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Mit Sloweniens Digital-Nomad-Visum kannst Du bis zu ein Jahr im Land leben und arbeiten: unkompliziert im Schengen-Raum reisen, keine Visa-Runs und dazu Alpenlandschaften und Städte, die man bequem zu Fuß erkundet.
Am 21. November 2025 hat Slowenien sein Digital-Nomad-Visum eingeführt und gehört damit zu den jüngsten europäischen Ländern, die Remote-Arbeitende willkommen heißen. Das Visum erlaubt einen Aufenthalt von bis zu 12 Monaten. Das ist in Europa nicht die längste Laufzeit, reicht aber locker aus, um das Leben in Slowenien richtig kennenzulernen.
Falls Du dieses Alpenland mit seinen 2 Millionen Einwohnern bisher nicht auf dem Schirm hattest, lohnt sich jetzt ein genauerer Blick.
In diesem Ratgeber erkläre ich Dir, wie das slowenische Digital-Nomad-Visum funktioniert, wer es beantragen kann, welche Einkommens- und Dokumentenanforderungen gelten und was wirklich dafür und dagegen spricht. So kannst Du entscheiden, ob Slowenien die richtige Basis für Deine Remote-Arbeit in Europa ist.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Dauer und Verlängerung des slowenischen Digital-Nomad-Visums
- Wer das Digital-Nomad-Visum für Slowenien beantragen kann
- Einkommensnachweis und Unterlagen für das Digital-Nomad-Visum
- So beantragst Du das Digital-Nomad-Visum für Slowenien Schritt für Schritt
- Bearbeitungszeit
- Familienmitglieder mitbringen
- Vorteile des Lebens in Slowenien als Digital Nomad
- Nachteile und Einschränkungen
- Slowenien im Vergleich zu anderen europäischen Digital-Nomad-Visa: Lohnt es sich?
- FAQ: Digital-Nomad-Visum für Slowenien
- Darf ich mit diesem Visum für slowenische Kunden arbeiten?
- Wie lange dauert die Genehmigung?
- Kann ich das slowenische Digital-Nomad-Visum verlängern?
- Muss ich mit diesem Visum in Slowenien Steuern zahlen?
- Darf mein Ehepartner in Slowenien arbeiten, wenn er mitkommt?
- Was passiert, wenn mein Antrag abgelehnt wird?
- Darf ich während der Bearbeitung meines Visums in andere Schengen-Länder reisen?
- Ist Slowenien für alleinreisende Frauen oder Digital Nomads sicher?
- Wer hat Anspruch auf Sloweniens Digital-Nomad-Erlaubnis?
- Wie hoch ist die Einkommensanforderung?
- Wie lange ist die Erlaubnis gültig?
- Kann ich sie verlängern?
- Darf ich für slowenische Unternehmen arbeiten?
- Wie beantrage ich sie?
- Muss ich in Slowenien Steuern zahlen?
- Verwendete Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- Mit Sloweniens Digital-Nomad-Visum darfst Du bis zu 12 Monate im Land bleiben. Für einen erneuten Antrag musst Du aber zunächst 6 Monate ausreisen.
- Du musst Staatsbürger eines Nicht-EU/EWR-Landes sein und entweder remote für einen ausländischen Arbeitgeber arbeiten oder als Freelancer nicht-slowenische Kunden betreuen. Die Arbeit für slowenische Unternehmen oder Kunden ist nicht erlaubt.
- Nachweisen musst Du Geldmittel in Höhe des Doppelten von Sloweniens durchschnittlichem monatlichem Nettogehalt (je nach aktuellen Lohndaten etwa 3.000 bis 3.300 € im Monat), eine gültige Krankenversicherung mit mindestens 30.000 € Deckung, ein sauberes Führungszeugnis mit Apostille und einen Unterkunftsnachweis.
- Den Antrag kannst Du entweder bei einem slowenischen Konsulat in Deinem Wohnsitzland stellen oder während Deines Touristenaufenthalts bei einer lokalen Verwaltungseinheit in Slowenien, solange Deine 90/180 Schengen-Tage noch nicht abgelaufen sind.
