am Mittelkurs, und viele halten inzwischen ein Multiwährungskonto, um USD oder GBP zu behalten und erst dann zu tauschen, wenn der Kurs stimmt.
Wenn wir Anbieter übersehen haben oder Du jemanden mit guten Preisen, schneller Abwicklung oder tollem Kundenservice empfehlen kannst, schreib es gern in die Kommentare.
Verwendete Quellen
- Bank Negara Malaysia, Foreign Exchange Policy: Carrying Physical Notes: keine Obergrenze für Fremdwährungsnoten, Meldepflicht ab einem Gegenwert von 10.000 US$.
- Bank Negara Malaysia, Foreign Exchange Policy: Non-Resident Payment in Ringgit: zulässige Zwecke und die Nachweise, die Banken verlangen können.
- Bank Negara Malaysia, Foreign Exchange Policy: Non-Resident Buying and Selling of FX: Gebietsfremde können über eine lizenzierte Bank im Land Fremdwährung gegen Ringgit zum Kassakurs kaufen oder verkaufen.
- Royal Malaysian Customs Department, Traveler’s Guide: Anmeldung von Bargeld und übertragbaren Inhaberpapieren ab 10.000 US$ mit dem Zollformular Nr. 7 sowie die Strafen.
- Securities Commission Malaysia, List of Registered Digital Asset Exchanges: welche Börsen registriert sind und dass nicht zugelassene den Betrieb einstellen müssen.