- Häufig genannt werden etwa 30 bis 60 Tage, eine offizielle Bearbeitungszeit haben die Behörden aber nicht veröffentlicht. Verzögerungen entstehen meist durch fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen.
- Familienangehörige können über den Familiennachzug mitkommen. Sie dürfen allerdings nicht arbeiten, und für jede Person musst Du zusätzliche Geldmittel nachweisen.
- Slowenien passt am besten zu Nomaden mit mittlerem Einkommen, die in Europa eine ruhige, naturnahe Basis suchen. Wer Nachtleben oder einen klaren Weg zum dauerhaften Aufenthalt oder zur Staatsbürgerschaft sucht, ist hier falsch.
Dauer und Verlängerung des slowenischen Digital-Nomad-Visums
Das slowenische Digital-Nomad-Visum gilt 12 Monate. Leider lässt es sich nicht ohne Unterbrechung verlängern: Für einen neuen Antrag musst Du ausreisen und 6 Monate warten.
Wer sich später in Slowenien fester niederlassen möchte, kann ein anderes Visum oder eine andere Aufenthaltserlaubnis beantragen.
Wer das Digital-Nomad-Visum für Slowenien beantragen kann
Beantragen kann das Visum jeder, der kein EU/EWR-Bürger ist.
Die wichtigste Bedingung: Du musst als Remote-Arbeitnehmer bei einem ausländischen Unternehmen angestellt sein oder als Freelancer Kunden betreuen, die nicht aus Slowenien stammen. Für ein slowenisches Unternehmen zu arbeiten, ist verboten.
Einkommensnachweis und Unterlagen für das Digital-Nomad-Visum
- Antragsformular – Das offizielle Antragsformular für das Digital-Nomad-Visum ausfüllen
- Gültiger Reisepass – Muss mindestens 3 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein
- Passfotos – Biometrischer Standard erforderlich (in Slowenien bekommst Du sie bei den Verwaltungsstellen für ein paar Euro)
- Einkommensnachweis – Kontoauszüge, Gehaltsabrechnungen oder Arbeitsverträge für die letzten 6 Monate, die ausreichende Mittel in Höhe des Doppelten von Sloweniens durchschnittlichem monatlichem Nettogehalt belegen (je nach aktuellen Lohndaten etwa 3.000 bis 3.300 € im Monat)
- Krankenversicherung – Mindestdeckung von 30.000 € erforderlich
- Führungszeugnis – Ein sauberes Führungszeugnis ist Pflicht. Das ist oft der kniffligste Teil des Antrags. Du brauchst sowohl das Führungszeugnis als auch eine Apostille, und je nach Heimatland kann das viel Zeit kosten. In den USA kann eine Apostille bis zu 2 Monate dauern, es sei denn, Du zahlst für die Eilbearbeitung extra.*
- Unterkunftsnachweis – Mietvertrag oder Hotelbuchung
- Antragsgebühren – Die genauen Gebühren sind auf den offiziellen slowenischen Seiten nicht bestätigt und unterscheiden sich je nach Quelle. Sie fallen moderat aus, aber frag bei dem Konsulat oder der Verwaltungseinheit, bei der Du den Antrag stellst, nach dem aktuellen Betrag.
*Profi-Tipp: Kümmere Dich in Deinem Heimatland darum, bevor Du abreist. Das geht viel schneller, als es aus dem Ausland zu organisieren, zumal sich Fingerabdrücke in den meisten Fällen nicht digital übermitteln lassen.
So beantragst Du das Digital-Nomad-Visum für Slowenien Schritt für Schritt
Es gibt mehrere Wege, den Antrag zu stellen. Du kannst ihn bei einem Konsulat Deines rechtmäßigen Wohnsitzlandes einreichen. Alternativ geht das bei der lokalen Verwaltungsstelle an dem Ort, an dem Du leben möchtest. Dafür kannst Du während Deiner Touristenzeit nach Slowenien reisen und den Antrag dort stellen.

Der Antrag muss gestellt werden, bevor Deine 90/180 Tage abgelaufen sind. Während der Bearbeitung darfst Du bleiben, ob Du Slowenien in dieser Zeit verlassen darfst, ist jedoch unklar. Am besten hast Du alles bereit, wenn Du ankommst, und stellst den Antrag direkt vor Ort.
Stammst Du aus einem der Länder, für die ein Schengen-Visum nötig ist, musst Du dieses beim nächstgelegenen Konsulat beantragen.
Bearbeitungszeit
Das Visum ist noch ganz neu, deshalb ist die Bearbeitungszeit bisher nicht bekannt. Häufig genannt werden etwa 30 bis 60 Tage, eine offizielle Bearbeitungszeit haben die Behörden aber nicht veröffentlicht. Expats in Slowenien berichten sehr unterschiedlich über ihre Aufenthaltsgenehmigungen: Manche hatten sie schnell, bei anderen dauerte es Monate.
Da es sich um ein einfacheres Visum handelt, dürfte die Bearbeitung aber eher in dieser Größenordnung liegen. Entscheidend ist außerdem, ob Dein Antrag vollständig und korrekt ist. Die größten Verzögerungen entstehen, wie in jedem anderen Land, durch falsche Unterlagen.
Sobald Dein Antrag genehmigt ist und Du in Slowenien ankommst, musst Du Deinen vorübergehenden Wohnsitz innerhalb von 8 Tagen bei der örtlichen Verwaltungseinheit anmelden. Dafür brauchst Du einen Adressnachweis, zum Beispiel einen Miet- oder Pachtvertrag.
Familienmitglieder mitbringen
Du kannst weitere Familienmitglieder wie Ehepartner, Lebensgefährten und sogar Kinder nachholen, aber zuerst muss der Hauptantragsteller seinen Antrag stellen. Gut zu wissen: Der Familiennachzug in Slowenien unterliegt weniger Einschränkungen als bei anderen Visa und Aufenthaltstiteln.
Sobald Du genehmigt bist, werden die übrigen Familienmitglieder fast sofort genehmigt. Verlangt wird nur ein Nachweis, dass Deine Unterkunft groß genug für eine Familie ist, und jedes Mitglied braucht dieselbe Art von Krankenversicherung.
Auch Deine Familie darf in Slowenien nicht arbeiten, Du musst sie also finanziell versorgen können. Der nachzuweisende Betrag richtet sich nach dem Mindestbetrag der Sozialhilfe und wird daher regelmäßig angehoben. Derzeit liegt er pro Familienmitglied bei rund 300 Euro zusätzlich zu dem, was für Dich als Digital Nomad selbst gefordert wird.
Wenn Du Deine Familie mitbringen möchtest: Je mehr Geldmittel Du nachweisen kannst, desto zufriedener sind die Leute auf dem Amt. Wie manche Ämter diese Beträge berechnen, kann ein echtes Kopfzerbrechen sein, selbst für mich, obwohl ich schon Einwanderern bei ihren Aufenthaltsgenehmigungen geholfen habe.
Vorteile des Lebens in Slowenien als Digital Nomad
Das Visum zu bekommen ist eine Sache, der Alltag in Slowenien eine andere. Hier siehst Du, worauf es nach der Ankunft wirklich ankommt und was Slowenien für Remote-Arbeitende so attraktiv macht.
Du kannst wirklich bleiben (Schluss mit Visa-Runs)
Am wichtigsten ist die Rechtssicherheit. Mit einem Digital-Nomad-Visum eines europäischen Landes kannst Du ganz entspannt bleiben. Du musst nicht alle drei Monate Reise nach Jerusalem spielen und kannst so oft Du willst über die EU-Grenzen aus- und einreisen.
Lage: Alpen, Strände und drei Nachbarländer
Bei Lage und Natur ist Slowenien kaum zu schlagen. Die Alpen sind von der Hauptstadt aus in weniger als einer Stunde erreichbar, das Mittelmeer ebenfalls. Außerdem grenzt das Land an Italien, Kroatien und Ungarn, für Wochenendausflüge ist also bestens gesorgt.

Slowenien gehört außerdem zu den grünsten Ländern Europas und hat eine große Artenvielfalt. Fast jeder Slowene liebt Wandern und Outdoor-Sport.
Sichere, fußgängerfreundliche Städte mit solider Infrastruktur
Slowenien ist ein sehr sicheres und stabiles Land und wird regelmäßig zu den sichersten Ländern Europas und der Welt gezählt. Die fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte gehören für Remote-Arbeitende zu den besten Orten zum Leben in Slowenien. Im ganzen Land gibt es guten Mobilfunkempfang und eine stabile Internetanbindung.
Lebenshaltungskosten: europäisches Mittelfeld
Die Lebenshaltungskosten in Slowenien sind mit einem US-amerikanischen, australischen oder britischen Gehalt ordentlich. Im europäischen Vergleich liegen sie ungefähr in der Mitte: teurer als in Ost- und Südeuropa, aber günstiger als in den meisten Ländern Westeuropas.
Mit Englisch kommt man überraschend gut zurecht
Dank des starken Bildungssystems und der kleinen Bevölkerung ist Slowenien sehr englischfreundlich. Behörden und Dienstleistungen kannst Du ohne große Sorgen in Anspruch nehmen.
Nachteile und Einschränkungen
Slowenien ist nicht für jeden etwas. Bevor Du Dich auf ein Jahr hier festlegst, solltest Du wissen, was weniger gut funktioniert. Manche Einschränkungen sind struktureller Natur, andere betreffen den Lebensstil, und ein paar zeigen sich erst, wenn man eine Weile hier ist.
Verlängern geht nur nach einer Ausreise
Die Aufenthaltserlaubnis ist nicht verlängerbar. Wenn Du sie erneut möchtest, musst Du 6 Monate ausreisen, bevor Du einen neuen Antrag stellen kannst. Für alle, die etwas Dauerhafteres suchen, ist das nicht ideal.

Es gibt aber Wege zu einer stabileren Aufenthaltserlaubnis auf anderer Grundlage, etwa über eine Freelancer-Lizenz oder den Kauf einer Immobilie in Slowenien. Wenn Du Dich stark auf Slowenien festlegen willst, ist das Digital-Nomad-Visum womöglich nicht die beste Wahl.
Wer einen Weg zum dauerhaften Aufenthalt oder zur Staatsbürgerschaft sucht, ist mit diesem Visum nicht gut beraten.
Es ist noch ein ganz neues Visum
Das Visum ist noch sehr neu, deshalb gibt es kaum persönliche Erfahrungsberichte zum Antragsprozess. Wie lange eine Genehmigung genau dauert und wie streng die Verwaltung bei bestimmten Punkten ist, lässt sich bisher nicht sicher sagen.
Die Einkommensanforderung ist nicht niedrig
Für Nomaden mit geringerem Einkommen ist die Einkommensanforderung eine Hürde. Es ist nicht das teuerste Digital-Nomad-Visum, aber andere, etwa das von Italien oder Ungarn, sind günstiger. Wie Slowenien im Vergleich abschneidet, siehst Du in unserer Übersicht über alle Länder Europas mit Digital-Nomad-Visum, darunter auch das Digital-Nomad-Visum für Zypern. Zu den teuersten gehört Slowenien aber trotzdem nicht.
Schwierig für Familien mit kleineren Kindern
Für einen kurzen oder mittellangen Aufenthalt mit Kindern ist Slowenien vielleicht nicht die beste Wahl. Für ausländische Kinder ist es schwer, sich in die örtlichen Schulen einzufügen, besonders wenn sie noch nicht lange hier sind.
Die staatlichen Schulen sind ausgezeichnet, bleiben aber für Kinder, die kein Slowenisch sprechen, eine große Herausforderung. Das slowenische Bildungssystem tut einiges, damit ausländische Schüler die Sprache lernen. Trotzdem dürfte es sich für ein Kind wie vertane Zeit anfühlen, die Sprache für nur ein Jahr zu lernen.
Auch Privatschulen sind hier sehr teuer; sie kosten zwischen 6.000 und 16.000 Euro.
Ruhiges Land, begrenztes Nachtleben
Slowenien bietet manchen Nomaden viel, anderen aber nicht alles, was sie brauchen. Insgesamt ist es ein ruhiges Land. Wer Nachtleben und Trubel will, sucht sich besser einen anderen Ort. Die Slowenen können gesellig sein, und es gibt schöne Orte zum Ausgehen, aber Prag oder Budapest ist das nicht. Ich lebe gern hier, mit 35 Jahren, doch 10 Jahre jünger hätte ich mir diesen Ort nicht ausgesucht.
Soziale Integration kostet Mühe
Ein weiteres heikles Thema ist die soziale Integration. Die Sprache ist sehr schwer, selbst Menschen aus anderen slawischen Ländern tun sich damit schwer. So gibt es zum Beispiel drei verschiedene Formen, um über eine Gruppe von zwei Personen zu sprechen. Viele kommen damit nicht klar. Zwar sprechen die meisten Menschen in den größeren Städten gut Englisch, bleiben aber oft lieber unter sich und in ihren Gruppen. In Slowenien heißt es scherzhaft, die Slowenen blieben gern bei den Freunden aus der Schulzeit.
In Städten wie Ljubljana gibt es einige Expat-Kreise, die aber eher älter und langfristig angelegt sind. Auch bei Ämtern und Botschaften ist die Freundlichkeit gemischt. Manche empfinden sie als ziemlich unhöflich. Zudem sind die Auskünfte dort nicht immer einheitlich.
Slowenien im Vergleich zu anderen europäischen Digital-Nomad-Visa: Lohnt es sich?
Praktisch gesehen ist dieses Visum am sinnvollsten, wenn Du:
- als Remote-Arbeitnehmer ein mittleres Einkommen hast
- in Europa eine ruhige, naturnahe Basis suchst
- Dich mit einem einjährigen Aufenthalt statt einer langfristigen Lösung wohlfühlst
Das slowenische Digital-Nomad-Visum ist für Nomaden mit mittlerem Einkommen preislich vernünftig, mit einer Einkommensschwelle ähnlich der des Nachbarlands Kroatien. Im Vergleich zum Digital-Nomad-Leben in Kroatien ist Slowenien ruhiger und wirkt in vielerlei Hinsicht ursprünglicher. Wer ein gemächliches Lebenstempo und leichten Zugang zur Natur schätzt, ist hier gut aufgehoben, besonders Paare ab Mitte 30, ohne Kinder oder mit bereits erwachsenen Kindern.

Das Visum gibt Dir für ein Jahr eine rechtliche Basis in der EU, ist aber nicht für Menschen gedacht, die sich dauerhaft niederlassen wollen. Wenn Dein Ziel eine langfristige Integration oder ein klarer Weg zu Aufenthalt oder Staatsbürgerschaft ist, bringt Dich dieses Visum allein nicht dorthin.
Weil das Programm noch neu ist, wird es wohl noch einige Ecken und Kanten geben. Wer mit etwas Unsicherheit leben kann und gern zu den Ersten gehört, findet darin eine lohnende Möglichkeit abseits der üblichen Digital-Nomad-Hotspots.
Wenn Du Dich für einen Antrag interessierst oder die offiziellen Anforderungen nachlesen möchtest, ist das Slowenische Fremdenverkehrsamt ein guter Startpunkt.
FAQ: Digital-Nomad-Visum für Slowenien
Darf ich mit diesem Visum für slowenische Kunden arbeiten?
Nein. Du musst remote ausschließlich für ausländische Unternehmen oder ausländische Kunden arbeiten. Die Arbeit für slowenische Unternehmen oder slowenische Kunden ist nicht erlaubt.
Wie lange dauert die Genehmigung?
Häufig genannt werden etwa 30 bis 60 Tage, eine offizielle Bearbeitungszeit haben die Behörden aber nicht veröffentlicht. Da das Visum noch neu ist, schwanken die Erfahrungen in der Praxis. Vollständige und korrekte Unterlagen machen den größten Unterschied, denn die meisten Verzögerungen entstehen durch fehlende oder falsche Dokumente.
Kann ich das slowenische Digital-Nomad-Visum verlängern?
Nein. Das Visum ist nicht verlängerbar. Vor einem neuen Antrag musst Du Slowenien für sechs Monate verlassen. Wenn Du länger bleiben möchtest, musst Du Dich über andere Aufenthaltsmöglichkeiten informieren.
Muss ich mit diesem Visum in Slowenien Steuern zahlen?
Das kommt darauf an. Die offizielle Seite zur Aufenthaltserlaubnis nennt keine feste Tageregel. Ist Deine steuerliche Ansässigkeit in Deinem Heimatland bereits dokumentiert, musst Du Dich in der Regel nicht als slowenischer Steuerzahler registrieren. Ein Umzug Deiner Familie nach Slowenien kann jedoch dazu führen, dass Du ab dem Tag der Einreise in Slowenien steuerlich ansässig wirst. Lass Dich deshalb für Deine Situation professionell beraten.
Darf mein Ehepartner in Slowenien arbeiten, wenn er mitkommt?
Nein. Familienmitglieder, die Dich als Angehörige begleiten, dürfen in Slowenien nicht arbeiten. Du musst nachweisen, dass Du sie finanziell unterstützen kannst.
Was passiert, wenn mein Antrag abgelehnt wird?
Dann musst Du Slowenien verlassen und kannst später erneut einen Antrag stellen. Unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen sind der häufigste Grund für Ablehnungen oder Verzögerungen, prüfe also vor dem Einreichen alles doppelt.
Darf ich während der Bearbeitung meines Visums in andere Schengen-Länder reisen?
Das ist unklar. Um Komplikationen zu vermeiden, bleibst Du am sichersten in Slowenien, bis eine Entscheidung gefallen ist.
Ist Slowenien für alleinreisende Frauen oder Digital Nomads sicher?
Ja. Slowenien zählt durchweg zu den sichersten Ländern der Welt, mit niedriger Kriminalitätsrate und gut beleuchteten Städten, in denen man überall zu Fuß hinkommt.
Wer hat Anspruch auf Sloweniens Digital-Nomad-Erlaubnis?
Staatsangehörige von Nicht-EU/EWR-Ländern, die remote für einen Arbeitgeber außerhalb Sloweniens arbeiten oder als Freelancer für Kunden außerhalb Sloweniens tätig sind. Mit dieser Erlaubnis kannst Du nicht in den slowenischen Arbeitsmarkt einsteigen.
Wie hoch ist die Einkommensanforderung?
Du musst Geldmittel in Höhe des Doppelten von Sloweniens durchschnittlichem monatlichem Nettogehalt nachweisen, je nach aktuellen Lohndaten etwa 3.000 bis 3.300 € im Monat. Betrachte jeden festen Eurobetrag als Näherung und prüfe vor dem Antrag die aktuelle Schwelle.
Wie lange ist die Erlaubnis gültig?
Bis zu 12 Monate, abhängig von der Laufzeit Deines Arbeitsvertrags. Bei einem Vertrag unter einem Jahr ist auch die Erlaubnis auf diesen Zeitraum begrenzt.
Kann ich sie verlängern?
Nein. Sie lässt sich nicht verlängern; Du musst ausreisen und sechs Monate warten, bevor Du erneut beantragen kannst. Während Deines Aufenthalts kannst Du in eine andere Kategorie der Aufenthaltserlaubnis wechseln, wenn Du die Voraussetzungen erfüllst.
Darf ich für slowenische Unternehmen arbeiten?
Nein. Dein Arbeitgeber oder Deine Kunden müssen ihren Sitz außerhalb Sloweniens haben. Ein Zugang zum slowenischen Arbeitsmarkt ist das nicht.
Wie beantrage ich sie?
Bei einem slowenischen Konsulat oder einer Botschaft in Deinem Wohnsitzland oder bei einer lokalen Verwaltungseinheit in Slowenien, wenn Du bereits rechtmäßig dort bist, zum Beispiel während eines Schengen-Touristenaufenthalts.
Muss ich in Slowenien Steuern zahlen?
Das kommt darauf an. Ist Deine steuerliche Ansässigkeit in Deinem Heimatland bereits dokumentiert, musst Du Dich in der Regel nicht als slowenischer Steuerzahler registrieren. Wenn Du aber Familie zu Dir holst, kann das eine slowenische Steuerpflicht ab dem Tag Deiner Einreise auslösen. Lass Dich für Deine Situation professionell beraten.





